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Lebensmittel aus dem Netz Warum sich Tomaten online nicht verkaufen

Einfach per Klick Lebensmittel bestellen und bequem nach Hause liefern zu lassen, das verspricht der Online-Lebensmittelhandel. Doch eine Studie zeigt: Das System ist noch verbesserungsbedürftig.
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Das Online-Geschäft mit Lebensmitteln ist noch verbesserungsbedürftig. Die meisten Deutschen kaufen ohnehin im klassischen Supermarkt ein. Quelle: dpa
Supermarkt statt Online-Einkauf

Das Online-Geschäft mit Lebensmitteln ist noch verbesserungsbedürftig. Die meisten Deutschen kaufen ohnehin im klassischen Supermarkt ein.

(Foto: dpa)

Berlin/Düsseldorf Bananen mit Kühlschäden, zu lange Lieferfristen und andere Lebensmittel als gewünscht - beim Online-Lebensmittelhandel erlebt mancher Kunde böse Überraschungen. Zu diesem Ergebnis kommt das EHI Retail Institute aus Köln. „Wir haben bei Testbestellungen mit bundesweiter Paketlieferung teilweise Probleme mit der Frische festgestellt“, sagte Sascha Berens, Online-Experte des EHI dem Handelsblatt. Das Institut untersuchte in seiner Studie, die exklusiv vorab dem Handelsblatt vorliegt, insgesamt 250 Onlineshops.

Der Großteil der virtuellen Läden meidet denn auch frische Lebensmittel. 63 Prozent der Online-Händler bieten nur Haltbares an. An Käse wagen sich nur 35 Prozent der Händler, an Obst und Gemüse lediglich 21 Prozent und frischer Fisch (14 Prozent) sowie Tiefkühlprodukte (zehn Prozent) liegen auf den letzten Plätzen.

Ein weiteres Problem, wenn die bestellte Ware nicht mehr verfügbar ist, bekommt der Kunde oft keinen Ersatz – erfährt davon aber erst, wenn der Einkaufskorb schon in der Küche steht. Dann muss er doch wieder selbst einkaufen gehen.

In Deutschland ist das Online-Geschäft mit Lebensmitteln noch klein. Lauft GfK-Handelsforschung kaufen Bundesbürger erst 1,2 Prozent ihrer Lebensmittel per Internet. Das liegt auch daran, dass Deutschland ein sehr dichtes Netz an Supermärkten besitzt. So sind die Wege zum nächsten Laden im Vergleich zu anderen Ländern relativ kurz. Außerdem herrscht hier ein harter Preiswettbewerb durch Discounter wie Aldi und Lidl.

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Trotzdem dürfte das noch bescheidene Geschäft in den nächsten Jahren wachsen: Die Marktforscher der GfK in Nürnberg erwarten, dass sich der Anteil der Sparte Lebensmittel & Drogerie bis 2025 von zusammen derzeit 8 auf 16 Prozent verdoppelt.

Davon wollen Newcomer wie Emmas Enkel aus Düsseldorf profitieren. „Wir werden dieses Jahr noch zwei Läden in Köln sowie jeweils einen in Düsseldorf und Berlin eröffnen“, kündigte Mitgründer und Geschäftsführer Sebastian Diehl gegenüber dem Handelsblatt an.

Manch ein Newcomer muss aufgeben

Diese Händler machen Deutschland satt
Platz 10: Globus
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Die Supermarktkette aus dem Saarland entwickelte bereits 1966 ein Konzept, das einem modernen Supermarkt ähnelt. Heute beschäftigt das Unternehmen rund 18.500 Mitarbeiter in 46 SB-Warenhäusern. Im Jahr 2015 erreichte die Globus-Gruppe einen Umsatz von 4,82 Milliarden Euro.

Quelle: TradeDimensions

(Foto: Imago)
Platz 9: Rossmann
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Die Drogeriekette kann den Umsatz mit Lebensmitteln im Vergleich zum Vorjahr deutlich steigern. Waren es 2014 noch 5,41 Milliarden Euro, machte Rossmann im vergangenen Jahr 5,75 Milliarden Euro Umsatz. Die Drogeriekette von Dirk Roßmann verkauft vor allem Bio-Lebensmittel und Wein.

(Foto: dapd)
Platz 8 : dm
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Der erste dm-Markt eröffnete 1973 in Karlsruhe. Heute ist dm in zwölf europäischen Ländern mit über 3.200 Marken präsent. Mit 7,03 Milliarden Euro Umsatz dürfte der Drogeriekonzern durchaus zufrieden auf das vergangene Jahr zurückblicken.

