Konsumgüterkonzern Schwellenländer treiben Unilever-Geschäft

Der Konsum in den Schwellenländern beschert Unilever einen Zuwachs bei Umsatz und Gewinn. Doch in Europa steht der Hersteller von Produkten wie Dove-Seife, Knorr-Fertiggerichten in einem harten Preiskampf.
Update: 23.01.2013 - 13:27 Uhr Kommentieren
Die Unilever-Zentrale in Rotterdam. Quelle: picture-alliance/ dpa

Die Unilever-Zentrale in Rotterdam.

(Foto: picture-alliance/ dpa)

LondonDer Lebensmittel- und Konsumgüterkonzern Unilever erntet die Früchte von seiner ausgebauten Präsenz in Schwellenländern: Trotz der flauen Nachfrage in Europa erzielte der Hersteller von Knorr-Suppen und Dove-Körperpflege im abgelaufenen Jahr ein unerwartet deutliches Umsatzplus von 6,9 Prozent.

Während US-Rivale Procter&Gamble Stellen kürzt und die Rezession in Europa auch den französischen Joghurthersteller Danone zum Rotstift greifen lässt, meldet Unilever einen Umsatz von 51,3 Milliarden Euro und ein Gewinn-Plus von sieben Prozent auf knapp fünf Milliarden Euro.

In Schwellenländern, wo der britisch-niederländische Konzern inzwischen mehr als die Hälfte seiner Geschäfte macht, stieg der Umsatz um 11,4 Prozent. Dennoch blieb Unilever für das laufende Jahr vorsichtig. "2013 bleiben die Märkte schwierig, in denen wir aktiv sind.

Der Wettbewerb ist weiter hart und die Verbraucher bekommen noch stark die Sparmaßnahmen zu spüren", sagte Finanzvorstand Jean-Marc Huet bei der Bilanzvorlage am Mittwoch. Zudem rechne er mit höheren Rohstoffkosten.

Anleger griffen dennoch bei den Unilever-Papieren zu und trieben die Aktie mit einem Plus von drei Prozent auf einen neuen Höchststand. Wie der Konzern hielten sich Analysten beim Ausblick zurück: "Es wird schwer für Unilever den Erfolg von 2012 zu wiederholen", sagte etwa Bernstein-Analyst Andrew Wood.

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