Karstadt & Kaufhof Der Traum von der Warenhaus AG geht weiter

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Auch Joachim Arenth, Geschäftsführer der M&A-Beratungsfirma Jenacon, erwartet, dass Karstadt und Kaufhof wieder aufeinander zugehen - möglicherweise nach einer Atempause von zwei, drei Jahren. "Der Trend weg vom Warenhaus wird sich nicht aufhalten lassen." Und auch das Problem der Doppelstandorte von Karstadt und Kaufhof, die sich in vielen deutschen Einkaufszonen gegenseitig ins Schaufenster blicken können, werde sich nicht in Luft auflösen.

Eine Annäherung der beiden Firmen in mehreren Etappen erwartet Peter Löhnert, der Handelskonzerne bei Übernahmen berät. "Wichtig ist dabei für Berggruen, dass er Karstadt in eine bessere Verhandlungsposition bringt, als sie das insolvente Unternehmen zuletzt besaß", sagt der M&A-Experte.

Die Aussichten dafür sind gut: Gesenkte Mieten und geringe Kapitalkosten - eine Folge der Entschuldung durch die Insolvenz - lassen Karstadt auf deutlich bessere Ergebnisse hoffen als in der Vergangenheit.

Hinzu kommt, dass die Löhne acht Prozent unter dem Niveau des Rivalen Kaufhof liegen. Der Sanierungstarifvertrag, der bei den Essenern erst im August 2012 ausläuft, befreit die Geschäftsführung von der Zahlung übertariflicher Urlaubs- und Weihnachtsgelder. Den Renditeabstand zum Wettbewerber Kaufhof, der mit einer Betriebsgewinn-Marge (Ebit) von 3,4 Prozent zuletzt Spitzenreiter im gesamten Metro-Konzern war, dürfte dies drastisch verringern.

Sobald die Renditeverbesserung den Wert von Karstadt nach oben treibt, könnten beide Warenhäuser ihre Assets in ein Joint Venture einbringen, glaubt Löhnert. Eine Bedingung allerdings dürfte Metro-Chef Cordes dabei heilig sein: An einem Warenhauskonzern will er künftig nur noch eine Minderheit besitzen. Konsolidieren nämlich wollen die Düsseldorfer das kapitalintensive Warenhausgeschäft künftig möglichst nicht mehr. Auch das sagt einiges über die Zukunftsperspektiven der Warenhausbranche in Deutschland.

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5 Kommentare zu "Karstadt & Kaufhof: Der Traum von der Warenhaus AG geht weiter"

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  • Mit diesem Artikel zeigt sich mal wieder mehr als deutlich,dass das Handelsblatt grundsätzlich Pro Metro/Kaufhof und Contra Karstadt berichtet.
    Was man auch nicht vergessen sollte : Seit Jahren versucht die Metro erfolglos den Kaufhof zu verkaufen. Und dieses ewige Gerede,dass man die Warenhäuser mit ihren Vollsortimenten nicht mehr braucht.... Schon mal überlegt,wo man ansonsten in der innenstadt so alltägliche Dinge wie Strümpfe,Spielwaren, Geschirr,bettwäsche, Schreibwaren usw.kaufen soll !? Klar,das eine oder andere gibt es mal als Angebot beim Discounter oder beim Kaffeeröster - aber will man immer dieses billigzeug???? ich für meinen Teil möchte nicht auf die Warenhäuser verzichten. Aber das ist meine ganz persönliche Meinung.

  • So etwas niveauloses liest man selten. Die Redaktuere zeigen, dass ihnen völlig die Ahnung vom Einzelhandel fehlt und sie schon garnicht die Situation um die Warenhäuser kennen. Dann auch noch u.a. einen Herrn Wolf als Experten heranzuziehen, der mit seinen "qualifizierten" Arbeit wesentlich mit für den Zustand von Karstadt verantwortlich ist, zeigt spricht nicht für journalistische Qualität.
    Auch über die bedingungen des sog. Forführungstarifvertrag sollten sich die Artikelschreiber erst einmal genauer informieren, ehe ein solcher Unsinn in die Welt gesetzt wird. Oder hat das Herr Cordes oder Herr Mandac den Metro-Hofberichterstattern verboten, die Wahrheit zu schreiben?

  • Das Handelsblatt rückt mit seiner schlechten berichterstattung langsam aber sicher auf dan Level der bildzeitung. Vielleicht sollte man nicht nur bei der Auswahl der Quellen sondern auch der Redakteure sorgfältiger sein.

  • Sorry, aber so langsam wird es megapeinlich ! Warum nennen Sie ihr Handelsblatt nicht gleich in Metro-intern um ? Dieses ständige Angebiedere an Herrn Cordes und seine ideen wird immer peinlicher. Ernst nehmen kann man das nicht mehr :-(

  • Es ist schon interessant, was für angebliche Experten sie zitieren, die diesen großen Erfolg des Herrn berggrün gegen die Deutsche bank ( Hauptnutznießer der viel zu hohen Mieten -bis zu 19% vom Umsatz- )kleinreden bzw in Zweifel ziehen. Mann braucht nicht mal zwischen den Zeilen zu lesen um zu erkennen, daß es sich um offene Fürsprecher des Metro-Konzeptes und dessen Cheffs Herrn Kordes handelt und um ehemalige Cheffs von Arcandor, die die Misere von Karstadt vielleicht in der Vergangenheit mit zu verantworten hatten, vielleicht sogar wie der Herr Middelhoff sich selbst an den hohen Mieten bereichert haben . ich glaube dem Herrn Görg und dem Herrn berggrün, das Karstadt eine gute Chance hat, weiterzubestehen. Die insolvenz wurde erfolgreich abgewendet,das Geschwür Arcandor wegoperiert, bestimmte Vorstände aussortiert- es werden nach Angaben des Herrn Görg Gewinne erwirtschaftet!!! Außerdem lese ich in ihrem Artikel, das es der Metro arg schlecht gehen muß, das sie so nicht weiter existieren kann und der Herr Kordes sie irgendwie /irgendwo noch gewinnbringend verscherbeln will, natürlich unter massiven Abbau von Arbeitskräften und Standorten. in meinem Sinne verantwortungvolle "Experten" müsten wie Herr Görg und Herr berggrün ideen und Strategien entwickeln, soviel wie möglich Warenhausstandorte und demzufolge auch Arbeitsplätze zu erhalten und so einen wirksamen beitrag zur Stärkung des Standortes Deutschland zu leisten.Wenn Sie wahre Handelsexperten- Meinungen hören (und vielleicht auch mal veröffentlichen wollen),dann schicken Sie ihre Experten oder Journalisten in die innenstätte, in die Kaufhäuser von Metro und Karstadt und fragen sie die Kunden und Mitarbeiter, ob Vollsortiment- Warenhäuser dort auch in Zukunft gebraucht werden, wer sie hauptsächlich nutzt und welche weiteren positiven Aspekte ein Kaufhaus in der innenstadt mit sich bringt.Zum Schluß meiner kurzen Gedanken sei mir noch eine Frage erlaubt, die ich in der Presse noch nicht gefunden habe:wie hoch waren diese "zu hohen Mieten,die Karstadt zahlen mußte und ein Hauptgrund für die insolvenz waren, was heißt eigentlich ortsübliche Mieten für Warenhäuser, z.b. in berlin oder Potsdam, und müsten nicht die Vermieter dieser ach so herrunter gekommenen Warenhäuser ( also Highstreet, die Deutsche bank usw.) bei diesen horrenden Mieten für die instandhaltung aufkommen.

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