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Konsumgüterbranche Henkel streicht seine Prognose für das Geschäftsjahr

Der Düsseldorfer Konzern kann derzeit keine verlässliche Prognose für 2020 treffen. Vor allem das Klebstoff-Geschäft bricht im ersten Quartal ein.
07.04.2020 - 19:02 Uhr Kommentieren
Der Vorstandschef gab sich hoffnungsvoll, diese „Krise bestmöglich zu bewältigen und gestärkt aus ihr hervorzugehen“. Quelle: dpa
Carsten Knobel

Der Vorstandschef gab sich hoffnungsvoll, diese „Krise bestmöglich zu bewältigen und gestärkt aus ihr hervorzugehen“.

(Foto: dpa)

Düsseldorf Die Corona-Pandemie trifft auch den Düsseldorfer Henkel-Konzern hart. Er streicht seine bisherigen Ziele für das neue Geschäftsjahr. „Da die Covid-19-Pandemie weltweite Auswirkungen hat und in ihrer weiteren Entwicklung nicht absehbar ist, können wir derzeit keine verlässlichen Prognosen für unsere Geschäftsentwicklung im Jahr 2020 treffen“, sagte Vorstandschef Carsten Knobel in einer Pressemitteilung am frühen Dienstagabend.

Anfang März noch hatte Knobel ein organisches Wachstum zwischen zwei und vier Prozent und ein Wachstum des bereinigten Ergebnisses je Vorzugsaktie im mittleren bis hohen einstelligen Prozentbereich als mittel- bis langfristige Ziele angekündigt.

Er gab sich nun aber hoffnungsvoll, dass es dem Klebstoff-, Waschmittel- und Beauty-Care-Konzern gelingen werde, diese „Krise bestmöglich zu bewältigen und gestärkt aus ihr hervorzugehen“. Er verwies auf „die starke Bilanz“ von Henkel.

Bereits im ersten Quartal sank der organische Umsatz des Konzerns – also ohne Zukäufe – nach vorläufigen Zahlen um 0,9 Prozent. Vor allem der Umsatz des wichtigsten Unternehmensbereichs Klebstoffe sank deutlich um 4,1 Prozent. Da bekam Henkel die nachlassende Nachfrage aus der Autoindustrie zu spüren.

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    Dieser Trend machte sich auch schon im vergangenen Jahr bemerkbar. Außerdem sank 2019 die Nachfrage aus der Elektronik- und der Flugzeugbranche. Für Henkel ist das Geschäft mit Industrieklebstoffen enorm wichtig. In der Öffentlichkeit bekannt sind hingegen eher Konsumentenmarken wie Pritt oder Pattex.

    Erste Bewährungsprobe für Carsten Knobel

    Weiterhin schlecht läuft es auch in der kleinsten Sparte Beauty-Care mit Marken wie Schauma oder Syoss. Der organische Umsatz sank nach vorläufigen Zahlen um 3,9 Prozent. Da sank der Umsatz ausgerechnet im profitablen Geschäft mit Friseuren, weil die wegen der Coronakrise schließen mussten. Als „stabil“ bezeichnet Henkel hingegen das Geschäft mit Körperpflegeprodukten im Einzelhandel.

    Die Sparte Waschmittel und Haushaltspflege konnte hingegen mit 5,5 Prozent deutlich wachsen. Die Rücknahme der bisherigen Prognose ist für Carsten Knobel die erste große Bewährungsprobe. Er war erst im Januar dieses Jahres als Vorstandschef angetreten, um das Traditionsunternehmen wieder auf einen langfristig profitablen Kurs zu führen.

    Er hatte angekündigt, sich von Marken und Umsatz im Beauty-Care-Geschäft zu trennen. Die erste Bilanzpressekonferenz stand bereits im Zeichen von Corona. Sie fand nicht, wie geplant, vor Investoren in London, sondern in der Konzernzentrale in Düsseldorf ohne Publikum statt.

    Henkel reagiere in allen Unternehmensbereichen und Funktionseinheiten mit gezielten Maßnahmen auf die Krise, die durch die Covid-19-Pandemie ausgelöst wurde, teilte der Konzern mit. Der Vorstand warnte aber auch, dass derzeit nicht abzusehen sei, über welchen Zeitraum und in welchem Ausmaß Henkel mit weiteren Beeinträchtigungen im Gesamtjahr 2020 konfrontiert werde – und inwieweit diese durch Gegenmaßnahme ausgeglichen werden können.

    Mehr: Knobel räumt bei Henkel auf: Marken und Produktkategorien sollen verkauft werden.

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