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Konsumgüterhersteller

Produkte von Procter & Gamble hat 4,8 Milliarden Kunden weltweit.

Konsumgüterhersteller Mit diesen Marken macht Procter & Gamble den größten Gewinn

Procter & Gamble beeinflusst mit seinen Produkten unser Leben. Denn 65 Marken in den Supermarkt- und Drogerieregalen gehören zu P&G. Diese solltest du kennen.
30.07.2019 - 16:09 Uhr Kommentieren

Dieser Artikel ist am 30. Juli 2019 bei Orange - dem jungen Portal des Handelsblatts - erschienen.

Quizfrage: Was haben Head & Shoulders, Pampers, Braun, Oral-B, Ariel und Meister Proper gemeinsam? Sie gehören alle zum selben Unternehmen! Willkommen in der Welt von Procter & Gamble, dem zweitgrößten Konsumgüterhersteller der Welt – nach Nestlé.

Mehr als 4,8 Milliarden Menschen nutzen jährlich Produkte von P&G. Wir nehmen die neuesten Geschäftszahlen mal zum Anlass, dir diesen Riesen näherzubringen.

Zu P&G gehören laut Unternehmens-Webseite mehr als 60 Marken aus zehn verschiedenen Kategorien. Die alle aufzuzählen wäre zu viel. Daher konzentrieren wir uns hier auf die wichtigsten Produkte auf dem deutschen Markt.

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    Diese Marken gehören zu Procter & Gamble (P&G) in Deutschland:

    • Haarpflege: Aussie, Head & Shoulders, Herbal Essences, Pantene Pro-V, Rejoice
    • Hygiene: Always, Olaz, Old Spice, Pampers
    • Rasur: Braun, Fusion, Gillette, Mach3, Venus
    • Zahnpflege: Blend-a-dent, Blend-a-med, Oral-B
    • Gesundheit: Wick
    • Waschmittel: Ariel, Lenor, Tide
    • Reinigungsmittel: Antikal, Febreze, Fairy, Meister Proper, Swiffer

    Weltweit hat Procter & Gamble 113 Fabriken in 39 verschiedenen Ländern. Allein im Heimatland USA führt Procter & Gamble 24 Werke. Das spart Kosten für den Transport, denn in den Vereinigten Staaten macht das Unternehmen fast die Hälfte des Umsatzes. Danach folgt Europa als zweitwichtigster Markt.

    Procter & Gamble: Wie viel Umsatz und Gewinn macht P&G?

    Das Geschäftsjahr von P&G geht nicht von Anfang Januar bis Ende Dezember, sondern vom 1. Juli bis zum 30. Juni des darauffolgenden Jahres. Während andere Firmen also Ende Juli Halbjahreszahlen bekanntgeben, zieht der Konsumgüterkonzern einen Strich unter die vergangenen zwölf Monate.

    An diesem Dienstag (anm.d.Red.: 30. Juli 2019) veröffentlichte P&G neue Zahlen. Im Geschäftsjahr 2018/2019 machte das amerikanische Unternehmen einen Umsatz von knapp 68 Milliarden Dollar (61 Milliarden Euro). Das ist deutlich mehr als die Jahreseinnahmen von L’Oréal, Henkel und Beiersdorf zusammen. Am Ende blieb Procter & Gamble ein reiner Gewinn von fast vier Milliarden Dollar. Mit diesem Geld könnte jeder Mensch in Deutschland für gut 43 Euro einkaufen gehen.

    Wenn du schonmal in den USA warst, kennst du sicherlich die Supermarktkette Walmart. Sie ist riesig und auch der größte Kunde von P&G: Etwa jedes sechste Produkt von Procter & Gamble läuft über die Kasse von Walmart.

    Womit verdient Procter & Gamble am meisten Geld?

