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Lebensmittel-Lieferdienste Wenn Aldi zweimal klingelt

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Angriff von Amazon

Die Supermärkte wollen sich vorbereiten. Sie haben aus den Erfahrungen des Buchhandels gelernt – und wollen sich frühzeitig gegen neue Konkurrenz zur Wehr setzen. Denn die Internet-Startups, die im Netz als eigenständige Lebensmittelhändler agieren, sind zahlreich. Über das junge Start-up Shopwings können Kunden ihren Einkaufszettel online an so genannten „Shopper“ übertragen, die Lebensmittel aus lokalen Supermärkten gegen eine Gebühr von fünf Euro bis nach Hause liefern – und das innerhalb von zwei Stunden, verspricht das Unternehmen.

Am Horizont wartet noch ein Konkurrent auf die Lebensmittelhändler, der schon ganz andere Branchen das Fürchten gelehrt hat. Amazon dürfte noch in diesem Jahr seinen Frische-Lieferdienst Amazon Fresh an den Start bringen, prognostizieren Marktbeobachter. Diese Einschätzung bestätigt Rewe-Chef Alain Caparros. „Amazon Fresh kommt. Wir wissen, dass sie bereits Logistikstandorte haben“, sagte Caparros zuletzt der Nachrichtenagentur dpa.

Bei Amazon hält man sich auf Handelsblatt-Nachfrage bedeckt zu den eigenen Expansionsplänen. „Amazon ist sich der Größe der Herausforderung bewusst“, sagt Kai Hudetz, Geschäftsführer des Kölner Instituts für Handelsforschung (IFH). Einen Flop könne sich der Branchenriese nicht erlauben. Eigentlich hatte das Unternehmen den Start mit dem Lebensmittelhandel schon vor einem Jahr geplant – ihn dann aber wegen logistischer Probleme wieder verschoben. Der Internetgigant vertreibt in Deutschland schon seit Juni 2010 Lebensmittel aus dem Trockensortiment. Damals startete Amazon mit 35.000 Artikeln. Mittlerweile sind es nach Konzernangaben über 471.000 Produkte.

Der Start von Amazon Fresh dürfte für den deutschen Markt ein Startschuss für den Online-Handel mit Lebensmittel sein. Das könnte, so sagt es EY-Experte Wagner, eine „Revolution im Lebensmittelmarkt“ auslösen. Eine Revolution, der sich jetzt auch Aldi angeschlossen hat. 

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