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Investoren drängen Douglas soll Unternehmenstöchter verkaufen

Die Douglas-Gründerfamilie ist zur Zeit in Gesprächen mit einem Bündnis von Finanzinvestoren. Bevor diese aber möglicherweise einsteigen, wollen sie den Handelskonzern Kreisen zufolge zu Verkäufen seiner Töchter drängen.
16.02.2012 - 15:27 Uhr Kommentieren
Zu Douglas gehören unter anderem die Ketten Thalia, Hussel und Appelrath Cüpper. Quelle: dpa

Zu Douglas gehören unter anderem die Ketten Thalia, Hussel und Appelrath Cüpper.

(Foto: dpa)

Düsseldorf Finanzinvestoren wollen den Handelskonzern Douglas bei einem Einstieg Finanzkreisen zufolge auf sein Kerngeschäft mit Parfümerien und Schmuck beschränken. In den Gesprächen der Douglas-Gründerfamilie Kreke mit Beteiligungsgesellschaften seien entsprechende Pläne vorgetragen worden, sagten mehrere mit dem Vorgang vertraute Personen. Kreke schmiedet ein Bündnis mit Finanzinvestoren, um mit ihnen gemeinsam Douglas von der Börse zu nehmen. Auch die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ berichtete am Donnerstag, die Ketten Thalia (Buchhandel), Hussel (Süßwaren) oder Appelrath Cüpper (Mode) könnten abgespalten werden.

Entscheidungen seien indes noch nicht gefallen - Douglas-Chef Henning Kreke hatte immer wieder betont, es werde geprüft, ob eine Transaktion überhaupt sinnvoll und machbar sei. Finanzkreisen zufolge prüft Kreke auch, künftig auf Quartalsberichte zu verzichten, um den Wunsch zu unterstreichen, dass die im MDax notierten Douglas-Anteilsscheine vom Kurszettel verschwinden sollen.

Zu den von Kreke angesprochenen Finanzinvestoren gehören unter anderem Apax Partners und BC Partners, wie Insider aus der Private-Equity-Branche gesagt hatten. Das Vorgehen der Familie sei aber „in jedem Fall langfristig ausgerichtet und zielt nicht darauf, kurzfristig den schnellen Schnitt zu machen“, hatte Douglas-Chef Kreke versichert. Alle Tochtergesellschaften müssten aber ihre Kapitalkosten verdienen oder zumindest die Aussicht haben, dies in Zukunft tun zu können, sagte ein Douglas-Sprecher am Donnerstag. Von einer Zerschlagung könne keine Rede sein. Zumindest die kriselnde Buchhandelskette Thalia muss aber wieder auf Profit getrimmt werden.

Finanzkreisen zufolge will der Douglas-Vorstand zeigen, dass es ihm mit den Plänen für einen Rückzug von der Börse ernst ist. Geprüft werde ein Verzicht auf Quartalsberichte, sagten mit dem Vorgang vertraute Personen. In der Vergangenheit hatte etwa der Sportwagenhersteller Porsche auf die Vorlage der vierteljährlichen Unternehmenszahlen verzichtet - das Sportwagengeschäft schwanke saisonal zu stark, argumentierte der Autobauer.

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    Die häufige Veröffentlichung von Ergebnissen diene vor allem der Ankurbelung des Aktienhandels und könnte die langfristige Strategie von Porsche beeinträchtigen. Streicht Douglas die Quartalsberichte, droht ein Abschied auf dem MDax - die Aktien würden dann im General Standard der Börse notiert - ein Segment, in dem nur die gesetzlichen Mindestanforderungen herrschen.

    Die Familie Kreke hält selbst rund 12,6 Prozent an Douglas, größter Aktionär ist der Oetker-Konzern, der 25,8 Prozent kontrolliert. Analysten hatten indes immer wieder erklärt, es sei offen, ob Douglas vom Kurszettel verschwinden könne. Weder sei eine Finanzierung gesichert noch gebe es bindende Offerten.

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