(Foto: dpa)
Platz 7: Tengelmann
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2015 gehörte die Handelskette aus Mühlheim an der Ruhr noch zu den größten Lebensmittelhändlern der Republik mit einem Umsatz von 7,7 Milliarden Euro im Jahr 2015. Im März 2016 wurde allerdings die Übernahme durch den Konkurrenten Edeka von Wirtschaftsminister Gabriel genehmigt.

(Foto: ap)
Platz 6: Lekkerland
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Der Handelsriese mit Sitz in Frechen beliefert vor allem die Shops von Tankstellen und kleine Büdchen. Das Geschäft mit dem Spontan- und Spätkauf katapultiert Lekkerland unter die größten Händler mit einem Umsatz von 9,08 Milliarden Euro.

Platz 5: Metro-Gruppe
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Zum Dax-Konzern gehört mit Metro Cash&Carry nicht nur der führende Lebensmittel-Großhändler, sondern auch die real-Supermärkte. Damit nehmen die Düsseldorfer unter Deutschlands Lebensmittelhändlern eine führende Position ein. Dennoch büßte die Gruppe im Vergleich zu 2014 mehr als drei Milliarden Euro ein und brachte es im vergangenen Jahr auf einen Umsatz in Höhe von 26,13 Milliarden Euro. Verantwortlich dafür ist der Verkauf der Warenhaussparte Galeria Kaufhof.

(Foto: dpa)
Platz 4: Aldi
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Beim Lebensmittelabsatz landet der Discounter auch in diesem Jahr nicht auf dem Treppchen – überholt aber Metro und landet auf Platz vier. Der Umsatz stieg 2015 auf 27,8 Milliarden Euro. Aldi Nord und Aldi Süd legten gemeinsam um 1,5 Prozent zu.

(Foto: dpa)

Das Düsseldorfer Unternehmen, an dem sich der Handelsriese Metro mit 15 Prozent beteiligt hat, verkauft seine Lebensmittel in eigenen stationären Läden und liefert die Ware von dort aus, wenn jemand seinen Wochenendeinkauf online bestellt. Probleme wie das langwierige, aufwendige Versenden der sensiblen Produkte entfallen, denn ein eigener Lieferdienst bringt den Einkauf zu den Kunden nach Hause. „Zu unseren Top Ten gehören Obst und Gemüse“, versichert Diehl.

Doch mancher Newcomer muss seine hochfliegenden Pläne wieder aufgeben wie Shopwings aus Berlin. Das Start-up aus dem Hause Rocket Internet arbeitete mit Freelancern zusammen, die für den Kunden einkaufen gingen. So sollten die Lebensmittel nicht nur schnell zum Besteller gelangen. Wenn das bevorzugte Knäckebrot alle war, konnte der Einkäufer auch anrufen und eine Alternative anbieten. Die preisbewussten Deutschen waren offensichtlich nicht bereit, den Aufpreis von mindestens fünf Euro pro Einkauf für den Service zu zahlen.

Und auch die Supermärkte, die einen Teil der Kosten hätten decken sollen, sahen nicht ein, warum sie das Start-up mit einer Provision an ihrem Umsatz beteiligen sollten. Das Ergebnis: Nach nur zehn Monaten gab Shopwings das Geschäft in Deutschland auf und konzentriert sich nun auf die Märkte in Australien und Südostasien.

Die großen Lebensmittelketten wollen sich die Kunden von den Start-ups nicht ausspannen lassen. Mancher geht es in dieser frühen Phase des Marktes allerdings noch vorsichtig an. Edeka Südwest aus Offenburg etwa sieht den Versand von Waren bislang als „ein Nischengeschäft, in dem wir vorerst noch Erfahrungen sammeln“, wie eine Pressesprecherin sagte.

Der Lebensmittelhändler ist mit Shops für Spezialitäten und Feinkost sowie für Lebensmittel des täglichen Bedarfs, aber ohne kühlpflichtige Ware im Geschäft. „Da gibt es noch keine praktikable und bezahlbare Lösung, die unsere Ansprüche an Frische und Qualität erfüllt“, sagte die Pressesprecherin.

Chance für Nischenhändler

Diese Eigenmarken bekommen die besten Noten
Eigenmarken im Vergleich
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Eigenmarken sind beliebt: Die derzeit höchsten Umsätze auf dem deutschen Lebensmittelmarkt verbuchen Edeka (2014: 51,85 Milliarden Euro), Rewe (inklusive Penny in 2014: 37,999 Milliarden Euro), die Schwarz-Gruppe mit Lidl und Kaufland (2014: 34,06 Milliarden Euro) sowie die Metro-Gruppe, der auch Real gehört (2014: 29,718 Milliarden Euro). Jeder dieser Supermärkte unterhält eigene Eigenmarken.

