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Kosmetikbranche Mehr Cremes zu den Salben

Immer mehr Kosmetikhersteller verkaufen ihre Produkte in Apotheken. Nun hat auch der Konsumgütergigant Procter & Gamble den wachsenden Markt entdeckt. Der Wettbewerb im Regal wird schärfer.
09.10.2011 - 09:30 Uhr Kommentieren
Die Pharmazeuten räumen zunehmend auch Kosmetika in ihre Regale. Quelle: ap

Die Pharmazeuten räumen zunehmend auch Kosmetika in ihre Regale.

(Foto: ap)

Düsseldorf Die großen Kosmetikhersteller kämpfen um die Apotheker. Ihre Empfehlung an die Kunden soll auf dem gesättigten deutschen Markt neuen Umsatz bringen. Das lockt neue Anbieter mit hoher Werbekraft. Davon dürften die Apotheken profitieren.

Rund 40 Milliarden Euro haben die Apotheken im vergangenen Jahr insgesamt umgesetzt. Weil das neue Arzneimittelgesetz die Apotheken zu zusätzlichem Rabatt gegenüber den gesetzlichen Krankenkassen verpflichtet, schrumpfen die Einnahmen der Pharmazeuten. Hersteller wie L’Oréal setzen deshalb darauf, dass die Pharmazeuten das Geschäft jenseits von Arzneimitteln mit großen Marken ausbauen wollen. Die Hersteller sind darauf angewiesen, dass die Pharmazeuten Kunden die Apothekenkosmetik empfehlen.

Jetzt steigt ein neuer, starker Spieler in den Kampf zwischen der L’Oréal-Marke Vichy und Beiersdorfs Eucerin ein: Der Konsumgüterriese Procter & Gamble (P&G) und der Gesundheitskonzern Alliance Boots verbünden sich in Deutschland und Österreich. P&G werde ab Januar die Kosmetikmarke Boots Laboratories bundesweit in Apotheken vertreiben, teilten die Konzerne mit.

Das Apothekengeschäft ist interessant, weil die hochpreisig verkauften Produkte attraktive Margen abwerfen. L’Oréal beispielsweise erzielt mit seiner Apothekenkosmetik (etwa Vichy und La Roche-Posay) eine Umsatzrendite von 20 Prozent, die Marge im gesamten Kosmetikgeschäft liegt mit 15,8 Prozent deutlich darunter. 2010 wuchs die Apothekenkosmetik von L’Oréal mit um 4,7 Prozent auf 1,39 Milliarden Euro.

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    Auch Beiersdorf hegt hohe Wachstumshoffnungen. So sei die Marke Eucerin im Dezember 2010 erstmals erfolgreicher gewesen als Vichy, heißt es im Konzern. Der Nivea-Hersteller Beiersdorf macht etwa zehn Prozent seines Europaumsatzes mit Eucerin.

    Viele Anbieter sind einfach zu klein für großes Wachstum
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