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Lebensmittel-Lieferdienst Amazon Fresh erhöht die Preise

Die Kunden des Lebensmittel-Lieferdienstes müssen tiefer in die Tasche greifen. Daran ist auch die Konkurrenz schuld.
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Revolution bei Lebensmitteln – so will Amazon go den Markt erobern

DüsseldorfEin Jahr nach seinem Start in Deutschland hat der Lebensmittellieferdienst Amazon Fresh seine Preise deutlich nach oben angepasst. Dies zeigt eine Untersuchung des Preisvergleichsportals günstiger.de. Das Portal hatte vor einem Jahr und jetzt erneut Warenkörbe mit insgesamt rund 100 Produkten bei Amazon Fresh mit vergleichbaren Waren beim konkurrierenden Lieferdienst von Rewe verglichen.

Das Ergebnis ist eindeutig: Zwei Drittel der Amazon-Stichproben sind im Vergleich zum Vorjahr teurer geworden. Zwar biete Amazon im Schnitt immer noch die günstigeren Preise. Der Abstand zu Rewe sei jedoch geringer geworden.

Bei beiden Diensten sind nach Erkenntnissen der Studie die Preise gestiegen. Bei Amazon Fresh hätten sie jedoch im Schnitt um 20 Prozent zugelegt, bei Rewe nur um fünf Prozent. Waren vor einem Jahr noch 86 Prozent der untersuchten Produkte bei Amazon günstiger als bei Rewe, traf das in der aktuellen Untersuchung nur noch auf 54 Prozent zu.

„Amazon scheint seine Kampfpreise aus dem Vorjahr nicht halten zu können und verlangt bei zahlreichen Produkten nun mehr Geld“, sagt Nicole Berg von guenstiger.de. Zugleich nähere sich Rewe auf der anderen Seite durch gezielte Preissenkungen an das niedrigere Amazon-Preisniveau an. Bei 22 Prozent der untersuchten Produkte hatte Rewe im Vergleich zum Vorjahr sogar die Preise gesenkt.

Ein Grund für den Preisanstieg bei Amazon Fresh könnte auch die Konkurrenzsituation sein. So hatte vor einem Jahr noch in Berlin auch die Supermarktkette Kaufland einen Onlinelieferdienst angeboten und geplant, diesen auch auf Hamburg auszuweiten. In der Zwischenzeit hat Kaufland, das wie Lidl zur Schwarz-Gruppe gehört, seinen Dienst wieder eingestellt. Auch Lidl hat ein geplantes Onlineangebot in Berlin kurz vor dem Start gestoppt.

Recherchen des Fachmagazins „Lebensmittelzeitung“ haben gezeigt, dass Amazon in der Tat sehr stark auf die regionale Konkurrenzsituation reagiert. So sei zwischen den Städten bei einzelnen Produkten eine Preisdifferenz von bis zu 40 Prozent zu beobachten. In der Regel betrage bei Amazon der Unterschied bei Waren wie Frischmilch, Tomaten oder Wurst zwischen Berlin, Hamburg und München 10 bis 20 Cent.

Der Umsatz von Amazon Fresh wächst weiter stark, bewegt sich aber immer noch auf überschaubarem Niveau. So hat der Dienst im vergangenen Jahr nach Schätzungen des Marktforschers LZ Retailytics in Deutschland rund 11 Millionen Euro umgesetzt. Für dieses Jahr gehen die Experten von einer Vervierfachung des Umsatzes auf etwa 46 Millionen Euro aus.

Amazon Fresh ist zunächst in Berlin gestartet und hat seinen Dienst danach auf München und Hamburg ausgeweitet. Ein Ausbau auf weitere Städte ist geplant. Wann dies passiert, hatte Amazon jedoch noch offen gelassen.

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