Kambodscha Millionenverlust durch Textilstreiks

Aufgrund der Streiks der Textilarbeiterinnen in Kambodscha entgehen den Herstellern 150 Millionen Euro Einnahmen. Die Arbeiterinnen streiken für eine Verdoppelung der Mindestlöhne. Doch die Regierung stellt sich quer.
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Arbeiterinnen in Kambodscha. Seit dem 24. Dezember gehen sie auf die Straße und demonstrieren für mehr Gehalt. Quelle: dpa

Arbeiterinnen in Kambodscha. Seit dem 24. Dezember gehen sie auf die Straße und demonstrieren für mehr Gehalt.

(Foto: dpa)

Phnom Penh Die Streiks der Textilarbeiterinnen in Kambodscha haben die Hersteller nach eigenen Angaben fast 150 Millionen Euro an entgangenen Einnahmen gekostet. Das berichtete der Verband der Textilhersteller (GMAC) am Dienstag. Die Arbeiterinnen streiken seit dem 24. Dezember für eine Verdoppelung der Mindestlöhne von zur Zeit monatlich 60 Euro. Die Regierung hat lediglich 20 Prozent mehr angeboten.

Am Freitag kamen bei Protesten fünf Menschen bei Zusammenstößen mit der Polizei ums Leben. Seitdem gingen die Arbeiterinnen nicht mehr auf die Straße. Kambodscha ist mit einigen hundert Fabriken ein deutlich kleinerer Hersteller als Bangladesch oder Indien. Die meisten Fabriken waren nach Angaben des Verbandes am Dienstag wieder geöffnet, aber etwa die Hälfte der rund 600.000 Arbeiterinnen waren nicht am Arbeitsplatz.

  • dpa
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