Lambertz Der Printenkönig setzt auf Sex und Dolce Vita

Topmodel Franziska Knuppe wirbt im neuen erotischen Kalender des Printenkönigs Hermann Bühlbecker für dessen Süßwaren. Das Weihnachtsgeschäft ist bei seiner Lambertz-Gruppe unterdessen schon gut angelaufen.
Der Aachener Printenkönig hat 180.000 Paletten Süßwaren für das Weihnachtsgeschäft produziert. Quelle: dpa
Hermann Bühlbecker

Der Aachener Printenkönig hat 180.000 Paletten Süßwaren für das Weihnachtsgeschäft produziert.

(Foto: dpa)

DüsseldorfDie Szene ist weltberühmt: Anita Ekberg steigt im tief dekolletierten Abendkleid nachts in den Trevi-Brunnen in Rom. Die Szene mit der schwedischen Schauspielerin, dem Model und Sexsymbol, stammt aus dem Film „La Dolce Vita“ von Frederico Fellini. Der Kinohit von 1960 und das wilde Leben von Stars und Starlets zu dieser Zeit in Rom ist die Vorlage für den neuesten Kalender des Printenherstellers Lambertz aus Aachen.

Topmodel Franziska Knuppe und der italienische Leinwand-Star Ornella Muti und andere Models räkeln sich für den Aachener Lebkuchen- König Hermann Bühlbecker. Sie führen, leicht bekleidet, Männer an ihren Krawatten vor, knabbern Gebäck mit entblößter Brust oder amüsieren sich im Trevi-Brunnen. „Ornella und Franziska spiegeln den Glamour, aber auch die Frivolität der damaligen Zeit perfekt wider“, sagt Bühlbecker, Alleininhaber der Lambertz-Gruppe, zu seinen Kalenderstars.

Viel nackte Haut für ein gutes Image
Vergangenes Jahr Frankreich, dieses Jahr Italien
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Der Lambertz-Kalender zieht weiter in den Süden. In Italien ließ Lambertz-Chef Hermann Bühlbecker Top-Model Franziska Knuppe und Leinwand-Ikone Ornella Muti vor die Linse der Fotografen treten. Der Kalender 2016 präsentiert sich im sonnigen Dolce-Vita-Style. Auf Youtube findet man Videos vom Fotoshooting des diesjährigen Kalenders.

Bildquelle: Lambertz

Franziska Knuppe
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Sie ist der Star des diesjährigen Printen-Erotikkalenders. Top-Model Franziska Knuppe ist zufällig in die Branche gerutscht. Zunächst absolvierte sie eine Ausbildung zur Hotelfachfrau. Später strebte sich ein Studium der Betriebswirtschaftslehre an, ehe sie in einem Potsdamer Café von Modeschöpfer Wolfgang Joop entdeckt wurde.

Ornella Muti
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Der zweite große Name des Lambertz-Kalenders ist Ornella Muti. Die 60-jährige italienische Schauspielerin wurde durch ihre Rollen in „Die letzte Frau“ und „Der Graf von Monte Christo“ weltbekannt. Für den Lambertz-Kalender posiert Muti in einem eleganten schwarzen Abendkleid vor dem Panorama der Ewigen Stadt Rom.

Dolce Vita lässt grüßen
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Italienisches Flair während der blauen Stunde: An der Amalfi-Küste präsentieren die Models mit einem feuerroten Alfa Romeo Giulia das süße Leben im Süden.

Limitierte unverkäufliche Ausgabe
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Der Kalender des Süßwarenherstellers ist auf 1000 Auflagen limitiert und kann nicht gekauft werden. Nur ausgewählte Personen kommen in den Genuss der schönen Motive. Zum ersten Mal erschienen ist der Kalender 2004 – mittlerweile genießt er Kultstatus.

Keine Pirelli-Kopie
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Der „Pirelli-Kalender der Süßwarenbranche“ ist kein billiger Abklatsch des Kalenders des italienischen Reifenherstellers. Auch bei den Models geht man eigene Wege. Frauen unter oder Anfang 20 sucht man vergebens – und das ist gewollt. Lambertz-Chef Hermann Bühlbecker erklärt, der Kalender solle zeigen, dass Jugendlichkeit nicht mit dem Geburtsjahr zusammenhänge, sondern durch Lebensfreude ausgestrahlt werde.

Ambivalenz des „süßen Lebens“
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Model Elisabeth Ehrlich posiert lässig und oben ohne beim morgendlichen Frühstück auf einem Balkon mit Meerblick. Die von Bühlbecker engagierten Fotografen versuchten, genau dieses Motiv einzufangen. „Dolce Vita stellt Lebensfreude, Sinnlichkeit und Genuss dar. Aber es geht uns auch darum, die Ambivalenz darzustellen, nämlich dass ein Übermaß an Genuss zu Dekadenz, Langeweile und Unzufriedenheit führen kann“, erklärt der Lambertz-Inhaber.

Bühlbecker wirbt mit dem Kalender, der an den berühmten Pirelli-Kalender erinnert, schon zum 13. Mal für sein Süßwarenreich. Das Fotowerk mit einer Auflage von 1.000 Stück, das er im November in Berlin groß vorstellen will, verschenkt er vor Weihnachten an Freunde und Geschäftspartner. Dazu gehören auch Ex-US-Präsident Bill Clinton oder Fürst Albert von Monaco. Zu den Kosten für das erotische Werk schweigt Bühlbecker.

Auch zum Geschäftsergebnis seines Familienunternehmens nennt er keine Zahlen. „Ich kann nur so viel sagen, dass wir seit 1976 in keinem Jahr einen Verlust gemacht haben“, sagt der Alleininhaber und Chef der Aachener Unternehmensgruppe bei einer Pressekonferenz in Düsseldorf. „Und wir haben eine Eigenkapitalquote von mehr als 70 Prozent“, fügt er hinzu.

Offensive auf dem US-Markt
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