Kanadischer Airbus-Konkurrent Bombardier liefert neue Flugzeuge später aus

Die Flugtestphase der CSeries von Bombardier zieht sich in die Länge – Kunden müssen nun bis 2015 oder sogar 2016 warten. Es ist nicht die erste Verspätung in der Geschichte der Modellreihe.
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Ein Passagierflugzeug vom Typ CS100: Mit der Auslieferung rechnet Bombardier nun für die zweite Jahreshälfte 2015. Quelle: dpa

Ein Passagierflugzeug vom Typ CS100: Mit der Auslieferung rechnet Bombardier nun für die zweite Jahreshälfte 2015.

(Foto: dpa)

BangaloreKunden der neuen Modellreihe CSeries des kanadischen Flugzeug-Herstellers Bombardier müssen sich in Geduld üben. Die Auslieferung der Flugzeugfamilie verzögert sich, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Die Flugtestphase nehme mehr Zeit in Anspruch als geplant. Mit der Auslieferung der CS100 rechne Bombardier nun für die zweite Jahreshälfte 2015. Die CS300 solle sechs Monate danach folgen. Ursprünglich wollte der Konzern die ersten Maschinen im September ausliefern. Aber bereits der Jungfernflug hatte sich um rund neun Monate verspätet.

Bombardier will mit der Modellreihe den Platzhirschen Airbus und Boeing im lukrativen, aber hart umkämpften Geschäft mit größeren Flugzeugen ab 100 Sitzplätzen Konkurrenz machen. Konkret will der Konzern, der auch Züge baut, den Rivalen aus Europa und den USA die Kunden für die Verkaufsschlager A320 und Boeing 737 abjagen.

Bombardiers Hoffnungsträger hebt ab
Bombardier unveils its CSeries aircraft at a news conference at its assembly facility in Mirabel, Quebec in this file photo
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Dieses Flugzeug soll Boeing und Airbus verschrecken: Mit der C-Series bringt der kanadische Hersteller Bombardier sein bislang größtes Verkehrsflugzeug an den Start. Ursprünglich war der Erstflug der größten Modellfamilie von Bombardier für Ende 2012 geplant. Doch wegen Problemen mit Zulieferern, ausstehenden technischen Tests und schließlich auch schlechter Wetterverhältnisse verzögerte sich das Vorhaben immer wieder.

huGO-BildID: 32912829 The CEO of Bombardier, Pierre Beaudoin speaks to the press regarding the new bombardier aircraft CSseries in Mirabel, Quebec af
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Zum Jungfernflug in Mirabel, Quebec ist auch Bombardier-Chef Pierre Beaudoin gekommen. Das Unternehmen hat über fünf Jahre etwa 3,4 Milliarden Dollar in die Entwicklung des neuen Mittelklassejets gesteckt.

huGO-BildID: 32912430 Bombardier's CSeries commercial jet sits on the tarmac prior to its first flight on Monday, Sept. 16, 2013, in Montreal. T
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Mit der C-Series stoßen die Kanadier in die nächstgrößere Klasse vor. Bombardier verspricht den Fluggesellschaften besonders günstige Unterhaltskosten. So soll der Spritverbrauch etwa durch den Einsatz von leichten Verbundmaterialien gesenkt werden.

A visitor takes a photograph inside a mock up of the interior cabin of a Bombardier CSeries jet displayed at the 2008 Farnborough International Air Show, Hampshire, southern England
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Das Flugzeug, das je nach Version und Ausstattung bis zu 160 Passagiere aufnehmen kann, soll damit in der kleinen Mittelklasse punkten. Für die sehr profitablen Mittelstreckenjets Airbus A320 und Boeing 737 könnte ein neuer Konkurrent entstehen.

huGO-BildID: 32912530 The new bombardier aircraft CSseries is shown in Mirabel, Quebec as it is due to take off for the first time on September 16, 2
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Ursprünglich war der Erstflug der C-Series für 2012 geplant. Der Jungfernflug startet allerdings wie geplant. Um 9.30 Uhr Ortzeit rollt die Maschine auf die Startbahn.

Bombardier employees form a line as the CS300 aircraft is unveiled at a news conference at its assembly facility in Mirabel, Quebec
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Die neue Produktionslinie hatte Bombardier bereits im März öffentlichkeitswirksam gestartet. Neben Boeing und Airbus gelten auch der brasilianische Hersteller Embraer, der russische Suchoi Superjet 100 und der chinesische Flugzeugbauer Comac als Konkurrenten.

huGO-BildID: 32912808 The new bombardier aircraft CSseries is shown in Mirabel, Quebec after take off for the first time on September 16, 2013. Bomba
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Die Nachfrage fällt mit 187 Bestellungen im Vergleich zu Boeing und Airbus relativ dürftig aus. Zu den größten Kunden zählen Swiss Air und Baltic Air. AirBaltic kündigte an, mit Bombardier über eine Aufstockung der bisherigen Order von zehn Flugzeugen sprechen zu wollen. Trotz der Verzögerung beim Erprobungsflug werde nicht mit einer verspäteten Auslieferung gerechnet, erklärte die lettische Airline. Bombardier will früheren Angaben zufolge Mitte 2014 die ersten Maschinen ausliefern

Die neue Mittelstreckenmaschine soll bis zu 149 Passagieren Platz bieten, spritsparend, mit vergleichsweise geringen Betriebskosten und besonders leise fliegen. Auf der internationalen Luftfahrtmesse in Bahrain erhielt Bombardier nun einen Auftrag von Al Qahtani Aviation über 16 Flieger der CSeries. Nach Listenpreis beträgt das Volumen rund 1,2 Milliarden Dollar.

Sollte eine Kaufoption von zehn weiteren Maschinen gezogen werden, würde sich das Auftragsvolumen auf rund zwei Milliarden Dollar erhöhen. Bombardier liegen insgesamt 445 Bestellungen und Zusagen für die CSeries vor.

  • rtr
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