Konkurrenz durch Aldi & Co. Sainsbury warnt vor „herausforderndem“ Jahr

Selbst zur weihnachtlichen Haupthandelszeit konnte die britische Supermarktkette ihren Umsatzrückgang nicht stoppen. Sainsbury sieht sich selbst vor einem schwierigen Jahr. Der Grund dafür kommt aus Deutschland.
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Der Umsatz von Sainsbury geht weiter zurück. Die britischen Supermarktkette konnte selbst von Weihnachtseinkäufen nur wenig profitieren. Quelle: AFP

Der Umsatz von Sainsbury geht weiter zurück. Die britischen Supermarktkette konnte selbst von Weihnachtseinkäufen nur wenig profitieren.

(Foto: AFP)

DüsseldorfIn der Woche vor Weihnachten schaffte Sainsbury einen neuen Rekord: 29,5 Millionen Konsumenten kauften bei der britischen Supermarktkette ein, so viele wie nie zuvor. Doch zu Feierlichkeiten ist bei dem Unternehmen trotzdem niemandem zumute. Denn in den zwei Wochen bis zum 3. Januar sank der Umsatz um 1,7 Prozent. Dies ist gewöhnlich die weihnachtliche Haupthandelszeit in England. Nun spricht Sainsbury selbst von „herausfordernden“ Aussichten für das laufende Bilanzjahr.

Nachweihnachtliche Hoffnung macht jedoch der Vergleich mit dem Vorjahr. Sainsbury konnte seinen Gewinnrückgang demnach etwas verlangsamen. Damals war der Absatz um 2,8 Prozent zurückgegangen. Analysten hatten für dieses Jahr sogar einen noch höheren Schwund erwartet. „Im derzeitigen Umfeld ist es ein vernünftiges Abschneiden“, sagte der Analyst Bryan Roberts von Kantar Retail der Nachrichtenagentur Bloomberg. Sainsbury erwartet nun für das laufende Jahr, dass die Verkäufe im vierten Quartal ähnlich aussehen werden wie im ersten Halbjahr.

Der Umsatz pro Supermarkt sinkt bei Sainsbury seit vier Quartalen in Folge. Der Grund dafür kommt aus Deutschland: Wie auch der britische Konkurrent Tesco leidet Sainsbury unter der zunehmenden Beliebtheit der deutschen Discounter Aldi und Lidl auf der Insel.

Um Kunden zurückzugewinnen, will Sainsbury nun die Preise von mehr als 700 Produkten senken – von Butter bis Würstchen. Diese Strategie ist Teil eines Investments von 150 Millionen Pfund. Auch Wal Mart reagiert auf die deutschen Discounter und will seine Produkte ebenfalls günstiger anbieten. Dort redet man von einer Summe von 300 Millionen Pfund. „Der britische Lebensmittelmarkt bleibt wettbewerbsintensiv“, sagte der Analyst John Kershaw von Exane BNP Paribas. Aldi und Lidl sei Dank.

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