Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Konsumgüter Nivea schwächelt, Tesa in der Krise – Beiersdorf in der Blitzanalyse

Der Konsumgüterhersteller Beiersdorf hat ein schwieriges erstes Quartal hinter sich. Dennoch will der Konzern an seinen Investitionen festhalten.
05.05.2020 - 08:31 Uhr Kommentieren
Nivea schwächelt, Tesa in der Krise – Beiersdorf-Umsatz sinkt Quelle: Reuters
Nivea in der Krise

Der Umsatz mit der Beiersdorf-Marke ist leicht gesunken.

(Foto: Reuters)

Düsseldorf Der Kosmetikkonzern aus Hamburg hat seine Zahlen für das erste Quartal 2020 vorgelegt. Das sind die wichtigsten Fakten:

  • Der Umsatz des Dax-Konzerns ist in den Monaten Januar bis März 2020 im Vorjahresvergleich organisch um 3,6 Prozent auf nun 1,91 Milliarden Euro gesunken.
  • Der Umsatz der Konsumgütersparte (Nivea, Eucerin, La Prairie) schrumpfte um 3,3 Prozent, die Klebstofftochter Tesa sogar um 4,1 Prozent.
  • Beiersdorf hat seine Prognose für die Geschäftsentwicklung 2020 bereits zurückgenommen und gibt auf Grund der Coronakrise keine neue Einschätzung ab.

Das fällt positiv auf

Wachstum mit dermatologischer Hautpflege: Im Bereich Konsumgüter erzielte der Konzern gegen den Trend mit seinen dermatologischen Hautpflegemarken Eucerin und Aquaphor ein Umsatzplus von 11,5 Prozent. Der Bereich Healthcare – im Wesentlichen das Pflastergeschäft – wuchs um 10,1 Prozent. Im Heimatmarkt Deutschland konnte Beiersdorf gegen den Trend in Westeuropa wachsen, und vor allem getrieben durch starke Entwicklungen in Russland und Polen legte das Wachstum auch in Osteuropa zu.

Wachstum mit Sonnenschutz: Auch in der Region Amerika steht nach dem ersten Quartal organisch ein Umsatzplus von 10,6 Prozent auf nun 337 Millionen Euro. Auf Grund der Akquisition der US-Sonnencrememarke Coppertone 2019 legte das Geschäft auf dem größten Sonnenschutzmarkt nominal um 26,5 Prozent zu. In Lateinamerika wuchs der Umsatz, stark getrieben durch Nachfrage in Brasilien und Chile, um 18,9 Prozent.

Top-Jobs des Tages

Jetzt die besten Jobs finden und
per E-Mail benachrichtigt werden.

Standort erkennen

    Stabile Vermögens- und Finanzlage: Mit einer starken Bilanz und einer hohen Nettoliquidität von mehr als vier Milliarden Euro sieht sich Beiersdorf „gut aufgestellt für die Herausforderungen der COVID-19-Krise“.

    Das fällt negativ auf

    Absatz von Luxusprodukten bricht ein: Der Umsatz mit der Luxushautpflegemarke La Prairie, von der ein Tiegel dreistellige Euro-Beträge kostet und die vor allem in Asien und bei Reisenden an Flughäfen Absatz findet, ist regelrecht eingebrochen. Nachdem der Umsatz 2019 im Jahresschnitt noch um 20 Prozent zugelegt hatte, steht hier im ersten Quartal ein Minus von 35,8 Prozent.

    Klebstoffgeschäft in Asien leidet: Im Unternehmensbereich Tesa schrumpfte das Geschäft des Konzerns organisch um 5,1 Prozent. Nachdem bereits in den vergangenen Quartalen vor allem das Geschäft mit Klebstoffen für die Autoindustrie in Nordamerika gelitten hatte, schlägt sich die Coronakrise nun weltweit auf den Absatz mit Industrieklebstoffen durch. Deutlich litt das Geschäft mit Klebstoffen für die Elektronikindustrie, zum Beispiel Smartphones, in Asien: In der Region Afrika/Asien/Australien sackte der Umsatz, der im Vorjahr knapp ein Drittel zum Gesamtergebnis beitrug, organisch um 15 Prozent von 104 auf 88 Millionen Euro ab.

    Was jetzt passiert

    Investitionen trotz Krise: Konzernchef Stefan de Loecker will die Ziele seines auf Wachstum und Digitalisierung ausgelegten Strategieprogramms Care+ beibehalten: „Auch unter großen, wirtschaftlichen Herausforderungen halten wir strategisch unseren Kurs und investieren.“ Er stellt auch klar, dass die Fundamente von Beiersdorf „stark genug“ seien, „um diese beispiellose Krise zu meistern und langfristig gestärkt aus ihr hervorgehen zu können“.

    Beiersdorf will keine Prognose abgeben: De Loecker sagt aber auch: „Covid-19 verändert als globale Krise unser Leben und unsere Arbeit radikal.“ Die wirtschaftlichen Auswirkungen der Coronakrise seien derzeit nicht hinreichend abzuschätzen. Beiersdorf gibt daher keine neuerliche Prognose ab.

    Mehr: Nivea-Hersteller Beiersdorf beschließt Sparpaket

    Startseite
    Mehr zu: Konsumgüter - Nivea schwächelt, Tesa in der Krise – Beiersdorf in der Blitzanalyse
    0 Kommentare zu "Konsumgüter: Nivea schwächelt, Tesa in der Krise – Beiersdorf in der Blitzanalyse"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    Serviceangebote
    Zur Startseite
    -0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%