Konkurrenz der Discounter Aldi kippt den Tesco-Chef

Die britische Einzelhandelskette Tesco ist auf dem heimischen Markt unter Druck geraten. Deutsche Discounter machen dem Konzern das Leben schwer. Nun soll ein neuer Chef die Wende bringen.
Update: 21.07.2014 - 11:02 Uhr Kommentieren
Bisher hängen dunkle Wolken über Tesco. Kann der neue Manager Dave Lewis für Aufhellung sorgen? Quelle: Reuters

Bisher hängen dunkle Wolken über Tesco. Kann der neue Manager Dave Lewis für Aufhellung sorgen?

(Foto: Reuters)

CheshuntDer Preiskampf mit Discountern wie Aldi und Lidl kostet den Chef des führenden britischen Einzelhändlers Tesco seinen Job. Der Konzern erklärte am Montag den Rücktritt von Philip Clarke. Zuvor hatte Tesco einräumen müssen, die schwache Geschäftsentwicklung nicht aufhalten zu können. Die Lage sei seit dem Zwischenbericht von Anfang Juni noch schwieriger geworden. Umsatz und Gewinn im ersten Halbjahr blieben hinter den Erwartungen zurück.

„Philip Clarke stimmt dem Verwaltungsrat zu, dass nun der richtige Zeitpunkt ist, an einen neuen Chef mit frischen Ideen zu übergeben“, teilte der Vorsitzende des Gremiums mit. Am 1. Oktober soll nun der Unilever -Manager Dave Lewis die Führung von Tesco übernehmen. Er gilt als Restrukturierungs-Spezialist.

Wer Aldi und Lidl herausfordert
dollartree
1 von 10

Platz 10 - Dollar Tree (USA) - 6,1 Milliarden Euro Umsatz

Der US-Discounter folgt einem einfachen Konzept: Nichts kostet mehr als einen Dollar. Damit wächst der Umsatz rasant. Allein 2012 hat Dollar Tree 345 neue Märkte eröffnet. Bisher konzentriert sich das Unternehmen aber auf die USA und Kanada.

800px-Rema_1000_i_Vetlandsveien_68
2 von 10

Platz 9 - Rema 1000 (Norwegen) - 6,58 Milliarden Euro Umsatz

Gründer Odd Reitan ist soetwas wie der Theo Albrecht Skandinaviens. In seinen einfach eingerichteten Märkten verkaufte er 500 Artikel, deshalb taufte er seinen ersten Supermarkt Reitan Mart 500. Mit der Produktpalette wuchs auch die Zahl der Filialen in Norwegen, Dänemark und Schweden.

Ruda_Śląska,_Sklep_Biedronka_-_fotopolska
3 von 10

Platz 8 - Biedronka (Polen) - 7,25 Milliarden Euro Umsatz

Die größte Supermarktkette Polens hat zwar polnische Wurzeln, ist aber seit 1998 nach der Übernahme durch Jerónimo Martins fest in portugiesischer Hand. Der Name bedeutet übersetzt Marienkäfer.

Family_dollar_pic
4 von 10

Platz 7 - Family Dollar (USA) - 7,64 Milliarden Euro Umsatz

Als der erste Markt in Charlotte, North Carolina, seine Pforten öffnete, war Gründer Leon Levine gerade 21 Jahre alt. Mittlerweile ist sein Unternehmen auf 7.100 Filialen angewachsen. 90 Prozent aller Artikel kosten weniger als 10 Dollar.

Caudry_-_Supermarché_Dia
5 von 10

Platz 6 - Dia (Spanien) - 11,67 Milliarden Euro Umsatz

In Deutschland machte der spanische Discounter Schlagzeilen, weil er 2013 die spanischen Filialen von Schlecker übernahm. International ist der Konzern breit aufgestellt. Dia-Filialen gibt es in Argentinien, Brasilien, Griechenland und in der Türkei. In Portugal firmiert der Konzern unter dem Namen Minipreço, in Frankreich unter dem Namen Ed.

PENNYLogo_klein_neu
6 von 10

Platz 5 - Penny Markt (Deutschland) - 11,84 Milliarden Euro Umsatz

Der Discounter der Rewe Gruppe verpasste sich Anfang 2012 ein neues Logo. Neben dem deutschen Markt ist das Unternehmen auch in Italien, Ungarn, Rumänien, Bulgarien, Tschechien und Österreich aktiv.

2008-11-12_Dollar_General_in_Durham
7 von 10

Platz 4 - Dollar General (USA) - 13,11 Milliarden Euro Umsatz

Um satte zwei Milliarden Euro konnte Amerikas größte Discounterkette ihren Umsatz im Jahr 2012 steigern. In den USA betreibt das Unternehmen über 10.000 Läden. Vor allem in kleinen US-Gemeinden, die von den Handelsriesen ignoriert werden, zeigt das Unternehmen Präsenz.

Im Heimatmarkt setzt Tesco vor allem bei Lebensmitteln die Billigkonkurrenz von Aldi und Lidl zu. Da die Konjunkturerholung bislang kaum in Form von steigenden Löhnen bei den Verbrauchern ankommt, erledigen diese ihren Einkauf zunehmend bei Discountern. Während die vier großen Ketten Tesco, die Wal-Mart -Tochter Asda, Sainsbury sowie Morrissons Umsatz verlieren, verzeichnen Aldi und Lidl deutliche Wachstumsraten. Tesco hatte im ersten Geschäftsquartal den größten Rückgang seit Jahrzehnten erlitten, wie Konzernchef Clarke, der seit drei Jahren an der Spitze des Unternehmens ist, erklärte. In seiner 40 Jahre langen Karriere bei Tesco könne er sich nicht an ein schwächeres Quartal erinnern.

Die Anleger an der Börse reagierten mit Erleichterung auf den Abgang von Clarke. Tesco-Aktien legten um 1,7 Prozent zu. „Das ermöglicht dem Unternehmen einen Neuanfang“, sagte ein Händler.

Die wichtigsten Neuigkeiten jeden Morgen in Ihrem Posteingang.
  • rtr
Startseite

Mehr zu: Konkurrenz der Discounter - Aldi kippt den Tesco-Chef

0 Kommentare zu "Konkurrenz der Discounter: Aldi kippt den Tesco-Chef"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%