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Kunden können Reis zurückgeben Aldi stoppt Verkauf von Genreis

Der Discounter Aldi hat nach Meldungen über gentechnisch verunreinigten Reis die fragliche Ware aus den Regalen genommen. Vermutlich gehen jedoch vom dem Reis keine Gesundheitsgefahren für Verbraucher aus.

HB ESSEN / HAMBURG. Betroffen sei das Produkt „Bon-Ri“ in acht Aldi- Regionalgesellschaften in Norddeutschland und im Großraum Berlin, sagte eine Aldi-Sprecherin am Dienstag in Essen. „Kunden können den Reis auch zurückgeben und erhalten das Geld zurück.“ Der zurückgezogene Reis werde an den Lieferanten zurückgegeben.

Der Reis stammt vom Hersteller Reiskontor Handels GmbH, einer Tochter der Euryza GmbH in Hamburg. „Von dem Reis gehen keine Gefahren aus“, erklärte das Unternehmen mit Hinweis auf Einschätzungen von US-Behörden. Die USA hatten die europäischen Behörden am 22. August darüber unterrichtet, dass in kommerziell angebautem Reis Spuren der gentechnisch veränderten Sorte LL601 gefunden worden seien.

Aldi Nord betonte: „Wir haben nach ersten Hinweisen auf Gen-manipulierten Reis vor drei Wochen unsere Ware untersuchen lassen.“ Die Ergebnisse seien negativ ausgefallen, sagte die Sprecherin. Es habe sich kein Verdacht erhärtet. „Wir haben jetzt neue Untersuchungen in Auftrag gegeben.“ Möglicherweise hätten im August noch nicht die richtigen Untersuchungsmethoden vorgelegen.

Nach Untersuchungen der Umweltschutzorganisation Greenpeace ist der bei Aldi Nord angebotene Langkornreis „Bon-Ri“ mit gentechnisch verändertem Reis verunreinigt. Der Hersteller, die Reiskontor Handels GmbH, versicherte: „Kein Reis, der nicht zweifelsfrei durch ein entsprechendes Zertifikat als einwandfrei eingestuft worden ist, wird in unserem Unternehmen aufgenommen, beziehungsweise verarbeitet oder ausgeliefert.“ Bisher lägen keine Untersuchungsergebnisse vor, die das Greenpeace-Ergebnis bestätigten.

Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) geht mit Verweis auf US-Angaben bisher nicht von Gesundheitsgefahren durch den gentechnisch veränderten Reis LL601 für Verbraucher aus. „Nach dem, was die Amerikaner abgeschätzt haben, ist nicht damit zu rechnen“, sagte ein BfR-Sprecher am Dienstag in Berlin. Dem BfR liege allerdings keine eigene Risikoeinschätzung vor. Der gentechnisch veränderte Reis sei eine Vorläufersorte für einen weiteren Reis, der weder geprüft noch zugelassen und daher verboten sei.

Am Montag hatte die Europäische Kommission berichtet, dass mehr als jede fünfte Probe Langkornreis in Europa den nicht zugelassenen gentechnisch veränderten Reis LL601 enthält. Die Firmen des europäischen Verbands der Reismühlen hätten 162 Proben auf den gentechnisch veränderten Reis aus den USA untersucht. In 33 Fällen seien sie fündig geworden.

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