Kleine Dividende versprochen Tiefbauer Bauer kämpft sich in Gewinnzone

Durch den Teilverkauf einer Tochtergesellschaft hat der Tiefbauspezialist Bauer sein Gewinnziel für 2014 erreicht. Zwar ist man bei Bauer nicht zufrieden, Aktionäre bekommen trotzdem eine Dividende.
Update: 10.04.2015 - 13:27 Uhr Kommentieren
Nach einem Verlust im Vorjahr konnte Bauer im abgelaufenen Jahr seinen Gewinn steigern. Dazu war jedoch der Teilverkauf einer Tochterfirma nötig. Quelle: dpa
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Nach einem Verlust im Vorjahr konnte Bauer im abgelaufenen Jahr seinen Gewinn steigern. Dazu war jedoch der Teilverkauf einer Tochterfirma nötig.

(Foto: dpa)

MünchenNach zwei Jahren mit Rückschlägen will der Spezialtiefbaukonzern Bauer 2015 die teuren Problemen bei Großprojekten hinter sich lassen. Das Ergebnis nach Steuern soll in diesem Jahr auf rund 18 bis 23 Millionen Euro anwachsen, kündigte Vorstandschef Thomas Bauer am Freitag in München an. 2014 fuhr der Konzern aus dem bayerischen Schrobenhausen einen Nettogewinn von 15,7 Millionen Euro ein – allerdings nur dank des Teilverkaufs einer Tochtergesellschaft.

Auf dem Ergebnis lasteten Verluste aus einem Damm-Projekt in den USA, Umbaukosten für die Umwelt- und Wasseraufbereitungssparte sowie schwache Geschäfte mit Ausrüstung für Rohstoffkonzerne. 2013 hatte Bauer einen Verlust von 19,4 Millionen Euro gemacht, nachdem ein Brunnenbauprojekt in Jordanien schief gelaufen war.

Der Vorstandsvorsitzende sprach von Einzelproblemen, die im Spezialtiefbau nicht auszuschließen seien, und äußerte sich optimistisch für die Zukunft. Das Baugeschäft werde sich weltweit noch über viele Jahre positiv entwickeln, sagte Bauer und verwies auf globale Entwicklungen wie die zunehmende Urbanisierung, die sowohl den Bau von Wohnungen als auch von Infrastruktur nach sich zieht.

„Der Ferne Osten ist der größte Bau-Markt der Welt und wird das auch über viele, viele Jahre bleiben.“ In zahlreichen Regionen sei zudem Trinkwasser ein knappes Gut. Bei der Energiegewinnung böten sich weitere Chancen: „Tiefe Bohrungen nach Wasser, Öl und Gas – da sehen wir die Zukunft.“ Die Reinigung verschmutzter Böden erfordere ebenso spezielle Maschinen und Dienstleistungen, die Bauer anbietet. Angesichts vieler Krisen und Konflikte rund um den Globus müsse das Unternehmen flexibler werden. "Die Turbulenzen in der Welt werden uns weiter begleiten", sagte Bauer.

Der Konzernumsatz soll in diesem Jahr bei rund 1,6 Milliarden Euro liegen. 2014 kletterte er um knapp vier Prozent auf 1,56 Milliarden Euro. Der Verkauf von 21 Prozent der Anteile an einer Firma in Oman, die eine Kläranlage betreibt, warf 36,5 Millionen Euro ab. Der Vorstandschef machte deutlich, dass er weitere Anteile von jetzt noch 49 Prozent an dem einträglichen Randgeschäft verkaufen will. Ob Bauer künftig „30, 40 oder 35 Prozent“ halten werde, wisse er nicht. Auf jeden Fall wolle man beteiligt bleiben.

  • rtr
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