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Keine Einigung Lokführer streiken bis Montag

Die GDL ist hart geblieben: Die Lokführer haben das neue Tarifangebot der Bahn kurz vor Beginn der Streiks abgeschmettert. Die meisten Züge stehen seit dem frühen Samstagmorgen. Reisende suchen nach Alternativen.
17.10.2014 Update: 18.10.2014 - 10:10 Uhr Kommentieren
Die Ampel steht auf rot: Im Lokführersteik bewegt sich nichts. Quelle: dpa

Die Ampel steht auf rot: Im Lokführersteik bewegt sich nichts.

(Foto: dpa)

Frankfurt Für Wochenendpendler und Urlauber hat am frühen Samstagmorgen ein chaotisches Wochenende begonnen. Wenige Stunden nach dem Start des bundesweiten Streiks der Lokführer fuhren nur etwa 30 Prozent der Fernzüge der Deutschen Bahn. Auch im Regional- und S-Bahn-Verkehr rollten die Züge nach einem Notfahrplan. Die Lokführergewerkschaft GDL hatte den Streik im Tarifkonflikt mit der Bahn trotz eines neuen Angebots des Konzerns vom Freitag nicht abgesagt. Die Offerte hatte sie abgeschmettert.

Der Streik, der sowohl im Personen- als auch im Güterverkehr erst am Montagmorgen um 4.00 Uhr enden soll, trifft Bahnkunden diesmal besonders hart. In sieben Bundesländern beginnen an diesem Wochenende die Herbstferien, in zwei enden sie, darunter Nordrhein-Westfalen. Den Ersatzfahrplan für den Fernverkehr finden Sie hier. Für gestrandete Reisende stellte die Bahn eigenen Angaben zufolge Schlafwagen in Hamburg, Berlin, Frankfurt und München bereit.

Das Unternehmen hatte der Gewerkschaft am Freitag ein Angebot vorgelegt, das für die Lokführer eine dreistufige Einkommenserhöhung um insgesamt 5 Prozent bei einer Vertragslaufzeit von 30 Monaten vorsieht. Die Bahn bekräftigte, auch über andere Berufsgruppen mit der GDL sprechen zu wollen.

GDL-Chef Claus Weselsky sprach am Freitagabend von einem „Scheinangebot“, mit dem die Solidarität unter den GDL-Mitgliedern ausgehebelt werden solle. Es sei nicht geeignet, in Verhandlungen einzusteigen. Das Bahn-Angebot erfüllt nicht die Kernforderung der GDL, bei Tarifgesprächen für das gesamte Zugpersonal verhandeln zu können.

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    Bahn-Vorstand Ulrich Weber kritisierte den Streikaufruf der Lokführergewerkschaft scharf. „So kurzfristig und in dieser Dimension sind die Streiks völlig verantwortungslos und an der Grenze zur Irrationalität“, sagte der Manager der „Bild“-Zeitung (Samstag). Am Freitag hatte die Bahn der GDL vorgeworfen, Amok zu laufen.

    Von dem zweitägigen Streik profitieren im Fernverkehr vor allem Busse. Bereits am Freitag hatte die Nachfrage die Kapazitäten von Fernbus-Anbietern weit überschritten. MeinFernbus verzeichnete etwa eine Verdreifachung der Buchungen. Auf Omnibusbahnhöfen in ganz Deutschland herrschte am Samstagmorgen reger Andrang.

    • dpa
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