Kitkat-Hersteller Nestlé verzichtet in den USA auf Süßes

Nestlé stößt das Süßwarengeschäft in den USA ab. Es wird für 2,4 Milliarden Euro vom Nutella-Hersteller Ferrero übernommen. Für Ferrero ist es nicht der erste Zukauf in den USA.
Update: 16.01.2018 - 18:45 Uhr Kommentieren
Nestlé verkauft US-Süßwarengeschäft an Ferrero Quelle: AP
Kitkat

Nestle stößt sein US-Süßwarengeschäft an Ferrero ab – an der Marke Kitkat wollen die Schweizer jedoch festhalten.

(Foto: AP)

ZürichNestlé verkauft sein amerikanisches Süßwarengeschäft an den Nutella-Hersteller Ferrero. Die 2,8 Milliarden Franken (2,4 Milliarden Euro) schwere Transaktion soll noch in diesem Quartal über die Bühne gehen, teilte Nestlé am Dienstag mit.

Der Verkauf gilt als ein Baustein in der Strategie von Konzernchef Ulf Mark Schneider. Er möchte die Wachstumsfelder des Konzerns ausbauen – und trennt sich von Geschäftsbereichen, in denen er für Nestlé geringe Wachstumschancen sieht.

Die amerikanische Süßigkeitensparte trägt rund drei Prozent zum US-Umsatz von Nestlé bei – das entspricht rund 900 Millionen Franken im Jahr. Süßwaren wie die SweeTarts oder die Butterfinger-Schokolade sind vielen amerikanischen Kunden ein Begriff.

Diese Konzerne versorgen die Welt
Platz 41 – Henkel
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Die Unternehmensberatung OC&C Strategy Consultants hat erneut die größten Konsumgüterhersteller der Welt ermittelt. Als einziges deutsches Unternehmen unter den Top 50 bleibt der Persil-Hersteller Henkel wie im Vorjahr auf dem 41. Rang – mit einem Umsatz von fast 10 Milliarden US-Dollar.

Quelle: OC&C

Platz 10 – L'Oréal
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L’Oréal ist der weltgrößte Kosmetikkonzern. Die Franzosen überzeugen mit zahlreichen starken Marken.

Platz 9 – Mondelez
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Mondelez ist eine Abspaltung von Kraft Foods. Er bündelt das weltweite Snackgeschäft, außerdem die Kaffee-Aktivitäten. Das macht den Konzern zum Konkurrenten von Nestlé. Allerdings werden die Kaffeemarken rund um Jacobs unter der Führung der deutschen Industriellen-Familie Reimann mit dem niederländischen Konzern DE Master Blenders verbunden.

Platz 8 – Tyson Foods
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Tyson Foods ist in den USA bekannt. Der Konzern gehört zu den weltgrößten Fleischverarbeitern. 2015 machte Tyson einen Umsatz von 41,4 Milliarden Dollar.

Platz 7 – AB Inbev
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Der Bierbrauer AB Inbev ist durch viele Übernahmen zum Weltspieler geworden. Er treibt die Konsolidierung der Branche voran – und fusioniert derzeit mit dem größten Rivalen SAB Miller. In Deutschland ist er mit Marken wie Beck’s, Corona und Lübzer vertreten.

Platz 6 – Coca Cola
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Coca-Cola liegt deutlich hinter Pepsi. Denn anders als der Rivale hat der Konzern aus Atlanta kein großes Snackgeschäft. Dafür hat er zuletzt bei Verbrauchern Sympathien mit seiner Kampagne, Namen auf Dosen und Flaschen zu schreiben, gewonnen – und mit Innovationen wie Kokoswasser und Coke Life mit Stevia.

Platz 5 – JBS
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JBS ist eher unbekannt in Europa. Dabei gehört der brasilianische Fleischproduzent zu den ganz großen Konzernen der Konsumgüterbranche mit 47,9 Milliarden Dollar Umsatz.

Zuletzt taten sich die Schweizer auf dem hart umkämpften Markt aber schwer. „Butterfinger hat gegen Marken mit einer Premiumaufstellung wie Lindt und andere große Spieler wie Mars an Boden verloren“, sagte Branchenanalyst Raphael Moreau von Euromonitor.

Nestlé-Chef Schneider glaubt, dass die Süßigkeitensparte bei Ferrero nun gut aufgehoben ist. Nestlé werde in den USA aber weiter investieren. „Dies gilt insbesondere für Kategorien, bei denen wir eine Führungsposition haben, wie Produkte für Heimtiere, Wasser, Kaffee, Tiefkühlkost und Säuglingsnahrung.“

Schon im vergangenen Sommer hatte Nestlé das US-Süßwarengeschäft ins Schaufenster gestellt. Auch dass Ferrero an der Sparte interessiert ist, hatte sich bereits abgezeichnet. Die Italiener haben die USA schon länger im Blick. Ende des vergangenen Jahres griffen sie nach dem Süßwarenhersteller Ferrara Candy.

Ferrara stellt unter anderem Bonbons, Fruchtgummis und Kaugummis her und produziert in den USA Fruchtgummi der Marke Trolli. Durch den Milliardendeal mit Nestlé steigt Ferrero nun zum drittgrößten Süßwarenproduzenten in den USA auf.

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