(Foto: dpa)
Im Trend
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Einer Studie des Marktforschungsunternehmens Nielsen zufolge stieg der Marktanteil der in deutschen Supermärkten verkauften Eigenmarkenprodukte seit 2009 um mehr als sechs Prozent. Aktuell liegt der Anteil bei mehr als 34 Prozent – und glaubt man den Prognosen, so wird er weiterhin stark wachsen. Das Portal Vergleich.org hat ausgewertet, welche dieser Produkte bei der Stiftung Warentest die besten Testergebnisse erzielen...

(Foto: dpa)
Der Eigenmarkentest
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Eine Kundin in einem Supermarkt von Aldi (Nord): Vergleich.org kürt die besten Eigenmarken basierend auf 65 Einzeltests zwischen 2011 und 2015. Das sind besten acht Eigenmarken der führenden deutschen Discounter...

(Foto: dpa)
8. Platz: Real
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Ein Mann schiebt seinen Einkaufswagen vor einem Real-Supermarkt in Köln: Das Schlusslicht der Untersuchung bildet Real. Dessen Eigenmarken-Waren erhalten durchschnittlich nur die Note 2,99 von der Stiftung Warentest. Im Schnitt sind die Produkte der Supermarktkette also lediglich befriedigend.

(Foto: dpa)
7. Platz: Netto
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Ein Schild weist in Düsseldorf auf einen Netto-Markt hin: Dem Netto Marken-Discount gelingt nur der Sprung auf den siebten Platz. Die hauseigene Discountmarke erreicht lediglich eine Durchschnittsnote von 2,90.

(Foto: dpa)
6. Platz: Aldi Süd
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Eine Aldi-Süd-Filiale in Köln: In der Praxis fiel den Tester auf, dass man bei Aldi seinen Einkauf besonders schnell erledigen kann. Aldi Süd bekommt für seine Eigenmarke dennoch nur die Note 2,78. Das reicht nur für einen Platz im Mittelfeld – Rang sechs.

(Foto: dpa)
5. Platz: Edeka
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Vegane Lebensmittel von Edeka: Insbesondere vegetarische und auch mehr und mehr vegane Bio-Produkte in hoher Qualität erfreuen sich großer Nachfrage. Edekas Eigenmarke läuft den eigenen Ansprüchen hinterher: Rang fünf mit einer Durchschnittsnote von 2,66.

(Foto: dpa)

Auch der große Konkurrent Rewe aus Köln sieht Kühl- und Tiefkühlware beim Lieferservice von Lebensmitteln als „besondere Herausforderung“. Er versucht das mit eigenen Kühlfahrzeugen und eigenem Zustellpersonal zu meistern. Rewe beobachtet, dass in Deutschland trotz aller Skepsis „die Akzeptanz bei den Kunden wächst“. Die Kölner werben um Vertrauen, in dem sie Neukunden drei Testkäufe anbieten, ohne Lieferkosten zu berechnen.

Eine große Chance sieht EHI-Experte Berens künftig für Nischenhändler. So hat er bei den untersuchten Shops viele Metzger (sieben Prozent) und Käsehändler (sechs Prozent) entdeckt. Das könnte auch daran liegen, dass deren Anteil am stationären Geschäft abnimmt. In dem Markt tummeln sich inzwischen auch Spezialisten wie Fischkaufhaus.de.

Andere versuchen es mit mehr Convenience: Aboboxen wie die Gemüsekiste vom Landwirt sind längst kein Nischenprodukt mehr für Ökobewusste. Das Start-up Hello Fresh, wie Shopwings eine Erfindung der Samwer-Brüder, liefert nicht nur Lebensmittel, sondern gleich die dazugehörigen Rezepte ins Haus.

Das Unternehmen, das nicht nur in Deutschland, sondern auch in den USA, Großbritannien und den Benelux-Staaten aktiv ist, machte 2014 einen Umsatz von 70 Millionen Euro und strebt im Herbst den Börsengang an. Wie viele der 280.000 festen Kunden aus dem online-skeptischen Deutschland stammen, das will Hello Fresh aber lieber nicht verraten.

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11 Kommentare zu "Lebensmittel aus dem Netz: Warum sich Tomaten online nicht verkaufen"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • @ Frau Eichner,

    ich verdamme niemanden - machen Sie das etwa?

