Irische Fluggesellschaft Aer Lingus verdient an der Langstrecke

Die Airline Aer Lingus fliegt erneut in die Gewinnzone. Der irische Ryanair-Konkurrent hat zwar Probleme in Europa, macht das aber mit Nordamerika-Verbindungen wett. Flüge in die USA und Kanada werden ausgeweitet.
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Airbus A320 von Aer Lingus am Flughafen Düsseldorf: „Herausforderungen im sehr preisaggressiven Europaverkehr standgehalten“. Quelle: Imago

Airbus A320 von Aer Lingus am Flughafen Düsseldorf: „Herausforderungen im sehr preisaggressiven Europaverkehr standgehalten“.

(Foto: Imago)

Dublin/DüsseldorfPunktlandung auf der Prognose: Mit einem operativen Gewinn von 61,1 Millionen Euro hat die irische Fluggesellschaft Aer Lingus das Jahr 2013 abgeschlossen. Das sind zwar acht Millionen Euro weniger als im Vorjahr, die Airline liegt damit aber dennoch im Bereich der Erwartungen – das Unternehmen hatte im Sommer seine Gewinnvorhersage nach unten korrigiert.

Durch effektives und schnelles Handeln habe man im zweiten Halbjahr „den Herausforderungen im nach wie vor sehr preisaggressiven Europaverkehr standhalten und erfolgreich gegensteuern“ können, sagte Aer-Lingus-Chef Christoph Müller. Mit dem wirtschaftlichen Ergebnis sei man hoch zufrieden und gehöre zu den profitabelsten Fluggesellschaften Europas, so der deutsche Manager weiter.

Allerdings beeinträchtigte die Rabattschlacht bei innereuropäischen Flügen das Kurzstrecken-Geschäft. Der irische Konkurrent Ryanair hatte deshalb im November bereits zum zweiten Mal seine Prognose für das vergangene Geschäftsjahr gekappt.

Wachstum generiert Aer Lingus vor allem aus den Langstrecken-Verbindungen. Auf den Flügen in die USA habe man sehr gute Ergebnisse erzielt. Ab dem Sommer will Aer Lingus neue Verbindungen nach San Francisco und Toronto anbieten. Damit steige die Kapazität der Langstrecken-Flüge um ein Fünftel.

Die Fluggesellschaft legte 2013 beim Umsatz um gut zwei Prozent auf 1,43 Milliarden Euro zu. Auch die Zahl der Fluggäste (plus 0,9 Prozent, insgesamt 10,7 Millionen) und die Auslastung der Maschinen (plus 0,7 Prozent, insgesamt 78,4 Prozent) verbesserten sich leicht.

Im laufenden und kommenden Geschäftsjahr wolle man mit internen Programmen die Kosten weiter senken und neue Kundengruppen erschließen. Dazu sollen neue elektronische Vertriebs- und Reservierungssysteme genutzt werden. Für 2014 erwartet Aer Lingus wieder einen operativen Gewinn, der in Höhe des Vorjahresergebnis liegen soll.

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