Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Kommentar Das Werbeverbot für Tabak muss endlich auch Plakatwände umfassen

Die Selbstverpflichtung der Branche reicht nicht: Es wird Zeit, dass Tabakwerbung in jeder Form verboten wird. Das kann klappen – auch wegen Volker Kauder.
13.11.2018 - 16:40 Uhr Kommentieren
Gerade solche vermeintlich harmlosen Produkte können Nichtraucher zum Einstieg in die Nikotinabhängigkeit verleiten, behauptet der Autor. Quelle: picture alliance / Robert Schles
Tabakerhitzer iQos

Gerade solche vermeintlich harmlosen Produkte können Nichtraucher zum Einstieg in die Nikotinabhängigkeit verleiten, behauptet der Autor.

(Foto: picture alliance / Robert Schles)

Schon die Einladung zur Launch-Party des neusten Modells des Tabakerhitzers iQos war für Philip Morris am Mittwoch schwierig. Schließlich durfte das „Event“ trotz geladener Promigäste wie Til Schweiger nicht wie eine Werbeveranstaltung aussehen. Denn Tabakwerbung ist verboten – fast jedenfalls.

Deutschland leistet sich einen beschämenden Anachronismus in der EU: Außer in Deutschland ist nur noch in Bulgarien Plakatwerbung für Tabak erlaubt. Doch damit könnte es bald vorbei sein – ein Nebeneffekt der überraschenden Abwahl Volker Kauders als CDU-Fraktionschef. Der Politiker galt als Bollwerk gegen eine Verschärfung der Werbeverbote.

Sein Nachfolger Ralph Brinkhaus hat bereits angekündigt, die Diskussion neu eröffnen zu wollen. Zu Recht. Denn die Selbstverpflichtung der Branche, nur bestehende Raucher ansprechen zu wollen, funktioniert nicht. Die aktuelle Kampagne der Marke „Benson & Hedges“ etwa macht unter dem Slogan „Draußen mittendrin“ offensiv aus der Not der Raucher, vor der Tür von Kneipen und Klubs rauchen zu müssen, eine Tugend.

Sie wirbt so fürs Rauchen an sich, weniger für die spezifische Marke. Auch das Argument, weitere Werbeverbote für ein an sich legales Produkt böten das Einfallstor für immer neue Werbeverbote bis hin zu gezuckerten Lebensmitteln, ist wenig überzeugend.

Top-Jobs des Tages

Jetzt die besten Jobs finden und
per E-Mail benachrichtigt werden.

Standort erkennen

    Philip-Morris-Deutschlandchef Markus Essing fordert, risikoärmere neue Produkte wie iQos für eine beschränkte Zeit von einzelnen Werbeverboten auszunehmen, um den winzigen Marktanteil von einem halben Prozent auszubauen und einen Anreiz für Forschung an Alternativen zu geben.

    Allerdings: Gerade solche vermeintlich harmlosen Produkte können Nichtraucher zum Einstieg in die Nikotinabhängigkeit verleiten. Zudem sind ihre Risiken nach Meinung vieler Krebsforscher noch nicht ausreichend beleuchtet. Statt Lockerung ist es an der Zeit, die Plakatwerbung für Rauchprodukte komplett zu untersagen.

    Startseite
    Mehr zu: Kommentar - Das Werbeverbot für Tabak muss endlich auch Plakatwände umfassen
    0 Kommentare zu "Kommentar: Das Werbeverbot für Tabak muss endlich auch Plakatwände umfassen"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    Zur Startseite
    -0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%