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Karstadt Neues Warenhaus in Berlin geplant

Jahrelang wurden in Deutschland nur Warenhäuser geschlossen. Doch nun gibt es eine Überraschung: Karstadt will in Berlin ein neuen Standort aufmachen. Das würde auch zugleich ein weiteres Problem lösen.
Update: 05.07.2016 - 12:28 Uhr
Fußgängerampel vor einer Karstadt-Filiale in Berlin:
Wachstumspläne

Fußgängerampel vor einer Karstadt-Filiale in Berlin: "Jetzt ist die Zeit zu Ende, in der wir über Schließungen nachdenken mussten"

(Foto: dpa)

Düsseldorf Der über Jahre kriselnde Warenhauskonzern Karstadt geht in die Offensive und will wieder eine neue Filiale eröffnen. Das neue Warenhaus solle in Berlin entstehen und spätestens 2018 die Pforten öffnen, teilte Karstadt am Dienstag mit. Karstadt-Chef Stephan Fanderl nannte die Pläne nach Jahren der Einsparungen und Stellenstreichungen eine „fantastische Neuigkeit“: „Mit der vollständigen Neueröffnung eines Warenhauses, des ersten in über 30 Jahren, betreten wir einen neuen Abschnitt in der Karstadt-Geschichte.“

Die neue Filiale werde als „lokaler Marktplatz“ konzipiert – sie soll rund 8800 Quadratmeter Verkaufsfläche umfassen. Das ist kleiner als frühere Warenhäuser, das Alsterhaus in Hamburg umfasst etwa 24.000 Quadratmeter. Zahlreiche Händler setzen indes auf Konzepte mit kleineren Flächen.

Nach Informationen des Fachmagazins Textilwirtschaft hat Karstadt bereits einen Mietvertrag in einem Shopping-Areal in Berlin Tegel unterzeichnet, das zurzeit vom Immobilienentwickler HGHI geplant wird. HGHI hat entlang der Fußgängerzone Gorkistraße unter anderem zwei Einkaufspassagen und weitere Immobilien gekauft. Ziel ist, die komplette Handelslandschaft entlang der in die Jahre gekommenen Einkaufsstraße zu revitalisieren. Insgesamt sollen dort 42.000 Quadratmetern Verkaufsfläche entstehen, verteilt auf 120 Geschäfte. Größte Einheit des neuen "Tegel-Quartiers" soll das Karstadt-Warenhaus werden.

In dem Gebäudekomplex war früher auch ein Hertie-Kaufhaus untergebracht. im Jahr 2009 musste das Warenhaus schließen. Danach war das Haus an Billiganbieter als Zwischennutzer vermietet.

Zugleich wird ein anderes Haus in Berlin geschlossen
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