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Boeing 737 Max

„Wir nehmen die notwendigen Updates vor“, teilte der Luftfahrtkonzern am Freitag mit.

(Foto: dpa)

Krisenflieger 737 Max Boeing muss neues Software-Problem beheben – Fitch senkt Bewertung

Boeing entdeckt einen neuen Software-Fehler. Die Wiederzulassung der 737-Maschinen könnte sich dadurch weiter verzögern. Die Ratingagentur Fitch stuft den Konzern herab.
17.01.2020 Update: 18.01.2020 - 01:52 Uhr Kommentieren

Nach 737-Max-Debakel: „Sauregurkenzeit“ für Boeing-Investoren kommt

Chicago Der US-Luftfahrtkonzern Boeing hat ein neues Software-Problem bei dem mit Flugverboten belegten Krisenjet 737 Max gefunden, das eine Wiederzulassung erschweren könnte. „Wir nehmen die notwendigen Updates vor“, teilte Boeing am Freitag mit.

Dabei arbeite das Unternehmen mit der US-Flugaufsicht FAA zusammen und halte Kunden und Zulieferer auf dem Laufenden. Man arbeite an der Fehlerbehebung und nehme nötige Anpassungen vor. „Unsere oberste Priorität ist, dass die 737 Max sicher ist und alle regulatorischen Vorgaben erfüllt sind, bevor sie wieder in den Betrieb geht“, so der Flugzeugbauer.

Eine Gewährsperson teilte mit, das Problem betreffe Software, die den ordnungsgemäßen Betrieb von Monitoren sicherstelle, die wichtige Systeme im Flugzeugtyp 737 Max auslesen. Dieser Monitor-Check soll eigentlich automatisch erfolgen, wenn die Maschine oder das System hochgefahren wird. Doch habe eine jüngste Prüfung ergeben, dass einer der Monitore sich nicht habe einschalten lassen.

Zuvor hieß es laut informierten Quellen, das nun aufgetauchte, neue Problem sei bei der Finalisierung des Updates ausgerechnet dieser Software festgestellt worden, die als entscheidende Hürde für eine Wiederzulassung gilt. Dadurch könnte sich das Verfahren noch länger hinziehen.

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    Die 737 Max ist seit März 2019 wegen zwei Abstürzen, bei denen insgesamt 346 Menschen starben, rund um den Globus mit Flugverboten belegt. Als entscheidende Ursache der verheerenden Unglücke gilt eine fehlerhafte Steuerungsautomatik der Boeing-Flugzeuge.

    US-Flugaufsicht: Kein Zeitplan für Verfahrensabschluss

    Die US-Luftfahrtaufsicht FAA erklärte in einem Statement lediglich, dass bei der angestrebten Wiederinbetriebnahme der 737 Max ein gründlicher Prüfungsprozess befolgt werde, bei dem die Behörde mit anderen internationalen Regulierern kooperiere. Es gebe keinen Zeitplan darüber, wann diese Arbeiten abgeschlossen werden.

    Das neue Problem betreffe eine Software, die den korrekten Betrieb bestimmter Monitore der 737 Max sicherstellen solle, hieß es aus eingeweihten Kreisen. Einer dieser Monitore sei bei einem Test nicht richtig hochgefahren worden. Anleger reagierten nervös und ließen Boeings Aktien im späten US-Handel um rund zwei Prozent fallen.

    Ratingagentur Fitch stuft Boeing herunter

    Angesichts der gestiegenen Risiken wegen der Schwierigkeiten mit den 737-Max-Flugzeugen hat die Ratingagentur Fitch ihre Bewertung für den Konzern gesenkt. Sie stufte das langfristige Kredit-Rating herunter auf „A-“ von zuvor „A“. Die Probleme mit den Maschinen hätten dazu geführt, dass das Finanzpolster des Konzerns deutlich geschrumpft sei.

    Mehr: Die Zahl der Todesfälle in der Luftfahrt ist 2019 wieder gesunken. Ein Sicherheitsranking zeigt, welche der großen Airlines schlecht abschneiden.

    • dpa
    • ap
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