    Ich habe nur meine Sicht der Dinge geschrieben und wie ich es derzeit handhabe. Sie haben das Gleiche getan. Kann beides nebeneinander existieren?

    Dazu gebe ich folgendes zu bedenken:
    Ich stamme noch aus der Zeit der Tante-Emma-Läden und habe den Wandel miterlebt. "Plötzlich" gab es auf der grünen Wiese die Discounter - immer mehr Leute hatten ein Auto - und preiswerter waren die Discounter schließlich. Also wurde dort eingekauft. Immer mehr Tante-Emma-Läden mussten schließen, weil ihnen der Umsatz wegbrach.
    Alte Leute hatten das Nachsehen, sie mussten mit dem Bus zum Supermarkt fahren.
    Ihr Geschäft in der Nähe existiert heute neben dem Internetshop - in der Zukunft wird es vielleicht im Umkreis von 50 km nur noch ein Geschäft geben - schließlich können ja alle per Internet bestellen. Die Marktmacht von wenigen wird größer! Es wird kleine Bauernhöfe - kleine Bäcker etc. nicht mehr geben.

    Ich bemühe mich darum genau diese kleinen zu unterstützen - denn nur die Vielfalt garantiert uns Marktpreise und Mindestniveau


  • Ja schön - und was machen die Millionen anderer Menschen die es nicht soooo gut haben wie sie? Verdammen sie diese dazu auf ein bisschen Komfort zu verzichten, weil es IHNEN nicht in den Kram passt oder SIE es nicht nötig haben?

  • Herr Müller,
    mein Name ist Monika nicht Erika. Aber wie sie schon beim Namen irren, so ist auch der Rest purer Unfug.
    Ich brauche keinen 3-Drucker. Mein Kind ist erwachsen und findet alleine in ihr zuhause. Ich habe kein Smartphone, nur ein 10 Jahre altes Handy mit dem ich ab und zu mal telefoniere.
    Ich bin also schon gross und bin sei 15 Jahren selbständige Unternehmerin..
    Ich nütze die neuen Services wenn ich sie gut und nützlich für MICH finde.
    In meinem Fall geniesse ich es meine Artikel online und vom Schreibtisch aus zu ordern. Hab ich schon mehr Zeit um Forenbeiträge zu schreiben (nicht wahr). *g* Nein im Ernst - ich kann meine Arbeit machen und bekomme meine Lebensmittel geliefert. Der Ausführende ist die gleiche Firma, die ich auch vor Ort aufsuchen würde. Ob ich bei REWE vor Ort oder Online einkaufe - die Ware kommt aus dem gleichen Lager.

    Ich lasse mich nicht von seltsamen Vorurteilen leiten und es würde mir nicht im Traum einfallen so einen hämischen und unwissenden Kommentar abzusetzen wie sie.
    Sie kennen mich kein Stück und müssen doch über mich herziehen. Das zeigt mir, wie arm im Geiste sie sind. Ich wünsche ihnen, dass sie auch ohne Online Lebensmittel glücklich werden. Wenn sie irgendwann einmal so alt sind das sie die Getränkekisten nicht mehr schleppen können, werden sie vielleicht einmal daran denken, dass sie den Onlinehandel verdammt haben und tapfer weiter schleppen...

  • Es tut mir leid, aber ich denke das nur wenige Menschen sich so zeitaufwändig wie sie ernähren können.
    Die Qualität der Lebensmittel in guten Supermärkten ist jedoch bei weitem nicht so schlecht wie sie sagen. Auch im Supermarkt und Online gibt es Lebensmittel aus der Region. Man muss die Fertigware ja nicht kaufen.
    Meine Online Einkäufe mache ich bei REWE. Sie haben die gleichen Angebote wie im Laden. Und wenn ich im Laden keine asaisonalen Früchte kaufe, dann tue ich das online auch nicht.
    Zur Qualität der Bio-Ware. Wie vielfache Studien bereits bewiesen haben, wird diese sehr überschätzt. Evtl. vorverarbeitete Ware kann hier noch punkten, aber ich kaufe eigentlich nie Halbfertig oder Fertiggerichte.

  • @ Frau Eichner

    Die Bio-Molkerei liefert täglich frisch an die Haustür (so etwas funktioniert auch ohne Internet) - der Bio-Bäcker liefert einmal die Woche an die Haustür (auch ohne Internet) der Bio-Eier/Geflügel-Hof beliefert die Geschäfte der Umgebung - somit auch das Geschäft am Ort
    Obst-Gemüse incl. Kartoffeln hab ich im eigenen Garten - der mir so nebenbei auch noch den Fitnessclub ersetzt.

