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Krankhafter Narzisst Das Psychogramm des Supermarkt-Erpressers

Viele Hinweise, doch noch keine Festnahme: Experten spekulieren über den Supermarkt-Erpresser. Dass der tatsächlich Millionen erpressen kann, ist unwahrscheinlich – auch wegen seiner seltsamen Taktik.
29.09.2017 - 15:58 Uhr 2 Kommentare

Supermarkt-Erpresser droht auch bundesweit Lebensmittel zu vergiften

Hamburg 650 Anrufe, 60 E-Mails – die Polizei meldet bereits viele Hinweise auf den Erpresser, der mehrere deutsche Supermarkt- und Drogerieketten unter Druck setzt. Das zeigt, wie sehr der Fall die Kunden in Deutschland beschäftigt. Doch die betroffenen Unternehmen halten sich zurück – nicht ohne Grund.
Die Behörden warnen offiziell, Verbraucher sollten verstärkt auf unversehrte Verpackungen achten. Vor zwei Wochen waren am Bodensee fünf vergiftete Gläschen mit Babynahrung aufgetaucht. Ein Erpresser hatte in mehreren Schreiben auf die Gefahr hingewiesen und drohte weitere Vergiftungen an, wenn er nicht einen zweistelligen Millionenbetrag bekäme. Offenbar wollen sich Händler und Behörden nicht erpressen lassen und gehen auf die Forderung nicht ein – warnen nun die Kunden, aufmerksam zu sein.

Händler wie Rossmann verbreiten diese Warnung weiter, bleiben aber ansonsten ruhig. Denn: Schon dass die aktuelle Warnung von Polizei und baden-württembergischen Verbraucherschutz-Ministerium so breit weitergeben wird, ist ungewöhnlich. Um keine Nachahmer auf den Plan zu rufen und Aufregung zu vermeiden, bleiben viele Erpressungsfälle zunächst unter der Decke. Wieso es diesmal anders ist, erklärte der stellvertretende Konstanzer Polizeipräsident Uwe Stürmer bereits am Donnerstag: „Es handelt sich um einen herausragenden Erpressungsfall. Wir müssen davon ausgehen, dass wir einen sehr skrupellosen Täter verfolgen, der den Tod von Menschen in Kauf nimmt.“ Neben die Warnung an die Bevölkerung tritt ein zweiter Grund: Es gibt die Aufnahme einer Überwachungskamera, über die die Polizei sich Hinweise aus der Bevölkerung erhofft.

Die bisherigen Hinweise sind laut Polizei von unterschiedlicher Qualität: „Es ist alles dabei – von konkreten Hinweise auf bestimmte Personen bis hin zu Anrufern, die meinen, die Person auf dem Fahndungsfoto vielleicht schon mal irgendwo gesehen zu haben.“ Die 220 Ermittler der Sonderkommission „Apfel“ würden die Hinweise „akribisch“ auswerten und zunächst bestimmen, „welche davon Priorität haben und welche in die Warteschleife kommen“.

Dennoch ist die Kommunikation streng reglementiert. „Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir keine Fragen beantworten und in der Sache keine Auskunft geben, da die zuständige Polizeibehörde Wert darauf legt, dass sämtliche Presseanfragen direkt an sie gerichtet werden“, teilte etwa Rewe auf Handelsblatt-Anfrage mit.

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    2 Kommentare zu "Krankhafter Narzisst: Das Psychogramm des Supermarkt-Erpressers"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Ulrich Wickert ... beschrieb es einst ganz genau im TV wie man als rasierter besser ankommt beim Zuschauer !!!

      Harald Schmidt folgte dem Rat auch !!!

      :-)))


    • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

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