Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Kaufhof und Karstadt Das Kaufhaus ist tot. Es lebe das Kaufhaus.

Karstadt und Kaufhof wollen beweisen, dass Warenhäuser noch immer eine gute Idee sind – mit komplett unterschiedlichen Konzepten. Die beiden werden sich 2016 weiter ein Duell liefern. Ist genügend Platz für zwei?
29.12.2015 - 14:14 Uhr 1 Kommentar
„Wir versprechen keine schnellen Wunder.“ Quelle: dpa
Karstadt vs. Kaufhof

„Wir versprechen keine schnellen Wunder.“

(Foto: dpa)

Düsseldorf Der neue kanadische Eigentümer der Warenhauskette Kaufhof strotzt vor Optimismus. „Wir wollen Kaufhof dabei unterstützen, überall das beste Warenhaus am Platz zu sein“, sagt HBC-Chef Richard Baker selbstbewusst. In den kommenden fünf Jahren will er ausgerechnet im immer wieder totgesagten Kaufhaussegment den Umsatz um 30 Prozent steigern.

Wie das gehen soll, das weiß er auch. „Die Kunden lieben Kaufhäuser, weil sie dort eine größere Auswahl verschiedener Modemarken bekommen. Aber sie kommen nicht dorthin wegen der Basisartikel“, sagt er. Deswegen soll das Kaufhof-Management im Sortiment konsequent auf Mode, Schuhe, Handtaschen und Kosmetik setzen.

Auch der direkte Konkurrent gibt sich kämpferisch. Auf einer Führungskräftetagung Anfang November verbreitete Karstadt-Chef Stephan Fanderl Durchhalteparolen. „Wir haben ein zum Teil stürmisches Jahr hinter uns“, rief er. „Ein Geschäftsjahr, das aber in der Sanierung bereits zum besten der letzten zehn Jahre wurde.“ Die Filialergebnisse seien bereits um 60 Prozent gesteigert worden. Im laufenden Geschäftsjahr werde das Unternehmen auch wieder Geld verdienen.

Strategisch dagegen setzt er auf den Gegenentwurf zu HBC. Denn statt die große weite Modewelt in alle Häuser zu holen, will er die Standorte regionalisieren. Das heißt für ihn, „alles was für unsere lokale Kundschaft relevant ist, unter einem Dach anzubieten“. Das kann dann auch mal der 5-Liter-Eimer weiße Wandfarbe sein.

Top-Jobs des Tages

Jetzt die besten Jobs finden und
per E-Mail benachrichtigt werden.

Standort erkennen

    Es wird ein spannendes Duell. Denn im kommenden Jahr 2016 wird sich zeigen, welche Strategie erfolgreicher dabei ist, das Prinzip Warenhaus in Deutschland in die Zukunft zu führen – die der kanadischen Eigentümer von Kaufhof oder die von Karstadt mit ihrem österreichischen Investor René Benko.

    Zusätzliche Brisanz bekommt der Zweikampf, weil er ursprünglich gar nicht stattfinden sollte. So wollte Benko den Konkurrenten Kaufhof vom Eigentümer Metro übernehmen und mit Karstadt zu einer Deutschen Warenhaus AG verschmelzen. Lange Zeit galt er dafür auch als Favorit, bis unverhofft die kanadische Hudson’s Bay Company (HBC) auftauchte und mit einem für Metro attraktiven Angebot den Deal Mitte Juni dieses Jahres für sich entschied.

    Rund 2,8 Milliarden Euro hat die HBC-Gruppe gezahlt, zu der auch die amerikanischen Ketten Saks Fifth Avenue und Lord + Taylor gehören. Benko hatte einen Kaufpreis in ähnlicher Höhe geboten. Doch bei Metro blieben bis zuletzt starke Zweifel an der Finanzierung des österreichischen Investors und an seinem Zukunftskonzept für Kaufhof.

    Karstadt-Häuser zwischen „Erlebnishaus“ und „Marktplatz“
    Seite 12Alles auf einer Seite anzeigen
    Mehr zu: Kaufhof und Karstadt - Das Kaufhaus ist tot. Es lebe das Kaufhaus.
    1 Kommentar zu "Kaufhof und Karstadt: Das Kaufhaus ist tot. Es lebe das Kaufhaus."

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Die überschlauen Kandier werden mit ihrem Luxuskonzept den Kaufhof zu Grabe tragen. Sie haben nicht erkannt, dass ein Kaufhaus Preise für die Masse braucht, um überleben zu können. Wenn Manager sich zu fein sind, um Noname-Produkte zu verkaufen, dann gehören sie entlassen.

    Serviceangebote
    Zur Startseite
    -0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%