König Pilsener, Köstritzer & Co. Absatz von Bitburger sinkt weiter

Die Bitburger Braugruppe hat 2017 knapp drei Prozent weniger Bier abgesetzt. Der Umsatz soll im laufenden Jahr dennoch ansteigen.
Update: 20.02.2018 - 12:54 Uhr 1 Kommentar
Absatz von Bitburger sinkt 2017 weiter Quelle: picture alliance/dpa
Köstritzer Schwarzbierbrauerei

Die Bitburger Braugruppe kämpft mit rückläufigen Absatzzahlen:

(Foto: picture alliance/dpa)

BitburgAuf dem bundesweit schrumpfenden Biermarkt kämpft auch die Bitburger Braugruppe mit einem rückläufigen Absatz: 2017 verkaufte sie 6,8 Millionen Hektoliter, rund 2,9 Prozent weniger als im Vorjahr, wie das Unternehmen am Dienstag in Bitburg in der Eifel berichtete. Der Umsatz dagegen legte mit 786,6 (2016: 786,0) Millionen Euro leicht zu. Dies gehe auch auf Preiserhöhungen bei den beiden Marken Licher und Wernesgrüner zurück, sagte Geschäftsführer Axel Dahm.

Für das laufende Jahr rechnet das Management mit einem „deutlicheren Umsatzwachstum“ bei erneut leichtem Absatzrückgang. Mitte Januar hatte die Gruppe die Preise für alle Marken erhöht. „In jedem Preiserhöhungsjahr muss man davon ausgehen, dass man (beim Absatz) nicht wachsen kann. Wenn man leicht verliert, ist das schon gut“, meinte Dahm. Die Preiserhöhungen seien notwendig gewesen, auch um die Wertigkeit des Bieres wieder stärker zu betonen.

Zur Braugruppe gehören neben der Hauptmarke Bitburger auch König Pilsener, Königsbacher, Köstritzer, Licher, Nette und Wernesgrüner. Die Gruppe ist nach eigenen Angaben beim Absatz bundesweit die Nummer drei, beim Umsatz Nummer zwei. Sie zählt insgesamt 1700 Mitarbeiter.

„Du trinkst zu wenig" – wie die Brauereien zu kämpfen haben

Man wolle im Export weiter wachsen, sagte Dahm. Im Visier sei China sowie der Markt in Asien insgesamt. „Dort sehen wir noch viel Potenzial.“ Zurzeit setze die Gruppe rund eine halbe Million Hektoliter im Ausland ab - dies sei ein Exportanteil von sieben bis acht Prozent. „Unser Ziel ist es, innerhalb der nächsten fünf Jahre deutlich über zehn Prozent zu kommen“, sagte Dahm. Die USA sei der zweitwichtigste Auslandsmarkt.

Gute Aussichten gebe es zudem für alkoholfreie Produkte: „Ich glaube, dass der Markt da noch wachsen wird.“ Auch das Geschäft mit Schwarzbier (Köstritzer) solle nach Rückgängen wieder belebt werden. Im Frühjahr werde ein neues Bitburger-Produkt auf den Markt kommen, „das gezielt Liebhaber eines anderen Bierstils ansprechen“ solle.

2017 war der Gesamtabsatz der deutschen Brauereien im Vergleich zum Vorjahr um 2,5 Prozent auf 93,5 Millionen Hektoliter gesunken - so wenig wie noch nie seit der Wiedervereinigung.

Die größten Bierbrauer der Welt
Platz 15: San Miguel Corporation
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Der größte Getränke- und Lebensmittelhersteller der Philippinen schafft es gerade so auf die Top 15. Seinen Ursprung hat das Unternehmen in der 1890 in Manila durch einen Spanier gegründeten Bierbrauerei. Die gleichnamige Biersorte wird in die ganze Welt exportiert. Für den europäischen Markt ist die Tochter Mahou-San Miguel verantwortlich.

