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Konzern rutscht zum Jahresbeginn tiefer in die Krise Karstadt verordnet sich Strukturprogramm

Europas größter Warenhaus- und Versandhandelskonzern gerät immer tiefer in die Krise. Zum Jahresbeginn musste Karstadt-Quelle angesichts der Konsumflaute erneut einen Umsatzeinbruch hinnehmen. Nun soll der defizitäre Warenhausbereich gründlich umgebaut werden.

HB DÜSSELDORF. Die Erlöse seien zum Jahresbeginn um vier bis fünf Prozent geschrumpft, teilte Europas größtes Warenhaus- und Versandhandelsunternehmen auf der Bilanzpressekonferenz in Düsseldorf am Dienstag mit. Angesichts der noch unsicheren Rahmenbedingungen wollte Vorstandschef Wolfgang Urban zunächst keine Geschäftsprognose für 2004 wagen. „Wir gehen davon aus, dass sich die Lage im deutschen Einzelhandel kurzfristig nicht verbessert und erwarten eine Fortsetzung der schwachen Konsumentenstimmung sowie einen unverändert starken Wettbewerb“, hieß es ausblickend im Geschäftsbericht.

Die schwache Konsumneigung der Bevölkerung hatte dem Essener Unternehmen bereits 2003 die Bilanz verhagelt, zudem drückten hohe Verluste bei dem gemeinsam mit der Lufthansa kontrollierten Touristikkonzern Thomas Cook erheblich den Gewinn. Wie bereits bekannt gegeben, sank das operative Ergebnis (Ebta) im Konzern auf 225 (294) Mill. €. Bereinigt um Sonderfaktoren sei das Ergebnis vor Steuern und Abschreibungen sogar auf nur noch neun Mill. € geschrumpft, ergänzte der Konzern am Dienstag. Unter dem Strich blieben 2003 nach Anteilen Dritter noch 108 (162) Mill. € in der Kasse.

Im so genannten stationären Einzelhandel, also die Warenhäuser und Fachgeschäfte, vergrößerte sich das Ergebnis vor Steuern und Abschreibungen auf 147,9 (Vorjahr: minus 129,8) Mill. €. Im Versandhandel erzielte der Konzern zwar noch einen operativen Gewinn, der aber um 41 % auf 91,1 (154,1) Mill. € sank.

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