Kritik an Fastfood-Kette Der McB von McDonald’s und die Bio-Miesepeter

McDonald's sorgt mit seinem neuen Hamburger im Sortiment für die größte Nachfrage nach Bio-Rindfleisch, die es in Deutschland jemals gegeben hat. Kritikern der Fastfood-Kette schmeckt das trotzdem nicht.
McDonald's-Deutschland-Chef Holger Beeck schmeckt der McB mit Biofleisch. Dauerhaft nimmt er den neuen Hamburger allerdings nicht ins Sortiment auf, weil er nach eigenen Angaben in Deutschland und Österreich nicht genügend Bio-Rindfleisch auftreiben kann. Quelle: obs
McDonald's

McDonald's-Deutschland-Chef Holger Beeck schmeckt der McB mit Biofleisch. Dauerhaft nimmt er den neuen Hamburger allerdings nicht ins Sortiment auf, weil er nach eigenen Angaben in Deutschland und Österreich nicht genügend Bio-Rindfleisch auftreiben kann.

(Foto: obs)

McDonald's hat Anfang Oktober mit großem Marketing-Brimborium den McB eingeführt: den ersten McDonald's Hamburger mit Bio-Rindfleisch. Dazu hat die Massen-Braterei eine Werbekampagne gezündet, in der frech behauptet wird, McDonald's eröffne nun 1.275 Bio-Läden (jede Filiale). Eingefleischten Bio-Freunden in einigen Medien passt der Bio-Vorstoß des Fastfood-Konzerns nicht so recht ins Feindbild. Auftritt der Bio-Miesepeter.

McDonald’s hat nun also für einen begrenzten Zeitraum einen Hamburger mit Bio-Rindfleisch im Programm, den McB, und trommelt dafür ordentlich mit Werbung. Eigentlich möchte man meinen, Freunde der Bio-Kost und Gegner der Massentierhaltung würden diese Maßnahme begrüßen. Das ist aber keineswegs uneingeschränkt der Fall.

Das Nachhaltigkeitsportal Utopia.de meckerte, freilich ohne den McB zunächst probiert zu haben: „McDonald’s Bio-Burger: nicht ganz unser Geschmack.“ Bebildert wurde der Artikel vorsichtshalber mit einem Foto, das eben nicht den McB zeigt, sondern einen möglichst unappetitlich zerdetschten Hamburger, bei dem ein Pfeil mit der Aufschrift „Bio“ auf die Bulette zeigt. Der Pfeil soll den Haupt-Kritikpunkt am McB augenfällig machen. Am McB ist nämlich nur das Rindfleisch Bio. Salat, Zwiebeln, Käse, das Brötchen und der Rest entstammen konventioneller Produktion. „Komplett Bio ist der Burger aber nicht“, schreibt Utopia im Vorspann darum auch korrekt. Allerdings hat McDonald’s das auch nirgendwo behauptet.

In diesen Fast-Food-Restaurants essen die Deutschen am liebsten
Tresen im Schnellrestaurant Wienerwald
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Laut einer Umfrage der Verbrauchs- und Medienanalyse aus dem Jahr 2014 liegt die Fast-Food-Kette Wienerwald auf Platz Acht der beliebtesten Schnellrestaurants Deutschlands. Befragt wurden 23.093 Deutsche über 14 Jahre.

Foto: Unternehmen.

Mövenpick Marché
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Auf dem siebten Platz der beliebtesten Schnellrestaurants befindet sich laut der VuMA-Umfrage Mövenpick Marché. Das Unternehmen ist laut eigenen Angaben in der Schweiz, Deutschland, Österreich, Slowenien, Norwegen, Ungarn, Kroatien, Singapur, Indonesien, Malaysia und Kanada vertreten und beschäftigt rund 2.749 Mitarbeiter.

 

Kentucky Fried Chicken
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Ebenfalls beliebt bei den Deutschen ist Kentucky Fried Chicken. 4,7 Prozent der Befragten gaben an, dort mindestens einmal im Monat essen zu gehen. 2012 waren es allerdings noch 4,9 Prozent. Das Bild zeigt eine Filiale in Pforzheim.

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Pizza Hut
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Auch sehr beliebt: Pizza Hut. 5 Prozent der Befragten gaben an, hier mindestens einmal im Monat zu essen. Das Unternehmen ist seit 1983 in Deutschland vertreten. Inzwischen gibt es laut eigenen Angaben hierzulande 73 Restaurants. Weltweit ist Pizza Hut in 100 Ländern 13.000 Mal vertreten. Alle Pizza Hut Stores in Deutschland würden von Franchisepartnern betrieben, heißt es auf der Homepage der Firma.

Foto: Unternehmen.

Subway
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Subway hat im Vergleich zu 2012 sogar an Beliebtheit zugelegt. Gaben damals noch 10 Prozent der Befragten an, mindestens einmal im Monat zum dem Sandwichrestaurant zu gehen, waren es 2014 bereits 10,6 Prozent. Am 13. Juni 1999 eröffnete in Berlin am Kurfürstendamm das erste Subway-Restaurant in Deutschland.

Nordsee
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Auf dem dritten Platz der beliebtesten Schnellrestaurants ist Nordsee. 10,9 Prozent der Befragten gaben 2014 an, mindestens einmal im Monat zum dem Fisch-Spezialisten zu gehen. Das Unternehmen betreibt in Deutschland 332 Filialen.

Burger King
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Immer noch sehr beliebt in Deutschland: Burger King. 15,5 Prozent der Deutschen gaben 2014 an, mindestens einmal im Monat dort zu essen - 2012 waren es noch 16,1 Prozent.

McD-Deutschland-Chef Holger Beeck hat der Welt lang und breit erklärt, dass es schlicht unmöglich war, genügend Bio-Rindfleisch in Deutschland und Österreich zu beschaffen, um den McB dauerhaft ins Programm zu nehmen. Deshalb wird der McB testweise nur für acht Wochen angeboten. Und selbst das zeitlich begrenzte Angebot sorgt für die größte Nachfrage nach Bio-Rindfleisch, die es in Deutschland bisher gab.

Auch auf Werbeplakaten wird deutlich gemacht, dass der Bio-Anspruch nur für die Frikadelle gilt. Überall ist zu lesen „100% Bio Beef“. Hinter einem Sternchen wird auch in der Werbung informiert, dass der Rest des Burgers konventionell produziert wird.

Beeck sagte der Welt außerdem, dass die Bio-Zertifizierung vorschreibt, dass Bio-Produkte bei der Herstellung der Ware nicht mit Produkten aus konventioneller Produktion in Berührung kommen dürfen. Beim Fleisch habe McDonald’s dies gewährleisten können, nicht aber beim Rest des Burgers. All diese Argumente werden bei Utopia.de auch zitiert, gemeckert wird trotzdem.

Die Burger-Braterei will gar kein Bioladen-Image
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