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Kompromiss nicht in Sicht Gericht muss Streit um Media-Saturn schlichten

Der verbale Krieg lief über Jahre, zuletzt über konkurrierende Stellenausschreibungen. Nun soll ein Gericht über die Bestellung eines neuen Geschäftsführers für Media-Saturn entscheiden.
22.07.2014 Update: 22.07.2014 - 16:45 Uhr Kommentieren
Wird er sich mit seiner unkonventionellen Art durchsetzen? Erich Kellerhals, Minderheitseigentümer der Media-Saturn-Holding, platzierte zuletzt Stellenanzeigen entgegen der Gesellschaftsentscheidungen. Quelle: dpa

Wird er sich mit seiner unkonventionellen Art durchsetzen? Erich Kellerhals, Minderheitseigentümer der Media-Saturn-Holding, platzierte zuletzt Stellenanzeigen entgegen der Gesellschaftsentscheidungen.

(Foto: dpa)

Ingolstadt Das Landgericht Ingolstadt entscheidet erst Mitte August über den Führungsstreit bei der Metro-Tochter MediaSaturn. Der Minderheitseigentümer Erich Kellerhals will vor Gericht verhindern, dass Metro-Vorstand Pieter Haas auch als Geschäftsführer von Europas größten Elektronikketten arbeiten darf.

Haas wurde von der Metro in die Führung von MediaSaturn entsandt, um die Neuausrichtung der Elektronik-Kette voranzutreiben, nachdem der vorherige Chef, Horst Norberg, Anfang Mai zurückgetreten war. Über den Erlass einer einstweiligen Verfügung werde das Gericht am 14. August entschieden, sagte ein Sprecher am Dienstag.

Kellerhals wehrt sich gegen die Berufung von Haas, war aber unter anderem auf einer Gesellschafterversammlung unterlegen. Die Metro Group hält 78 Prozent der Anteile an MediaSaturn, der Media-Saturn-Mitgründer Erich Kellerhals etwa 22 Prozent, verfügt aber über etliche Mitspracherechte. Beide Seiten streiten seit längerem darüber, wer von ihnen das Sagen bei dem Unternehmen hat.

Eine Metro-Sprecher sagte, man habe in der Verhandlung den Eindruck gewonnen, dass das Gericht eher der Einschätzung des Düsseldorfer Konzerns folgen könnte. Das stimme Metro zuversichtlich, sagte der Sprecher. „Wir bedauern sehr und beobachten mit großer Sorge, dass Herr Kellerhals abermals den Rechtsstreit bemüht und offenkundig nicht die Interessen des Unternehmens in den Vordergrund stellt.“

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    Seit langem überziehen sich beide Seiten mit Vorwürfen, Beschuldigungen und juristischen Verfahren. Abseits davon gibt es aber Bemühungen, den Streit beizulegen. Nach Angaben aus dem Umfeld des Unternehmens prüfen die Metro und Kellerhals alle Möglichkeiten.

    • dpa
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