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KPMG-Studie: Die größten Schäden werden in den Führungsetagen von Unternehmen verursacht Wirtschaftskriminalität wird unterschätzt

Wirtschaftskriminalität wird in Deutschland zunehmend zum Problem. Bekannte Fälle wie Balsam Procedo, Flowtex oder Comroad sind nur die Spitze eines Eisbergs. Nach einer Umfrage der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG unter 1 000 deutschen Großunternehmen waren zwei Drittel der Befragten von Wirtschaftskriminalität betroffen.

lü DÜSSELDORF. Vier von fünf Unternehmen erwarten, dass das Ausmaß wirtschaftskrimineller Delikte steigen wird. Diese Fakten präsentierte Dieter John, Leiter des Bereichs Forensic bei KPMG, gestern in Düsseldorf.

Haupttätergruppen sind laut KPMG-Studie Mitarbeiter (84 %) und Täter ohne Geschäftsbeziehung zum Unternehmen (64 %). Erfahrungsgemäß steckten die beiden Gruppen oft „unter einer Decke“. Bei drei von vier Vergehen spiele Diebstahl eine Rolle.

Des Weiteren nannten die Unternehmen die unerlaubte Nutzung von Ressourcen für persönliche Zwecke (61 %) und sonstige Betrugsdelikte (57 %). „Relativ weit verbreitet“, so KPMG-Experte John, „scheinen mit 41 % zudem Betrugsfälle im Bereich Personal- oder Spesenabrechnung“. Jedes dritte Unternehmen habe bereits Erfahrungen mit Wechsel-, Scheck- oder Kreditkartenbetrug (37 %) sowie Korruption bzw. Bestechung gemacht (35 %). Dagegen rangieren Kreditbetrug, die Fälschung von Jahresabschlüssen und anderen Finanzinformationen mit je 19 % auf den unteren Rängen der „Tatbestandsskala“.

Weit höhere Schäden als durch Betrügereien entstehen den Firmen nach einer Studie von Pricewaterhouse Coopers (PwC) durch Spionage, Produktklau und Korruption. Allerdings seien viele Unternehmen nicht in der Lage, die Höhe der Verluste anzugeben, so PWC-Partner Karl-Heinz Maul.

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