Kriselnde Fluggesellschaft Alitalia setzt auf Druck von Großaktionär Rotstift an

Großaktionär Etihad Airways übt offenbar Druck auf die kriselnde Fluggesellschaft Alitalia aus und verlangt die Streichung von bis zu 2000 Stellen. Zudem sollen mindestens 20 Flugzeuge aussortiert werden.
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Das Unternehmen schreibt weiter rote Zahlen und verliert rund eine halbe Million Euro pro Tag. Quelle: Reuters
Italienische Fluggesellschaft

Das Unternehmen schreibt weiter rote Zahlen und verliert rund eine halbe Million Euro pro Tag.

(Foto: Reuters)

Abu Dhabi/MailandDie krisengeschüttelte Fluggesellschaft Alitalia erwägt nach Reuters-Informationen zwecks Sanierung die Streichung von bis zu 2000 Stellen. Großaktionärin Etihad Airways übe Druck auf Alitalia aus und poche auf eine radikale Restrukturierung, sagten mit der Angelegenheit vertraute Personen am Donnerstag.

Die Italiener denken demnach auch darüber nach, mindestens 20 Flugzeuge aus dem Verkehr zu ziehen, die nicht rentable Routen bedienen. Hier bekommt Alitalia vor allem den Wettbewerb mit Billigfluggesellschaften und Hochgeschwindigkeitszügen zu spüren. Die Airline dürfte noch in den nächsten zwei bis drei Jahren Verluste schreiben, auch wenn sie rund ein Sechstel ihrer Belegschaft entlassen und die Flugzeuge am Boden lassen sollte. Bislang sei keine Entscheidung gefällt worden.

Die Rivalen auf der Langstrecke
Airbus A350-1000
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Die europäische Antwort auf den „Dreamliner“ und die 777-Familie von Boeing ist der Airbus A350-1000. Das neue Modell kann rund 400 Passagiere mit zwei Triebwerken fast 14.000 Kilometer transportieren. Die Auftragsbücher des deutsch-französischen Konsortiums sind voll.

Airbus A350-1000
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Der Airbus A350-1000 bei letzten Tests am Boden in Toulouse: Stimmen Wetter und Wind, soll die Maschine am Donnerstag um 10.30 Uhr zum ersten Mal starten. Aus Sicherheitsgründen geht der Erstflug nach Norden – weg von der Innenstadt.

Airbus A350-1000
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Mit einem Großauftrag über 31 Maschinen vom Typ A350-1000 von Japan Airlines gelang Airbus 2014 der Durchbruch. Sonst hatten japanische Fluggesellschaften traditionell bei Boeing bestellt.

Boeing 787
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Ein Rumpf aus Kohlefaser und zwei Spartriebwerke. Mit dem seit 2011 ausgelieferten „Dreamliner“ hat Boeing Maßstäbe gesetzt. Mit rund 300 Sitzplätzen bleibt die Boeing 787 zwar weit hinter den Kapazitäten der Jumbojets, fliegt dafür aber im Vergleich deutlich günstiger.

Boeing 787
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Jahrelange Verzögerungen und technische Probleme können den Erfolg der Maschine nicht stoppen. Knapp 500 Flieger sind ausgeliefert, Bestellungen für weitere 1.200 Maschinen liegen vor.

Boeing 747
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Mit dem „Jumbojet“ Boeing 747 begann 1969 die Ära der erschwinglichen Fernreisen. Boeing hat den Klassiker seitdem mehr als 1.500 Mal verkauft. Die größten Betreiber sind British Airways und Lufthansa, die mit der 747/8 die jüngste Version fliegt. Dennoch gehen die Bestellungen zurück, die 747 ist ein Auslaufmodell.

Boeing 747-400
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Ältere Jumbomodelle vom Typ 747-400 werden zunehmend ausgemustert. Die Oldtimer der Lüfte lassen sich an den nach oben geknickten Flügelenden erkennen.

Etihad hält 49 Prozent an Alitalia. Die nationale Fluggesellschaft der Vereinigten Arabischen Emirate mit Sitz in Abu Dhabi hatte 2014 im Rahmen einer rund 1,8 Milliarden Euro schweren Rettungsaktion rund 560 Millionen Euro in Alitalia investiert. Damals versprach Etihad, Alitalia bis 2017 profitabel zu machen. Derzeit verlieren die Italiener rund eine halbe Million Euro pro Tag.

  • rtr
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