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Konkurrenzkampf in USA Adidas macht Nike zu schaffen

Der weltgrößte Sportkonzern hat die Erwartungen der Analysten im jüngsten Quartal übertroffen. Doch ausgerechnet auf dem Heimatmarkt USA stagniert das Geschäft des Turnschuh-Herstellers. Das liegt vor allem am deutschen Rivalen Adidas.
29.06.2017 - 23:04 Uhr Kommentieren

Überraschungs-Sprint: Nike lässt Skeptiker staunen

Beaverton/München Es klingt fast schon trotzig: „Nike ist ein Wachstumsunternehmen“ lautet die Schlagzeile auf der Investor-Relations-Homepage des weltgrößten Turnschuh-Herstellers. Gerade so, als müsste das den Investoren immer wieder ins Gedächtnis gerufen werden.

Es stimmt ja, die wichtigste Sportmarke der Welt wächst. Im abgelaufenen vierten Quartal des Geschäftsjahrs, das am 31. Mai zu Ende ging, kletterte der Umsatz um fünf Prozent auf 8,7 Milliarden Dollar, umgerechnet 7,6 Milliarden Euro. Zu konstanten Wechselkursen hätte das Plus sogar sieben Prozent betragen. Und der Gewinn schoss um fast ein Fünftel auf gut eine Milliarde Dollar in die Höhe (874 Millionen Euro).

Die größten Sportartikelhersteller der Welt
Platz 9: Billabong
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Die australische Sportmodefirma ist vor allem als Surf-Marke bekannt, stellt aber auch Produkte unter anderem für Skater und Snowboarder her. Die börsennotierte Firma machte 2015 einen Jahresumsatz von 0,7 Milliarden Euro. (Geschäftsjahr endete am 30.6.2015)
Quelle: Unternehmensangaben

(Foto: dpa)
Platz 8: Columbia Sportswear
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Die Columbia Sportswear Company wurde 1938 in als Columbia Hat Company von dem aus Deutschland geflohenen Textilfabrikant Paul Lamfrom gegründet. Mittlerweile sind die US-Amerikaner vor allem für Outdoorkleidung und Skimode bekannt. 2015 verzeichnete Columbia Sportswear einen Rekordumsatz von 2,1 Milliarden Euro.

(Foto: Wikipedia Gemeinfrei)
Platz 7: Asics
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„Eine gesunde Seele in einem gesunden Körper“ – das ist die Übersetzung des berühmten lateinischen Spruchs: „Anima Sana in Corpore Sano“, abgekürzt Asics. Trotz Wahlspruch in Latein: Der weltweit bekannte Sportschuh- und Bekleidungshersteller ist ein japanischer Konzern. 2015 machte er einen Umsatz von 3,3 Milliarden Euro.

(Foto: dpa - picture-alliance)
Platz 6: Puma
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1948 gründete Rudolf Dassler die Puma Rudolf Dassler Schuhfabrik in Herzogenaurach. Zuvor hatte er sich mit seinem Bruder Adolf zerstritten, der seine eigene Firma gründete: Adidas. Seit 2007 befindet sich Puma mehrheitlich im Besitz des französischen Konzerns Kering – 2015 verbuchte der Sportartikelhersteller einen Umsatz von 3,4 Milliarden Euro.

(Foto: dpa)
Platz 5: New Balance
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In den 70er-Jahren kaufte der immer noch als CEO aktive Milliardär James Davis den Laufschuhexperten New Balance. Er baute das hauptsächlich durch Mundpropaganda und Fachmessen bekannte Unternehmen zu einem Sportartikelhersteller von Weltrang aus. 2015 machte der im US-amerikanischen Boston ansässige Konzern einen Umsatz von 3,4 Milliarden Euro.

(Foto: Petar Milošević CC-BY-SA 3.0)
Platz 4: Under Armour
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Der US-amerikanische Sportartikelhersteller machte sich als Marke für Kampfsportbekleidung und Thermo-Sportunterwäsche einen Namen. Auch im deutschen Fußball ist Under Armour aktiv: Von der Saison 2008/09 bis 2011 war der Konzern offizieller Ausrüster von Hannover 96, seit 2016/17 ist er Ausrüster des Zweitligisten FC St. Pauli. 2015 machte das Unternehmen, das bisweilen für seine Nähe zum US-Verteidigungsministerium und seine Kooperation mit Jägern in der Kritik steht, einen Umsatz von 3,7 Milliarden Euro.

(Foto: Reuters)
Platz 3: VF Corporation
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Die US-Amerikaner sind einer der größten Bekleidungshersteller der Welt und Marktführer unter anderem bei Jeanshosen. Unter dem Dach des Konzerns vereinen sich Marken wie beispielsweise Eastpak und der Outdoor-Spezialist The North Face. Das Unternehmen machte 2015 einen Umsatz von 11,4 Milliarden Euro.

(Foto: dpa - picture alliance)

Trotzdem steht Nike-Chef Mark Parker unter Druck. Denn ausgerechnet auf dem Heimatmarkt Amerika stagnierte das Geschäft im letzten Quartal. Der Umsatz lag bei rund 3,75 Milliarden Dollar (3,3 Milliarden Euro), nur unwesentlich mehr als im Vorquartal. Auf dem wichtigsten Sportmarkt der Welt liegt das Label mit dem berühmten „Swoosh“-Logo damit zwar unangefochten vorne. Aber der deutsche Rivale Adidas ist in den USA derzeit sehr viel dynamischer unterwegs. Die Marke mit den drei Streifen steigerte ihren Umsatz in Nordamerika im ersten Quartal um mehr als ein Drittel auf knapp eine Milliarde Euro.

Dass es insgesamt im vergangenen Quartal dennoch aufwärts ging bei Nike, lag vor allem daran, dass die Chinesen so beherzt zu den Schuhen und Shirts der Marke gegriffen haben. Auch in anderen Schwellenländern zogen die Erlöse beträchtlich an.

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    Mit einem Jahresumsatz von 34,4 Milliarden Dollar (30 Milliarden Euro) liegt Nike zwar weit vor dem Konkurrenten Adidas. Die Franken kamen zuletzt auf rund 19 Milliarden. Zudem ist Nike ungleich profitabler, die Firma aus Oregon erzielt in einem Quartal fast so viel Gewinn wie Adidas im ganzen Jahr. Doch Adidas ist derzeit eben besser in Fahrt. Erst Mitte des Monats hat Parker daher angekündigt, Nike tiefgreifend umzubauen.

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