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Kakerlaken in Großbäckerei Müller-Brot muss vor Gericht

Auf der Anklagebank: Wegen eines Kakerlaken-Fundes in der bayrischen Großbäckerei Müller-Brot muss sich das Unternehmen nur vor Gericht verantworten. Im Fokus stehen dann sechs ehemalige Manager.
08.08.2015 - 14:29 Uhr Kommentieren
Nach einem von der Lebensmittelkontrolle verhängten Produktionsstopp musste das bayerische Traditionsunternehmen Müller-Brot Insolvenz anmelden. Quelle: dpa
Insolvenz von Müller-Brot

Nach einem von der Lebensmittelkontrolle verhängten Produktionsstopp musste das bayerische Traditionsunternehmen Müller-Brot Insolvenz anmelden.

(Foto: dpa)

Landshut Dreieinhalb Jahre nach dem Skandal um Kakerlaken in der bayerischen Großbäckerei Müller-Brot soll im November der Prozess gegen sechs ehemalige Manager beginnen. Das berichtet die „Süddeutsche Zeitung“ (Samstag) unter Berufung auf den Vizepräsidenten des Landshuter Landgerichts, Rainer Wiedemann. Für eine Bestätigung war das Gericht am Wochenende nicht zu erreichen.

Drei Geschäftsführern, dem Betriebsleiter, dem Produktionsleiter und der Leiterin des Qualitätsmanagements werden neben gravierenden Hygienemängeln auch Insolvenzverschleppung und Betrug vorgeworfen.

Müller-Brot hatte Anfang 2012 Insolvenz angemeldet, nachdem das Landratsamt Freising die Produktion des Neufahrner Unternehmens gestoppt hatte. Zuvor waren Reinigungsarbeiten zur Beseitigung von Mäusedreck und Kakerlaken erfolglos geblieben. 1250 Menschen verloren ihren Job.

Vor anderthalb Jahren erhob die Landshuter Staatsanwaltschaft Anklage. Die Prüfung des Falles dauerte so lange, weil die zuständige Strafkammer nach eigener Aussage mit einer Vielzahl anderer Fälle beschäftigt war. Für den Prozess sind laut „SZ“ nun zunächst zehn Verhandlungstage vom 2. November bis Weihnachten angesetzt. Dass dann bereits eine Entscheidung falle, sei aber unwahrscheinlich.

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