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Kosmetiksparte Henkel-Vorstand Jens-Martin Schwärzler: Aus viel Geld folgt große Verantwortung

Der Schwarzkopf-Chef muss die Marketing-Millionen, die Henkel zusätzlich eingeplant hat, sinnvoll einsetzen. Das wird im Branchenumfeld nicht leicht.
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Der Kosmetik-Sparten-Chef hat die Einführung von Persil in den USA verantwortet. Quelle: picture alliance / Rolf Vennenbe
Jens-Martin Schwärzler

Der Kosmetik-Sparten-Chef hat die Einführung von Persil in den USA verantwortet.

(Foto: picture alliance / Rolf Vennenbe)

HamburgEigentlich kann sich Jens-Martin Schwärzler ja freuen. Der 55-Jährige bekommt einen großen Teil der 300 Millionen zusätzlichen Euro, die Henkel-Chef Hans Van Bylen für weitere Investitionen lockergemacht hat. Doch mit dem Geldsegen kommt große Verantwortung: Schwärzler muss den Beweis erbringen, dass sich die Zusatzausgaben trotz der damit verbundenen niedrigeren Gewinne und eines Aktieneinbruchs von zehn Prozent seit der Ankündigung überhaupt lohnen.

Schwärzler hat sein gesamtes Berufsleben bei Henkel verbracht und unter anderem 2015 die Einführung von Persil in den USA verantwortet. Seit gut einem Jahr ist der Oberschwabe Henkel-Vorstand für die Kosmetiksparte. Die Zuständigkeit für das Geschäft um Schwarzkopf kann Sprungbrett oder Schleudersitz sein. Konzernchef Van Bylen war elf Jahre auf dem Posten und hat in der Zeit die kleinste der drei Henkel-Sparten neben Klebstoffen und Reinigungsmitteln stabilisiert.

Van Bylens direkter Nachfolger Pascal Houdayer dagegen hielt sich nur ein gutes Jahr, bis das Kosmetik-Geschäft deutlich zu schwächeln anfing. zu schwächeln anfing.

Schwärzler bekommt nun einen finanziellen Vertrauensvorschuss, den er vor allem für Marketing ausgeben soll. Er muss die Frage beantworten, wie sich das Billig-Shampoo Schauma in den Supermarktregalen neben den Eigenmarken des Handels behaupten soll. Schwärzler will dafür allen Haarpflegemarken des Konzerns einen neuen Auftritt geben, Friseure per E-Commerce beliefern und die zugekaufte US-Seifen-Marke Dial mehr auf Hautpflege ausrichten.

Analysten warnen jedoch, es sei nicht ausgemacht, dass diese Initiativen den gewünschten Umsatzschub bringen. Im vergangenen Jahr, dem ersten unter Schwärzlers Ägide, ist die Sparte organisch sogar um 0,7 Prozent geschrumpft. Ein Problem kann der Manager jedoch kaum lösen: Mit 3,8 Milliarden Euro Umsatz ist Schwarzkopf sehr klein im Vergleich zu L‘Oréal und Coty. An diesem Umstand werden auch wenige Hundert Millionen Euro Investitionen nichts ändern.

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