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Konsumgüterkonzern Nordamerika ist für Henkel ein hartes Pflaster – die Blitzanalyse

Nach großen Zukäufen schwächelt das Geschäft des Konsumgüterriesen Henkel in den USA. Dennoch erfüllt der Persil-Hersteller die Erwartungen.
Update: 15.11.2018 - 08:36 Uhr Kommentieren
Henkel legt beim Umsatz nur leicht zu Quelle: Reuters
Henkel

Die Düsseldorfer bekräftigten ihre Jahresprognose.

(Foto: Reuters)

HamburgDer Dax-Konzern Henkel hat am Donnerstagmorgen seine Zahlen zum dritten Quartal vorgelegt. Die Düsseldorfer verzichten auf Überraschungen und bestätigen ihre Prognose für das Gesamtjahr, in dem Umsatz und Gewinn je Aktie wachsen sollen.

  • Gewinn: Der Gewinn je Aktie steigt von 1,54 Euro im Vorjahresquartal auf 1,58 Euro im dritten Quartal 2018. Das ist ein Plus von 2,6 Prozent. Ohne die Wechselkurseffekte wären es 5,2 Prozent gewesen. Die operative Marge (Ebit) lag im Quartal leicht über der Zielmarke für das Gesamtjahr von 18 Prozent. Damit liegt der Konzern nach neun Monaten insgesamt bei 17,9 Prozent, das Jahresziel ist also in Reichweite.
  • Umsatz: Nach neun Monaten ist der Umsatz insgesamt um 2,4 Prozent auf 15 Milliarden Euro gestiegen – allerdings bereinigt um die starken Wechselkurseffekte. Damit liegt Henkel im Zielkorridor für das Gesamtjahr, für das der Persil-Hersteller ein Plus von zwei bis vier Prozent angekündigt hat. Im dritten Quartal hat sich das Tempo leicht beschleunigt: Henkel wuchs zuletzt um 2,7 Prozent.
  • Henkel erreicht damit die Erwartungen der Analysten.

Das fällt positiv auf

Verlässlichkeit: Positiv fällt vor allem auf, dass der Klebstoffbereich mit Industrien wie der Flugzeugbranche wächst – allerdings ist er etwas weniger profitabel. Positiv ist auch, dass Henkel zur Verlässlichkeit zurückkehrt: Konzernchef Hans Van Bylen kann an seiner Prognose festhalten. Henkel zeigt sich damit verlässlicher als zuletzt. Im Frühjahr hatte der Konzern nach Logistikproblemen in Nordamerika eine Umsatzwarnung für die Kosmetik-Sparte ausgeben müssen. Nach dem ersten Halbjahr hatte er zudem seine Gewinnerwartung für das Gesamtjahr wegen der Währungseffekte und höherer Rohstoffkosten leicht gesenkt. Diese Probleme sind nun längst eingepreist.

Das fällt negativ auf


Risiko USA: Weiterhin ist bedenklich, dass Henkel beim Umsatz ausgerechnet in Nordamerika leichte Umsatzrückgänge von 0,8 Prozent hinnehmen muss. Das trifft die Konsumgütersparten um Waschmittel und Haarpflege offensichtlich stark, denn bei Klebstoffen wächst Henkel in dem Markt sogar besonders deutlich. Der Konzern hat in der Region zuletzt mehrfach zugekauft und eine neue gemeinsame Zentrale geschaffen. Offenbar ist das nicht ganz ohne Risiko. Keine andere Region musste ein Umsatzminus melden. Insgesamt verlor Henkel in den reifen Märkten bei Konsumgütern an Umsatz.

Was jetzt passiert

Das Geschäft von Henkel läuft. An zwei Stellen muss Van Bylen jedoch Vertrauen schaffen: Die Kosmetiksparte braucht neue Wachstumsimpulse - so wie sie es vor Jahren mit der Erfindung der Marke Syoss hinbekommen hat. Zudem muss der Konzern beweisen, dass die Zukäufe in den USA Wachstum bringen, sich der Konzern also keine notleidenden Marken bei den Übernahmen hat andrehen lassen. Ansonsten muss Henkel im letzten Quartal des Jahres nur leicht zulegen, um die Prognose zu erfüllen.

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