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KarstadtQuelle-Chef übte Druck aus Thomas Cook soll aufgespalten werden

Das Flug- und Veranstaltergeschäft beim Reisekonzern Thomas Cook sollen einem Bericht zufolge voneinander getrennt werden. Dies sei der Grund für den überraschenden Austausch der Cook-Spitze.

HB BERLIN. Die Deutsche Lufthansa und KarstadtQuelle wollen ihre gemeinsame Touristiktochter Thomas Cook aufspalten. Wie das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" unter Berufung auf Topmanager der beiden Unternehmen berichtete, sollen das Flug- und das Veranstaltergeschäft des defizitären Reisekonzerns künftig voneinander getrennt gesteuert werden. Die Initiative für die Aufspaltung ging dem Bericht zufolge von KarstadtQuelle-Chef Wolfgang Urban aus.

An dem neu zugeschnittenen Airline-Bereich solle die Lufthansa die Mehrheit erhalten und somit den Löwenanteil der Kosten, etwa für die geplante Stilllegung von sieben Charterjets tragen, so der "Spiegel". Die Reisemarken von Thomas Cook – unter anderem der Veranstalter Neckermann – könnten demnach der kürzlich gegründeten KarstadtQuelle-Reisetochter zugeschlagen werden. Zur Finanzierung sollten Beteiligungen in Großbritannien und Frankreich verkauft werden.

Dieser Konzernumbau sei zudem der Grund für den plötzlichen Abgang von Thomas-Cook-Chef Stefan Pichler gewesen, erläuterte der "Spiegel". Bei einer Aufspaltung werde Pichler, der die ehemals eigenständigen Lufthansa- und Karstadt-Töchter Condor und Neckermann zusammengeführt hatte, nicht mehr gebraucht.

Pichler und Cook-Finanzchef Norbert Kickum hatten am 6. November auf Druck des Aufsichtsrates ihre Mandate im Vorstand von Europas zweitgrößtem Touristikkonzern niedergelegt. Derzeit führt Peter Gerard kommissarisch den Cook-Vorstand, während Lufthansa-Finanzchef Karl-Ludwig Kley zugleich kommissarischer Finanzvorstand ist.

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