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Klimaschutz Handelskonzern Otto will bis 2030 klimaneutral werden

Der Hamburger Konzern bemühte sich schon weitaus früher als andere Unternehmen um Umwelt- und Klimaschutz. Jetzt verstärkt Otto seine Anstrengungen nochmals.
18.02.2020 - 06:44 Uhr Kommentieren
Otto Group will bis 2030 klimaneutral werden Quelle: dpa
Otto-Chef Alexander Birken

„Wir sehen Kompensation aus Klimaschutz- und Kostensicht immer als das letzte Mittel an beim Erreichen unserer Nachhaltigkeitsziele.“

(Foto: dpa)

Hamburg Der Handels- und Dienstleistungskonzern Otto will bis 2030 klimaneutral werden. Dieses Ziel habe der Vorstand für die Standorte, Transporte, Mitarbeitermobilität und die externen Rechenzentren und Cloud-Dienstleistungen ausgegeben, teilte Otto am Dienstag in Hamburg mit. Die Otto Group hebe damit ihren jahrzehntelangen systematischen Einsatz für den Klimaschutz auf ein neues Level, nachdem es gelungen sei, 50 Prozent der CO2-Emissionen des Jahres 2006 einzusparen.

Im Gegensatz zu etlichen anderen Unternehmens will Otto das Ziel erreichen, ohne in großem Stil Zertifikate zum Ausgleich der eigenen Emissionen an anderer Stelle zu kaufen. „Wir sehen Kompensation aus Klimaschutz- und Kostensicht immer als das letzte Mittel an beim Erreichen unserer Nachhaltigkeitsziele“, sagte Vorstandsvorsitzender Alexander Birken. Otto werde an den eigenen Standorten erneuerbare Energien ausbauen und zu 100 Prozent Ökostrom einsetzen, soweit verfügbar.

Bei den Transporten will die Otto Group den Anteil der Luftfracht weiter reduzieren und setzt auf der „letzten Meile“ verstärkt auf Elektromobilität. Die Konzerntochter Hermes werde in den 80 größten Städten bis 2025 die Sendungen emissionsfrei zustellen. Intelligente Transport- und Tourensoftware soll die gesamte Logistik und die Zustellung effizienter machen.

Weiteres CO2-Einsparpotenzial sehe der Vorstand im Bereich der Mitarbeitermobilität durch die vermehrte Nutzung der Bahn an Stelle des Flugzeugs und einen Wechsel auf Elektromobilität.

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    Mehr: Unternehmen überbieten sich gerade darin, ihre Klimaschutzmaßnahmen anzupreisen. Vertrauen schaffen sie aber nur, wenn sie belegbar CO2 einsparen, schreibt Otto-Chef Alexander Birken in einem Gastkommentar.

    • dpa
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