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Henkel AG
(Foto: Bloomberg)

Konsumgüterkonzern Operativer Gewinn von Henkel bricht ein – die Blitzanalyse

05.03.2020 - 08:58 Uhr Kommentieren

Düsseldorf Der Düsseldorfer Klebstoff-, Waschmittel- und Beauty-Konzern Henkel hat seine Zahlen für das Gesamtjahr 2019 vorgelegt. Das sind die wichtigsten Fakten:

  • Der Umsatz steigt im Gesamtjahr 2019 organisch um 1,1 Prozent auf 20,1 Milliarden Euro. Bereinigt um Wechselkurseffekte stieg der Umsatz nur um 0,5 Prozent.
  • Das bereinigte betriebliche Ergebnis (Ebit) brach um 7,9 Prozent auf 3,2 Milliarden Euro ein. Das drückt auch die bereinigte Umsatzrendite, die um 1,6 Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahr auf 16,0 Prozent sank. Das bereinigte Ergebnis je Vorzugsaktie sank sogar um 9,7 Prozent auf nur noch 5,43 Euro.
  • Im Klebstoffgeschäft „waren wir mit einer deutlichen Verlangsamung in wichtigen Kundensegmenten konfrontiert, insbesondere in der Automobil- und in der Elektronikindustrie“, begründet der neue CEO Carsten Knobel die schwächere Rendite. „Wir sind insgesamt nicht zufrieden mit den Ergebnissen, die wir erreicht haben.“

Das fällt positiv auf

Die Wachstumsregionen wuchsen trotz der Probleme in den zwei Henkel-Sparten organisch um 2,5 Prozent. Damit konnten sie manche Rückgänge in anderen Regionen auffangen. Denn in den sogenannten reifen Märkten wie Nordamerika und Europa sank der organische Umsatz um 1,6 Prozent.

Das fällt negativ auf

Das Kerngeschäft mit Klebstoffen, das rund die Hälfte des Umsatzes ausmacht, schwächelt weiter. Das liegt vor allem am Industriegeschäft, das unter den Einbrüchen in der Auto- und Elektronikindustrie leidet. Aber auch der kleinste Bereich Beauty-Care kann den Umsatzrückgang nicht stoppen, der im vergangenen Jahr 2,1 Prozent betrug.

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    Was jetzt passiert

    Henkel bleibt bei seiner Prognose, die im Dezember angekündigt wurde. Demnach erwartet der Konzern ein organisches Wachstum von 0 bis zwei Prozent. Wegen erhöhter Investitionen in Marketing und die Digitalisierung erwartet der Konzern nur noch eine Umsatzrendite von rund 15 Prozent.

    Trotz der 2019 gesunkenen Rendite will Henkel an seiner Dividende von 1,85 Euro je Vorzugsaktie festhalten. Knobel möchte den Konzern mit einer neuen Langfrist-Strategie wieder auf einen profitablen Wachstumskurs bringen.

    „Die Hauptelemente dabei sind ein erfolgreiches Portfolio, klare Wettbewerbsvorteile in den Bereichen Innovation, Nachhaltigkeit und Digitalisierung sowie zukunftsfähige Geschäftsprozesse“, kündigt Knobel an.Besonderen Wert legt er auf „ein aktives Portfoliomanagement“.

    So hat Henkel vor allem in seinem Konsumentengeschäft Marken und Kategorien mit einem Gesamtumsatz von mehr als einer Milliarde Euro identifiziert. Rund 50 Prozent dieses Portfolios will Knobel bis 2021 verkaufen oder einstellen.

    Innovationen stärker fördern

    Dabei nennt er keine konkreten Bereiche oder Marken. Aber klar ist, dass es seit längerem Handlungsbedarf gibt, das Beauty-Care-Geschäft neu aufzustellen, denn: Henkel ist im Friseurgeschäft erfolgreich, während das Massengeschäft mit Shampoos schlecht läuft. Knobels Vorgänger Hans Van Bylen wollte sich nicht zu klaren Veränderungen durchringen.

    Knobel kündigte hingegen weitere Akquisitionen an. So will der Konzern im Klebstoffgeschäft seine Technologieführerschaft ausbauen. Im Konsumentengeschäft plant Henkel dazu, seine Länder- und Kategoriepositionen auszubauen.

    Außerdem will Knobel Innovationen stärker fördern. So kündigte er höhere Investitionen für erfolgversprechende Innovationen an. Die Wachstumsinvestitionen in Werbung, Digitalisierung und IT will Knobel gegenüber dem Jahr 2018 um 350 Millionen Euro steigern.

    Die strategischen Veränderungen sollen dazu beitragen, dass Henkel mittel- bis langfristig wieder organisch um zwei bis vier Prozent wächst. Außerdem peilt er ein Plus des bereinigten Ergebnisses je Vorzugsaktie im mittleren bis hohen einstelligen Prozentbereich bei konstanten Wechselkursen an. Darüber hinaus will er den Free-Cash-Flow ausbauen.

    Mehr: Bei Henkel ruht alle Hoffnung auf dem neuen Vorstandschef.

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