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Konjunkturflaute Einzelhändler vor Weihnachtsgeschäft skeptisch

Vor dem wichtigen Weihnachtsgeschäft sind Einzelhändler pessimistisch: In den USA senken Wal-Mart und eBay ihre Umsatzprognosen. Carrefour und Nestle spüren geringere Kauflaune in Europa.
16.10.2014 - 14:56 Uhr Kommentieren
Im Weihnachtsgeschäft erzielen viele Einzelhändler einen Großteil ihrer Umsätze. Quelle: dpa

Im Weihnachtsgeschäft erzielen viele Einzelhändler einen Großteil ihrer Umsätze.

(Foto: dpa)

Berlin Die größten Einzelhändler der Welt bekommen die Konjunkturflaute in vielen Ländern immer stärker zu spüren. Für das Gesamtjahr und das wichtige Weihnachtsgeschäft sind die Firmen zunehmend pessimistisch – im klassischen Handel wie auch im Internet. So senkten jetzt der Branchenprimus Wal-Mart sowie der Online-Handelsriese eBay die Geschäftsprognosen.

Diese Woche hat bereits ein überraschender Umsatzrückgang aller US-Einzelhändler im September die Konjunktursorgen vieler Anleger verstärkt und für einen Kurssturz an den Börsen gesorgt. In Europa ist die Lage nicht besser. Hier leidet der Handelsriese Carrefour darunter, dass besonders Spanier und Italiener ihr Geld zusammenhalten.

Wal-Mart – der weltgrößte Einzelhändler mit einem Jahresumsatz von zuletzt 473 Milliarden Dollar – rechnet nun nur noch mit einem Einnahmeplus von zwei bis drei Prozent. Zuvor war für das laufende Geschäftsjahr bis Ende Januar 2015 von mindestens drei Prozent die Rede gewesen.

Noch trüber sieht es auf vergleichbarer Basis aus, also ohne neu eröffnete Läden. Hier gibt es seit eineinhalb Jahren stagnierende oder sogar rückläufige Werte. Das Management erklärte die Prognosesenkung vor allem mit dem deutlich gestiegenen Dollar, der das Auslandsgeschäft belastet. Auch weniger staatlichen Hilfen für Bedürftige in den USA, etwa in Form von Lebensmittelmarken, wirkten sich negativ aus. Mindestens 20 Prozent der Wal-Mart-Kunden sind auf solche Unterstützungen angewiesen.

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    eBay legte unterdessen erstmals nach der angekündigten Abspaltung von PayPal Quartalszahlen vor. Während der Finanzdienst rasant wächst, leidet der Handelsbereich noch immer unter den Folgen eines massiven Hackerangriffs, der viele Kunden verunsichert hat. Im Mai mussten eBay-Kunden weltweit ihre Passwörter ändern.

    Um die negativen Einflüsse auf Umsatz und Ergebnis zu stoppen, erhöht eBay die Marketingausgaben. Dennoch rechnet der US-Konzern im Gesamtjahr nur noch mit einem Umsatz von 17,85 bis 17,95 Milliarden Dollar. Bislang hatte eBay 18 bis 18,3 Milliarden Dollar erwartet.

    Aktionäre reagieren mit massiven Verkäufen
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