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KI-Konferenz in China Alibaba-Gründer Jack Ma hält plötzlich Zwölf-Stunden-Woche für möglich

Ganz neue Töne von Jack Ma: Durch Künstliche Intelligenz sollen Menschen künftig ihr Leben mehr genießen können. Vor Kurzem plädierte er noch für die 72-Stunden-Woche.
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Alibaba: Jack Ma hält Zwölf-Stunden-Woche für möglich Quelle: AFP
Jack Ma

Auf einer KI-Konferenz in China sagte der Gründer von Alibaba, dass er eine Zwölf-Stunden-Wochen durch Künstliche Intelligenz für möglich halte.

(Foto: AFP)

Düsseldorf Jack Ma scheint einen Sinneswandel vollzogen zu haben: Bisher galt der Alibaba-Gründer als einer der größten Befürworter extremer Arbeitskultur. Auf einer Konferenz in Shanghai sagte der Milliardär an diesem Donnerstag allerdings, dass Künstliche Intelligenz (KI) es den Menschen eines Tages ermöglichen könne, nur noch zwölf Stunden pro Woche arbeiten zu müssen.

Durch den technologischen Fortschritt, aber auch durch eine Reform des Bildungssystems hält es der Tech-Unternehmer für denkbar, dass die Menschen künftig nur noch drei Tage die Woche je vier Stunden arbeiten. Wann das aus seiner Sicht soweit sein könnte, sagte er allerdings nicht.

Jack Ma hatte sich erst Anfang April laut einem Blogeintrag für eine 72-Stunde-Woche ausgesprochen: von neun Uhr morgens bis neun Uhr abends, und das sechs Tage pro Woche. „Ich denke, dass es ein großer Segen ist, 996 zu arbeiten“, sagte Chinas reichster Mann demnach damals. Wer für seinen Onlinehändler arbeiten wolle, müsse bereit sein, zwölf Stunden am Tag zu arbeiten. „Wenn Menschen nicht einmal 996 arbeiten, wenn sie jung sind, wann können sie es dann?“

Lange Arbeitszeiten sind in China zwar die Regel, allerdings regt sich in der Bevölkerung zunehmend Widerstand. So starteten mehrere Programmierer im Frühjahr auf der Entwicklerplattform GitHub die Initiative „996.ICU“, um ein Zeichen gegen die langen Arbeitszeiten zu setzen. Als eines der Unternehmen mit den miserabelsten Arbeitsbedingungen zählten sie Alibaba auf.

Auf der Konferenz, auf der Ma gemeinsam mit Tesla-Chef Elon Musk zum Thema KI sprach, führte der Alibaba-CEO Strom als Beispiel für einen Fortschritt der Technik an, der den Menschen in der Vergangenheit mehr Freizeit ermöglicht hat. Er ist überzeugt, dass KI einen ähnlichen Effekt haben wird. „Die Menschen werden mehr Zeit haben, zu genießen, dass sie Menschen sind“, sagte Ma.

Dass durch KI Jobs wegfallen könnten, darüber macht sich der Unternehmer keine Sorgen. Er glaubt, dass die Technologie Menschen unterstützen wird anstatt ihre Aufgaben überflüssig zu machen. „Computer haben nur Chips, Menschen haben ein Herz. Und vom Herzen kommt die Weisheit.“

Zudem plädierte Ma für ein gänzlich neues Bildungssystem, denn das jetzige sei auf die industrielle Zeit zugeschnitten. In Zeiten der Digitalisierung müsse ein Bildungssystem den Menschen dabei helfen, kreativer zu werden. Andernfalls würden Maschinen sie eines Tages überlisten.

Künstliche Intelligenz – wie gefährlich ist sie wirklich?

Jack Ma hat Alibaba zu einem global agierenden Unternehmen mit mehr als 80.000 Mitarbeitern gemacht. Der Erlös von Chinas größtem E-Commerce-Unternehmen legte im ersten Quartal wegen des Wachstums in den Kerngeschäften E-Commerce und Cloud Computing um 42 Prozent zu. Das Umsatzplus auf 114,92 Milliarden Yuan, umgerechnet 14,63 Milliarden Euro, lag über den Erwartungen der Analysten. Im Cloud-Geschäft stieg der Umsatz um 66 Prozent.

Mehr: Spanien ist für AliExpress das Tor zum europäischen Markt. Das Vorgehen dort zeigt, wie das chinesische Online-Portal sein weltweites Wachstum anstoßen will.

Mit Agenturmaterial

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