Jacdec-Ranking

Die sicherste Airline kommt vom Golf

2017 gab es so wenige tödliche Flugzeugunglücke wie noch nie in der kommerziellen Luftfahrt. Nun haben Unfallforscher die sicherste Airline der Welt gekürt. Fluglinien vom Golf landen dabei deutlich vor Lufthansa und Co.
Update: 03.01.2018 - 16:09 Uhr 3 Kommentare
Die Fluggesellschaft setzte sich im Sicherheitsranking  gegen 99 Konkurrenten durch. Quelle: dpa
Emirates Airbus A380

Die Fluggesellschaft setzte sich im Sicherheitsranking gegen 99 Konkurrenten durch.

(Foto: dpa)

HannoverDie Fluggesellschaft Emirates war 2017 laut einem Ranking von Unfallforschern die sicherste Airline – im sichersten Jahr der zivilen Luftfahrtgeschichte. In der vorab veröffentlichten Studie des Hamburger „Jet Airliner Crash Data Evaluation Centre“ (Jacdec) für das Luftfahrtmagazin „Aero International“ liegt Emirates mit einem Risiko-Index von 93,61 Prozent knapp vor der norwegischen Billigfluggesellschaft Norwegian Air Shuttle (93,26) und der britischen Virgin Atlantic Airways (92,87). Die Fluggesellschaft vom Golf gilt als weltweit größter Betreiber von A380-Großraumjets.

Auf den weiteren Spitzenplätzen folgen mit KLM (Niederlande), Easyjet (Großbritannien) und Finnair (Finnland) noch mehr europäische Fluggesellschaften, vor Etihad (VAE), Spirit Airlines (USA), Jetstar Airways (Australien) und Air Arabia (VAE). Die berücksichtigten deutschen Fluggesellschaften landeten auf Platz 16 (Eurowings), Platz 22 (Lufthansa) und Platz 53 (Condor), die österreichische Austria liegt mit Rang 39 vor der Swiss (40.).

In der Jacdec-Sicherheitsliste wurden diesmal die 100 verkehrsstärksten Fluggesellschaften nach ihrer Sicherheit bewertet – bisher waren es 60. Zudem wurde das Bewertungssystem auch in anderen wesentlichen Punkten auf eine breitere Basis gestellt, sodass Vergleiche mit den Vorjahren schwierig sind. „Wir haben insgesamt auf eine risikobasiertere Analyse umgestellt und im entsprechenden Index die Zahl der Risikofaktoren von 9 auf 33 erhöht“, sagte Jacdec-Gründer Jan-Arwed Richter der Deutschen Presse-Agentur.

Insgesamt gab es nach der Jacdec Zählweise bei Unfällen auf Flügen mit Maschinen schwerer als 5,7 Tonnen und mit mehr als 19 Sitzen weltweit im Jahr 2017 nur 40 Tote – im Vorjahr waren es noch 321. Dem steht nach Schätzungen der UN-Luftfahrtorganisation ICAO eine Passagierzahl von etwa vier Milliarden im Jahr 2017 gegenüber.

„Es entspricht dem Selbstverständnis unserer Branche, dass man in puncto Sicherheit niemals auslernt“, sagt Matthias von Randow, der Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes der Deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL). Auch in Deutschland seien alle dem BDL angeschlossenen Airlines unfallfrei geflogen. „Jedes Unglück, jeder Beinahe-Unfall und jede Unregelmäßigkeit werden genauestens untersucht und machen die Luftfahrt ein Stück sicherer, weil die entsprechenden Konsequenzen gezogen werden“, sagte von Randow.

Keine der 100 größten Airlines war 2017 an tödlichen Unfällen oder einem Absturz beteiligt. Die Jacdec-Statistik enthält auch Cargo-Flüge, berücksichtigt aber nicht mehr den Absturz eines Kleinflugzeugs in Costa Rica. Dabei waren am Jahresende zehn Touristen und zwei Besatzungsmitglieder ums Leben gekommen.

Die Unfallforscher des in den Niederlanden ansässigen Aviation Safety Networks (ASN) hatten deswegen ihre eigene Statistik am 1. Januar nach oben korrigieren müssen. Weltweit hatte die Datenbank bis dahin neun tödliche Flugzeugunglücke mit insgesamt 67 Toten registriert. 32 der Opfer waren demnach an Bord der Maschinen, weitere 35 wurden am Boden in den Tod gerissen. Mit dem Absturz zum Jahresende erhöhte sich die Zahl der Toten dann auf 79.

Die Jacdec-Zählweise unterscheidet sich geringfügig, bestätigt aber den Trend. Bei ihrer Wertung berechnen die Jacdec-Unfallforscher die Verkehrsleistung der Airline gegen die Anzahl der Zwischenfälle und Totalverluste der vergangenen 30 Jahre.

  • dpa
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3 Kommentare zu "Jacdec-Ranking: Die sicherste Airline kommt vom Golf"

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  • Und ausgerechnet die Emirates hatte meines Wissens vor noch nicht allzu langer Zeit (etwa vor 2 Jahren) ein Riesenglück bei einem Totalschadens einer Boeing-777 beim Landeanflug auf den Dubai-Airport. Die Maschine ist völlig zerstört worden und soviel ich damals gelesen habe, war es kein techn. Defekt sondern ein Pilotenfehler. Der Unfallbericht wird doch sicher noch unter Verschluss gehalten.

  • Herr Toni Ebert@ Der Vergleich mit den islamischen Sackmenschen beleidigt die Neandertaler aber zeigt einen Blick in die Loser-EU in ein - zwei Generationen.

  • Ja, damit bin ich gerade zu echten Menschen, den Buddisten, geflogen, nach Thailand.

    Dubai erlebt gerade einen Niedergang in die Steinzeit, immer mehr Frauen laufen mit Kartoffel-Säcke herum. Bald kommt der Konkurs.

    ich glaube, meidet besser die Neandertaler, denn sie stürzen ab.

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