Ausstoß: 16,3 Millionen Hektoliter

Quelle: Barth-Haas Group, alle Zahlen für 2016

Platz 14: Tempo Beer Industries
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Verwechslungsgefahr: Die größte israelische Brauerei ist auf keine Weise mit dem gleichnamigen Papiertaschentuch-Hersteller verwandt. Im Jahr 1985 erwarb man mittels einer Fusion die alleinigen Produktionsrechte an der Marke Goldstar – die meistverkaufte Biersorte in Israel. Die Geschichte des als koscher zertifizierten Bieres reicht bis in die 1950er-Jahre zurück. Die britische Musikgruppe Duran Duran honorierte die Marke im Jahr 1981 mit einer Nennung zu Beginn des Lieds „Tel Aviv“: „The afternoon, it's one maybe two - Sipping away my last gold star, not so much to do.“

Ausstoß: 18 Millionen Hektoliter

Platz 13: Efes
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Der seit 1969 tätige Marktführer der Türkei nennt sich Anadolu Efes Biracılık ve Malt Sanayii A.Ş. Neben türkischen Brauereien betreibt der Getränkekonzern zahlreiche Standorte in Russland, Kasachstan und weiteren osteuropäischen Staaten. Das Efes Pilsen ist die meistverkaufte Marke des Herstellers.

Ausstoß: 19,5 Millionen Hektoliter

Platz 12: Constellation Brands
4 von 15

Der Ursprung des US-amerikanischen Produzenten und Vermarkters von alkoholischen Getränken liegt ausnahmsweise nicht im Biergeschäft. Im Jahr 1945 wurde Constellation als Weinerzeuger gegründet und ist gemessen an der Menge noch heute der weltgrößte Produzent in der Branche. Aber auch mit dem Bier konnte ein festes Standbein etabliert werden. Im Rahmen einer Übernahme der mexikanischen Grupo Modelo durch AB Inbev musste die Brauereigruppe die Markenrechte verkaufen. Constellation erwarb diese für fast 5 Milliarden Dollar – zu den Marken gehört unter anderem Corona.

Ausstoß: 21 Millionen Hektoliter

Platz 11: Petrópolis
5 von 15

Was hat das urbayerische Kloster Weltenburg mit der zweitgrößten Brauereigruppe Brasiliens zu tun? Die Benediktinerabtei bezeichnet sich selbst als „älteste Klosterbrauerei der Welt“ – Aufzeichnungen belegen, dass in Weltenburg bereits im Jahr 1050 Bier hergestellt wurde. Nur 960 Jahre später erwarb Petrópolis die Lizenz zur Produktion des Weltenburgers. Die brasilianische Privatbrauerei ist weiterhin für Marken wie Itaipava, Crystal und Black Princess verantwortlich.

Ausstoß: 21,4 Millionen Hektoliter

Platz 10: Groupe Castel
6 von 15

Im Jahr 1949 gründete der Franzose Pierre Castel die nach ihm benannte Brauerei – und gibt die Leitung des Unternehmens bis heute nicht aus Familienhand. Castel ist nicht nur führender Weinproduzent in Europa, sondern setzt vor allem auf ein starkes Getränkegeschäft in Afrika.

Ausstoß: 32,9 Millionen Hektoliter

Platz 9: Kirin
7 von 15

Der japanische Brauereikonzern pflegt eine lange Tradition. Seit 1885 ist Kirin im Geschäft, agiert heutzutage allerdings als Teil der Mitsubishi-Gruppe. Die gleichnamige Biermarke lässt sich auch hierzulande bei so gut wie jedem Japaner bestellen. Neben der Produktion von Ichiban Shibori, der zweiten in Japan sehr beliebten Marke, übernimmt der Konzern auch den Vertrieb einiger ausländischer Biere wie Budweiser und Heineken.

Ausstoß: 42,5 Millionen Hektoliter

  • dpa
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  • „Du trinkst zu wenig" – wie die Brauereien zu kämpfen haben
    Wir vom "Hessischen Trinkerverband" fordern seit Jahren das Schulbier. Es kräftigt und macht nicht blöd und dick.

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