    Somit keine Fahrerei - alles zu Fuß erreichbar und frischer geht's nicht mehr.

    Lebensmittel per Internet? Nein Danke!

  • @ Monika Eichner
    ja ich gebe Ihnen recht, es ist zeitlich schwierig. Als unsere Kinder noch zu Hause waren, war dies kaum möglich. Nun ist Zeit, um einmal in der Woche auf der Rückfahrt von der Arbeit auf einem Markt vorbeizufahren - der dann auch noch auf hat (das ist das Problem). Dort kaufen wir die Eier. Ein Biobauer wohnt unweit von uns, der schlachtet etwa alle 2 Monate, da wird dann eingefroren.

    Im Laufe der Zeit habe ich die Supermarktlebensmittel einfach satt. Zuckerbomben mit chemischen Stoffen, die keiner will. Die Lebensmittelindustrie produziert nur noch billigst und verkauft immer teurer.

    Also back to the basics. Und eine ökologische Bilanz ist da nichtmal ein Antrieb, es geht mir um mich! Die ökologische Bilanz unserer Lebensmittel aus Peru, Neuseeland etc. ist aber eh ein Desaster! Und nur durch die durch die Steuerzahler hochsubventionierten Autobahnen machbar. Sonst müssten wir eh Lebensmittel aus der Region essen.

  • Frau Erika Eichner,
    ein Vorschlag - kaufen Sie sich einen 3D-Drucker, und Sie haben alles vor Ort.

    Und wenn Sie Ihr Kind aus dem Kindergarten abholen, können Sie das Kind auch
    noch per Handy auf dem Weg bringen. Frauen haben eh das "Ding" vor Augen
    statt das Kind an die Hand zu nehmen.
    Aber letztlich hat ja der Autofahrer die Aufsichtspflicht - gelle ???
    In dem Sinne

  • @ Meisenkaiser

    Wie es aussieht, haben sie viel Zeit die ganzen Lebensmittel 'vor Ort' einzukaufen. Ich hoffe natürlich es ist alles fussläufig erreichbar. Mit dem Auto überall rumzufahren und 6 Eier und 1 Flasche Milch und evt. noch ein paar Kartoffeln bei 3 unterschiedlichen Bauern (die es so ohnehin nicht mehr gibt, in D) einzukaufen, dürfte wohl eine ökologische Minusbilanz erzeugen.

    Sorry, aber ihre idealisierten Einkäufe, kann ich ihnen nicht so ganz abnehmen. Es sei denn, sie haben 'Einkaufen' zu ihrem Lebensinhalt gemacht.

  • Nun - ich kann nur sagen, dass es funktioniert.
    Ich lasse meinen Wocheneinkauf inkl Getränkekisten jede Woche liefern. Allerdings wende ich mich bei der Bestellung auch an einen Lebensmittelhändler der Offline präsent ist.
    Ich bekomme die gleiche Qualität wie im Laden, das Tiefgekühlte ist tiefgekühlt (sogar bei den heissen letzten Tagen), ebenso die Ware aus dem Kühlregal und das Fleisch. Ich habe noch nicht eine Ersatzlieferung bekommen. Ich kann die Uhrzeit der Zustellung wählen. Produkte die ich schon einmal gekauft habe werden mir extra angezeigt. So kann man sie schneller wieder auswählen.
    Ich geh natürlich ab und zu auch noch vor Ort einkaufen, aber die große Portion lasse ich liefern.

    Ich denke, auch die Lebensmittellieferung wird unsere Zukunft sein. Die Leute werden immer älter und es ist wirklich eine tolle Angelegenheit wenn Getränkekisten bis an die Tür geliefert werden.

  • Da werden Sie die Unternehmen ganz sicher eine "blutioge Nase" holen.
    Die zeitnahe Belieferung des Endkunden mit Lebensmiteln ist logistisch nicht koistendeckend
    darstellbar, oder für den Kunden unbezahlbar.

    Versuche im Frischebereich sind bisher immer gescheitert, weil die Systeme momentan viel
    zu arbeits- und kostenintensiv sind. In zehn Jahren, wenn Roboter die Kommissionierung in
    den Logistikzentren übernehmen können und fahrerlose Lieferfahrzeuge, oder Frohnen die
    Zustellung übernehmen, ist dieses Systrem vielleicht planbar.

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