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Kleinlaster-Großbestellung Warum Amazon ausgerechnet bei Rivian 100.000 Elektro-Vans bestellt hat

Der Online-Händler investiert in das Start-up aus Michigan. Die E-Kleinlaster sollen den CO2-Ausstoß des Konzerns verringern.
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Amazon bestellt 100.000 Elektro-Vans bei Rivian Quelle: Reuters
Amazon investiert in Rivian

Das Start-up aus Michigan soll Jeff Bezos' Konzern zum Klima-Pionier machen.

(Foto: Reuters)

New York Der Gewinner des neuen, klimafreundlichen Kurses von Jeff Bezos heißt an diesem Donnerstag Rivian. Das Auto-Start-up aus dem Bundesstaat Michigan hat einen Großauftrag von Amazon ergattert: Insgesamt 100.000 E-Vans soll Rivian ab 2021 liefern. Damit will der Online-Händler seinen CO2-Ausstoß reduzieren.

Der Auftrag ist Teil des Plans von Amazon-Chef Jeff Bezos, sich als Klima-Pionier neu zu erfinden. In Washington hat der reichste Mann der Welt einen entsprechenden Plan vorgestellt. Er will bereits im Jahr 2024 auf 80 Prozent erneuerbare Energien setzen und im Jahr 2030 das 100-Prozent-Ziel bei Sonnen- und Windenergie erreichen.

Bis 2040 will Amazon komplett CO2-neutral operieren. Geplant ist zudem eine 100-Millionen-Dollar-Investition in die Wiederaufforstung von Wäldern.

Der Großauftrag für Rivian, an dem Amazon sich im Februar beteiligt hat, ist Teil dieses Plans. Erst vor einem Jahr hatte Amazon einen Großauftrag über 20.000 Sprinter an Mercedes vergeben und dort auch Interesse an einer elektrischen Variante geäußert. Doch bisher gibt es den Sprinter in den USA nur als Diesel- oder Benzin-Variante.

Außerdem hat Amazon seit dem Großauftrag an Mercedes zusammen mit anderen Investoren im Februar 700 Millionen Dollar in Rivian investiert. So kann das Start-up seine Modelle schneller auf den Markt bringen.

Der Marktneuling Rivian, der seine Fabrik in einer geschlossenen Mitsubishi-Fabrik eröffnet hat, gilt als großer Hoffnungsträger in der US-Autobranche. Anders als Tesla hat sich das Unternehmen von Anfang an nicht auf schnittige Sportwagen, sondern auf elektronische Pick-up-Trucks und E-SUVs konzentriert. Die beiden Prototypen stellte Rivian im vergangenen Jahr vor und beeindruckte durch die Reichweite von 400 Meilen (umgerechnet 644 Kilometer) viele Beobachter.

Im April investierte auch der Traditionskonzern Ford 500 Millionen Dollar in das Start-up. Und erst diesen Monat erhielt Rivian weitere 350 Millionen Dollar von dem Branchen-Dienstleister Cox Automotive.

Die ersten Kleinlaster für Amazon sollen 2021 ausgeliefert werden, die ersten E-SUVs und Pick-ups schon im kommenden Jahr.

Mehr: So will Jeff Bezos Amazon als Klima-Pionier neu erfinden. Amazon ordert 100.000 Elektro-Lieferwagen. Andere Konzerne sollen nachziehen – doch viele Fragen bleiben offen.

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