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Küchenausstatter WMF schließt Kochtopf-Produktion am Stammsitz – 400 Jobs in Gefahr

Der französische Mutterkonzern SEB strukturiert den Küchenausstatter um. Die defizitäre Kochtopf-Produktion von WMF in Geislingen wird geschlossen.
Update: 11.07.2019 - 14:20 Uhr Kommentieren
WMF: Küchenausstatter will bis zu 400 Stellen streichen Quelle: dpa
WMF-Produktion in Geislingen

Bis Ende 2020 soll die defizitäre Kochtopf-Produktion am Stammsitz geschlossen werden.

(Foto: dpa)

FrankfurtDer traditionsreiche Küchenausstatter WMF steht vor einer Umstrukturierung. Bis zu 400 der weltweit 6.200 Stellen werden gestrichen, wie der französische Mutterkonzern SEB mitteilte. Während das Geschäft mit Profi-Kaffeemaschinen gut laufe, habe das Konsumentengeschäft des Herstellers von Besteck und Töpfen Nachholbedarf.

Bis Ende 2020 solle die defizitäre Kochtopf-Produktion am Stammsitz im schwäbischen Geislingen geschlossen werden. Die Fertigung sei „defizitär“, heißt es in einer am Donnerstag von WMF verbreiteten SEB-Mitteilung.

Im Zuge eines Programms mit dem Titel „Agenda 21“ zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit von WMF solle „die Fertigung von Edelstahlkochgeschirr bis Ende des Jahres 2020 an andere Standorte des Unternehmens in Europa verlagert“ werden.

Welche Länder dafür in Frage kommen, wollte ein Firmensprecher nicht sagen. Dazu sowie über den gleichzeitig geplanten Abbau von Arbeitsplätzen sollen demnach erst in den nächsten Wochen konkrete Absprachen und Entscheidungen getroffen werden.

2016 hatte SEB den Küchengerätehersteller für mehr als 1,5 Milliarden Euro vom Finanzinvestor KKR übernommen. Das 1853 als Metallwarenfabrik Straub & Schweizer in Geislingen gegründete Traditionsunternehmen war zuvor in Turbulenzen geraten und hatte sich ein striktes Sparprogramm auferlegt.

SEB – dessen Vorläufer 1857 im Burgund gegründet wurde – ist in fast 150 Ländern präsent. Zum Konzern gehören Marken wie Krups, Tefal und Moulinex.

Mehr: Alno hat im Massenmarkt keine Chance. Daher wird bei dem Traditionshersteller nun auf Individualität und höhere Preise gesetzt.

  • rtr
  • dpa
  • HB
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