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Kosmetik-Lieferdienste Das Milliardengeschäft mit der Schönheit

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Auch Hillary Clinton verschickt Schachteln

Die monatliche Kiste Wein nach Hause oder der Abo-Service für Essen auf Rädern ist nichts Neues. Aber die zweite Welle der internetbasierten Dienste versteht es, um ihre Produkte herum eine Gemeinschaft aufzubauen und nutzt dabei geschickt soziale Online-Medien für Kundenkommunikation und Produktmarketing.

Dabei gibt es zwei große Gruppen: Auf der einen Seite die immer wieder neu zusammengestellten Monatsangebote, oft mit Überraschungsfaktor; auf der anderen Seite der Versand von genau definierten Produkten, die oft aus Gründen der Zeit- oder Geldersparnis geordert werden.

Unter den Angeboten findet sich so gut wie jedes Produkt, vom frischen Kaffee über den monatlichen Kondombedarf im neutralen Paket bis hin zu den Langweilern der Einkaufssaison wie Rasierklingen oder Unterhosen. Die Anbieter heißen Tonx, Dollar-Rubber-Club oder Dollar-Shave-Club.

„Wir sehen, wie sich die Präferenzen der Konsumenten in allen Branchen dynamisch verändern und Ipsy repräsentiert für uns diesen Trend in der Beauty-Industrie“, fasst David Trujillo, Partner bei TPG, die Motivation hinter dem Investment zusammen.

Es geht dabei um viel Geld. Der weltweite Markt für Kosmetik und Hautpflegeprodukte belief sich 2013 nach Berechnungen von Research and Markets auf 379 Milliarden Dollar. Bis 2018 wird ein Anstieg auf 461 Milliarden Dollar geschätzt. Rund 70 Prozent davon entfällt auf den Massenmarkt.

Da ist noch viel Luft. Ipsys direktester Konkurrent Birchbox ist in nur fünf Jahren auf geschätzte 125 Millionen Dollar Umsatz angewachsen und 2014 mit rund 60 Millionen Dollar frischem Risikokapital ausgestattet worden. Birchbox hat bereits erste Ladenlokale in New York und Los Angeles eröffnet, wo sich Kundinnen ihre eigene Box zusammenstellen und mitnehmen können.

Diese Konzerne versorgen die Welt
Platz 41 – Henkel
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Die Unternehmensberatung OC&C Strategy Consultants hat erneut die größten Konsumgüterhersteller der Welt ermittelt. Als einziges deutsches Unternehmen unter den Top 50 bleibt der Persil-Hersteller Henkel wie im Vorjahr auf dem 41. Rang – mit einem Umsatz von fast 10 Milliarden US-Dollar.

Quelle: OC&C

(Foto: dpa)
Platz 10 – L'Oréal
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L’Oréal ist der weltgrößte Kosmetikkonzern. Die Franzosen überzeugen mit zahlreichen starken Marken.

(Foto: Reuters)
Platz 9 – Mondelez
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Mondelez ist eine Abspaltung von Kraft Foods. Er bündelt das weltweite Snackgeschäft, außerdem die Kaffee-Aktivitäten. Das macht den Konzern zum Konkurrenten von Nestlé. Allerdings werden die Kaffeemarken rund um Jacobs unter der Führung der deutschen Industriellen-Familie Reimann mit dem niederländischen Konzern DE Master Blenders verbunden.

(Foto: ap)
Platz 8 – Tyson Foods
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Tyson Foods ist in den USA bekannt. Der Konzern gehört zu den weltgrößten Fleischverarbeitern. 2015 machte Tyson einen Umsatz von 41,4 Milliarden Dollar.

(Foto: Reuters)
Platz 7 – AB Inbev
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Der Bierbrauer AB Inbev ist durch viele Übernahmen zum Weltspieler geworden. Er treibt die Konsolidierung der Branche voran – und fusioniert derzeit mit dem größten Rivalen SAB Miller. In Deutschland ist er mit Marken wie Beck’s, Corona und Lübzer vertreten.

(Foto: Reuters)
Platz 6 – Coca Cola
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Coca-Cola liegt deutlich hinter Pepsi. Denn anders als der Rivale hat der Konzern aus Atlanta kein großes Snackgeschäft. Dafür hat er zuletzt bei Verbrauchern Sympathien mit seiner Kampagne, Namen auf Dosen und Flaschen zu schreiben, gewonnen – und mit Innovationen wie Kokoswasser und Coke Life mit Stevia.

(Foto: dapd)
Platz 5 – JBS
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JBS ist eher unbekannt in Europa. Dabei gehört der brasilianische Fleischproduzent zu den ganz großen Konzernen der Konsumgüterbranche mit 47,9 Milliarden Dollar Umsatz.

(Foto: dpa)

Derzeit probiert der Londoner Luxus-Händler Selfridges einen Aboservice für 30 Dollar im Monat mit Birchbox aus. Das zielt in die Richtung von Glossybox, die mit 21 Dollar monatlich deutlich mehr als Ipsy verlangt und sich an die Kundin mit dem gut gefüllten Geldbeutel wendet. Essence Beautybox liefert ab Oktober speziell für afro-amerikanische Frauen zusammengestellte Angebote aus, die nicht nur schön machen, sondern auch eine Botschaft überbringen sollen. Die Beautybox wird 15 Dollar kosten und soll pro Monat mindestens ein Produkt einer Kosmetikfirma enthalten, die von einer Farbigen Unternehmerin geführt wird.

Der Trend ist so heiß, er macht nicht einmal vor der großen Politik halt. Niemand anderes als Hillary Clinton kündigte per Twitter „The Thx Box“ an. Wer sich für eine monatliche Spende für ihren Wahlkampf einschreibt, bekommt die Wunderschachtel nach Hause.

Was drin ist, das weiß noch niemand. Aber „The Guardian“ will erfahren haben, dass es sich nicht nur um die üblichen Wahlkampfaufkleber und Wimpel handelt, sondern um Haushaltswaren, die „die Clintons mögen und nutzen“.

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