„Kaum zu rechtfertigen” Bauern erwarten keine steigenden Verbraucherpreise

Die Getreidepreise sind gefallen, höhere Ausgaben für Lebensmittel sind nicht zu befürchten. Das sind die Botschaften von Bauernpräsident Rukwied. Allerdings wird die Kartoffelernte schlecht ausfallen.
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Joachim Rukwied (links), Präsident des Deutschen Bauernverbandes, hier 2012 mit Bundesagrarministerin Ilse Aigner (CSU) und Bundesumweltminister Peter Altmaier (CDU). Quelle: dpa

Joachim Rukwied (links), Präsident des Deutschen Bauernverbandes, hier 2012 mit Bundesagrarministerin Ilse Aigner (CSU) und Bundesumweltminister Peter Altmaier (CDU).

(Foto: dpa)

DortmundDie Verbraucher müssen sich nach Einschätzung des Deutschen Bauernverbands nicht auf höhere Ausgaben für Lebensmittel einstellen. „Preiserhöhungen für die Verbraucher wären kaum zu rechtfertigen”, sagte Verbandspräsident Joachim Rukwied den in Dortmund erscheinenden „Ruhr Nachrichten” vom Montag. Mit Blick auf die Getreideernte sagte er, er rechne nicht mit höheren Preisen zum Beispiel für Brot oder Brötchen.

Auch wenn die Getreideernte noch längst nicht eingebracht sei, seien die Landwirte „im Großen und Ganzen” zufrieden, sagte Rukwied weiter. Trotz der zum Teil ungünstigen Witterung mit viel Regen und Kälte im Frühjahr und der derzeit starken Hitze mit Unwettern sei mit einer Durchschnittsernte zu rechnen, was in etwa 45 Millionen Tonnen entspreche.

Die Preise für die wichtigsten Getreidesorten lägen deutlich unter dem Vorjahresniveau, sagte der Bauernpräsident. Beim Weizen liege der Preis rund 20 Prozent niedriger als im Jahr 2012.

Zwar werde die Kartoffelernte in diesem Jahr deutlich schlechter ausfallen, dennoch seien Kartoffeln, Obst und Gemüse in Deutschland unter dem Strich weiter sehr preisgünstig. „Was die Verbraucher bei Kartoffeln mehr zahlen, sparen sie an anderer Stelle wieder”, sagte Rukwied. Die Deutschen gäben etwa elf Prozent ihres Einkommens für Lebensmittel aus. Daran werde sich durch die gestiegenen Kartoffelpreise wohl nichts ändern, sagte Rukwied den „Ruhr Nachrichten”.

  • afp
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