    P&G teilt sein Sortiment weltweit in fünf Segmente ein:

    • Beauty: Körper- und Haarpflege
    • Grooming: Rasur
    • Health Care: Gesundheit
    • Fabric & Home Care: Reinigungsmittel
    • Baby, Feminine & Family Care: Baby- und Damenhygiene

    Das Ziel des Unternehmens ist, mit jeder Marke Marktführer zu werden – also die jeweiligen Produkte häufiger zu verkaufen als die Konkurrenz.

    Ein Drittel seines Umsatzes macht P&G mit Produkten aus dem Bereich Reinigungsmittel, also Marken wie Ariel, Febreze oder Meister Proper. Laut Geschäftsbericht laufen vor allem die Waschmittelmarken erfolgreich und haben einen hohen Marktanteil:

    „In fabric care, we are the global market leader with over 25% global market share, primarily behind our Tide, Ariel and Downy brands.“ – P&G Geschäftsbericht 2018

    Die weltweit größte Marke von P&G ist auch in Deutschland so bekannt, dass sie es sogar in den Sprachgebrauch geschafft hat: Pampers. Ähnlich wie bei Tempo alle an Taschentücher denken, hat bei diesem Wort jeder sofort Babywindeln im Sinn.

    Nach Angaben des Geschäftsberichts nimmt Procter & Gamble allein mit Pampers mehr als acht Milliarden Dollar im Jahr ein – das entspricht einem Achtel des gesamten Umsatzes. Weil die Bindenmarke Always ebenfalls sehr erfolgreich läuft, bringt die Sparte Baby- und Frauenpflegeprodukte bei P&G den zweitgrößten Beitrag zum Gewinn.

    Weil im abgelaufenen Quartal mehr Menschen erkältet waren, entwickelte sich auch das Geschäft mit Gesundheitsprodukten wie den Hustenbonbons von Wick ziemlich gut. Nicht so gesund dagegen sind die Zahlen bei Gillette: P&G musste bei der Herren-Rasiermarke acht Milliarden Euro an Wert abschreiben, weil sich Männer zunehmend Bärte wachsen lassen oder lieber mit Konkurrenzprodukten rasieren.

    Procter & Gamble in der Kritik: zu viel versprochen bei der Nachhaltigkeit

    Das Geschäft von P&G besteht vor allem darin, die bestehenden Marken noch bekannter zu machen und in immer mehr Ländern die Marktführerschaft zu erobern. Dafür gibt das Unternehmen jährlich mehrere Milliarden Dollar für Werbung aus. Eine Werbung in Deutschland für ein Shampoo hat ein Gericht im vergangenem Jahr jedoch für unsauber befunden.

    P&G warb damit, für ein Haarwaschmittel der Marke Head & Shoulders die „erste recycelbare Shampoo-Flasche aus gesammeltem Strandplastik“ als Verpackung zu verwenden. Klingt gut, klingt öko. Ist aber nicht ganz richtig: Die besagte Shampooflasche bestand nur zu einem Fünftel aus Plastik, das am Strand gesammelt wurde.

    Das Landgericht Frankfurt hat P&G im Februar 2018 verboten, mit folgendem Satz auf dem Etikett zu werben: „Hergestellt mit Plastik, das am Strand gesammelt wurde“. Stattdessen muss die Prozentangabe jetzt gut sichtbar vorne draufstehen.

    Aktuell verkauft Procter & Gamble seine Produkte in mehr als 180 Ländern weltweit, also so gut wie überall. Interessant ist aber auch, dass P&G ständig an neuen Produkten arbeitet – und das sogar offiziell zum Geschäftsmodell erklärt:

    „Our business model relies on the continued growth and success of existing brands and products, as well as the creation of new products.“ – Geschäftsbericht 2018

    In einem Jahr lässt sich P&G die Forschung und Entwicklung neuer Produkte bis zu zwei Milliarden Dollar kosten. Nach Angaben des Unternehmens arbeiten 6.700 Menschen in dieser Abteilung. Mit anderen Worten: Einer von 13 P&Glern arbeitet daran, „das nächste große Ding“ zu entwickeln.

    Mehr: Wie Livekindly den veganen Lebensmittelmarkt revolutionieren will

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