Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Kahlschlag bei Beate Uhse Verkauft sich Sex nicht mehr?

Ende einer Ära: Der Pionier im Erotikhandel stellt zum Valentinstag seinen Katalog ein. Die Konkurrenz aus dem Internet ließ Umsatz und Gewinn drastisch einbrechen. Nun steht eine harte Sanierung bevor.
02.02.2016 - 15:09 Uhr
Der Erotikversand verzeichnet überraschend einen Millionenverlust. Quelle: dpa
Beate-Uhse-Shop

Der Erotikversand verzeichnet überraschend einen Millionenverlust.

(Foto: dpa)

Düsseldorf Mit drastischen Maßnahmen reagiert der Vorstand des Erotikhändlers Beate Uhse auf einen überraschenden Millionenverlust. Das Unternehmen wird 150 von 595 Mitarbeitern entlassen, 16 von 78 Filialen werden geschlossen. Zugleich gab Beate Uhse eine Gewinnwarnung: So rechnet es für das Geschäftsjahr jetzt mit einem Verlust von bis zu 15 Millionen Euro. Die Prognose lag zuvor bei einem Gewinn von bis zu fünf Millionen Euro.

Das beschlossene Sanierungspaket bedeutet für das traditionsreiche Unternehmen eine Zäsur: So wird das Kataloggeschäft komplett eingestellt. Zum Valentinstag soll der letzte Katalog erscheinen. Der Versand von Sexartikeln hatte das Unternehmen in den 1960er-Jahren groß gemacht.

Nach einer Ad-hoc-Mitteilung rechnet das Unternehmen für das Geschäftsjahr 2015 nun nur noch mit einem Umsatz von rund 128 Millionen Euro. Zuvor war von einem Umsatz von 134 bis 139 Millionen Umsatz die Rede gewesen. Wie der Vorstand mitteilte, habe sich die dramatische Verschlechterung der Zahlen erst bei der Erstellung des Konzernabschlusses herausgestellt.

Die eingeleiteten Notmaßnahmen schlagen sich mit 3,8 Millionen Euro negativ auf das Ergebnis nieder. Im wesentlichen handelt es sich dabei um Rückstellungen für Abfindungen, aus Drohverlusten für bestehende Mietverträge im Rahmen der Schließung von Filialstandorten sowie aus der Wertberichtigung von Anlagevermögen. Zuvor schon hatte das Unternehmen Belastungen in Höhe von 8,5 Millionen Euro verbucht, etwa aus Wertminderungen für Geschäfts- und Firmenwerte und durch verschlechterte Wechselkursbedingungen. Deshalb war im dritten Quartal bereits ein Verlust von 7,2 Millionen Euro angefallen.

Top-Jobs des Tages

Jetzt die besten Jobs finden und
per E-Mail benachrichtigt werden.

Standort erkennen
    Neue Konkurrenz im Geschäft mit Dildos und Gleitcremes
    Seite 12Alles auf einer Seite anzeigen
    Mehr zu: Kahlschlag bei Beate Uhse - Verkauft sich Sex nicht mehr?
    Serviceangebote
    Zur Startseite
    -0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%