Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Karstadt Betriebsrat: „Es gibt keine Schließungsliste“

Im Zuge der Sanierung fürchten viele Karstadt-Mitarbeiter um ihren Job. Betriebsratschef Patzeld beruhigt die Angestellten, es gebe keine Schließungsliste. Ein Verdi-Vertreter fordert ein klares Konzept von Berggruen.
Kommentieren
Ist es schon fünf nach zwölf? Nach den anhaltenden Spekulationen um die Zukunft der angeschlagenen Warenhauskette Karstadt fordern Betriebsrat und Gewerkschaft Klarheit für die rund 17.000 Mitarbeiter. Quelle: dpa

Ist es schon fünf nach zwölf? Nach den anhaltenden Spekulationen um die Zukunft der angeschlagenen Warenhauskette Karstadt fordern Betriebsrat und Gewerkschaft Klarheit für die rund 17.000 Mitarbeiter.

(Foto: dpa)

Berlin Arbeitnehmervertreter von Karstadt haben Spekulationen über drohende Filialschließungen zurückgewiesen. „Es gibt keine Schließungsliste“, sagte der Gesamtbetriebsratsvorsitzende Hellmut Patzeld dem Berliner „Tagesspiegel“ vom Mittwoch. Diese Aussage habe er von der Unternehmensleitung erhalten. Auch Arno Peukes, Vertreter der Gewerkschaft Verdi im Karstadt-Aufsichtsrat, sagte am Mittwoch im ARD-„Morgenmagazin“, bislang gebe es „offiziell keine Schließungen“. Es sei „das falsche Signal, das ausgestrahlt wird“, kritisierte er Äußerungen des Aufsichtsratschefs Stephan Fanderl.

Betriebsrat und die Beschäftigten forderten klare Aussagen des Eigentümers und Investors Nicolas Berggruen. „Die Beschäftigten brauchen jetzt endlich Ruhe, und sie brauchen klare Aussagen und verlässliche Pläne“, sagte Peukes. Karstadt sei nach wie vor ein attraktives Warenhaus. „Unser Ziel muss ja auch sein, genau diese attraktive Marke wieder zu einem attraktiven Bestandteil der Innenstädte zu machen.“

Vom Karstadt-Aufsichtsratsvorsitzenden Fanderl erwarte er zudem eine Aussage, warum er sich „gemüßigt sah, mit seiner Aussage in die Öffentlichkeit zu gehen“. Fanderl hatte in der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ gesagt, die Mitarbeiter müssten sich auf die Schließung von mehr als 20 Filialen und harte Einsparungen einstellen. Es werde schmerzhafte Einschnitte geben müssen, um dem gesunden Kern eine Zukunft zu geben. Es gebe zwar noch keine konkreten Schließungsbeschlüsse. „Aber das Unternehmen macht sich seit einiger Zeit berechtigte Sorgen um die Profitabilität von mehr als 20 Häusern“, sagte Fanderl.

Karstadt verfügt derzeit noch über 83 Warenhäuser. Die 28 Sporthäuser sowie die drei Premiumhäuser Kadewe in Berlin, Alsterhaus in Hamburg und Oberpollinger in München wurden im vergangenen Jahr an eine Investorengruppe um den österreichischen Immobilienentwickler René Benko verkauft.

Ein Sprecher des Bundesarbeitsministeriums in Berlin sagte, für die Regierung sei bislang nicht der Zeitpunkt gekommen, um aktiv zu werden. Weder Arbeitnehmer noch Arbeitgeber von Karstadt hätten bislang Kontakt zum Ministerium aufgenommen.

Grund für die neue Ungewissheit über die Zukunft von Karstadt ist der Rücktritt der Geschäftsführerin Eva-Lotta Sjöstedt vor zwei Wochen. Sie hatte wegen fehlender Unterstützung durch Berggruen ihr Amt niedergelegt.

  • afp
Startseite

Mehr zu: Karstadt - Betriebsrat: „Es gibt keine Schließungsliste“

0 Kommentare zu "Karstadt: Betriebsrat: „Es gibt keine Schließungsliste“"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

Serviceangebote