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Konsumgüterkonzern Der Chefwechsel bei Henkel stößt auf Skepsis

Der plötzliche Abgang von Vorstandschef Hans Van Bylen kommt an der Börse schlecht an. Analysten fürchten schlechte Quartalszahlen von Henkel.
25.10.2019 - 11:54 Uhr Kommentieren
Dem künftigen Henkel-Chef muss es gelingen, den Aktienkurs wieder nach oben zu bringen. Quelle: dpa
Carsten Knobel

Dem künftigen Henkel-Chef muss es gelingen, den Aktienkurs wieder nach oben zu bringen.

(Foto: dpa)

Düsseldorf Eigentlich sollte der Chefwechsel bei Henkel ein Befreiungsschlag werden. Doch das bevorstehende Ausscheiden von Hans Van Bylen und die Ablösung durch Finanzvorstand Carsten Knobel zum Jahreswechsel sorgt an der Börse für wenig Begeisterung – im Gegenteil: Der Aktienkurs sackte am Morgen zeitweise um gut vier Prozent auf 89,70 Euro ab.

Das liegt offensichtlich auch daran, dass die Finanzmärkte nicht erwarten, dass sich ab Anfang Januar viel bei Henkel verändern wird. „An der Strategie dürfte sich mit Carsten Knobel nicht Wesentliches ändern“, meint Heiko Feber, Analyst vom Bankhaus Lampe in Düsseldorf. „Sonst hätte man sicherlich jemanden von außen geholt.“

Am Finanzmarkt ist aber auch zu hören, dass Knobel ein guter interner Nachfolger für Van Bylen sei, der kommunikativ offener sei und bei Investoren gut ankomme.

Die heftige Kursreaktion auf den Chefwechsel könnte noch einen anderen Grund haben. In Finanzmarktkreisen wird vermutet, dass die Quartalszahlen, die Henkel am 14. November veröffentlichen wird, schlecht ausfallen werden. Van Bylen hatte bereits im August die Prognose für das Gesamtjahr gesenkt hatte.

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    Das könnte auch ein Grund dafür sein, warum Van Bylen nun „aus persönlichen Gründen“ ein Jahr vor Ende seines Vertrages abtritt. Möglicherweise wollten der Aufsichtsrat und die Familie Henkel ihm ersparen, noch einmal eine schwache Bilanz präsentieren zu müssen.

    Betriebsratschefin Birgit Helten-Kindlein hatte bereits vor einigen Monaten im Gespräch mit dem Handelsblatt angemahnt, dass viele Mitarbeiter verunsichert seien, weil sie nicht wüssten, wie es an der Spitze im Konzern weitergeht. „Viele Mitarbeiter empfinden, dass es an der Zeit ist, wieder mehr positive Akzente zu setzen“, beschrieb sie die Stimmung im Konzern.

    Jetzt haben sie Klarheit. Der künftige Vorstandschef Knobel muss nun zeigen, dass er das Unternehmen wieder auf Erfolgskurs bringen kann. Dazu muss er vor allem die Probleme in der Beautysparte lösen. Im Finanzmarkt ist zu hören, dass sich mancher einen Verkauf des Geschäftsbereichs oder die Konzentration auf das profitable Profigeschäft mit Frisören wünscht.

    Vor allem muss es ihm gelingen, den Börsenkurs wieder nach oben zu bringen. Bereits auf der Hauptversammlung von Henkel im April war die Kritik der Aktionärsvertreter groß. Jella Benner-Heinacher von der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) in Düsseldorf: „Zielmarke für die Aktie muss die Marke 100 Euro plus x sein.“ Davon ist die Aktie seit heute wieder ein Stück weiter entfernt.

    Mehr: Henkel wird zum Jahreswechsel den Chefposten neu besetzen – dieser Schritt ist sehr sinnvoll. Der Dax-Konzern braucht wieder eine klare Richtung, die Mitarbeiter neue Motivation, kommentiert Handelsblatt-Autor Georg Weishaupt.

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