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Lebensmittel Niemand produziert so viel Nahrung wie Nestlé - diese Marken und Produkte sollten Sie kennen

Nestlé-Produkte umgeben unser Leben von morgens bis abends. Wir zeigen Ihnen die wichtigsten Marken, Unternehmen und Tochterfirmen von Nestlé.
15.10.2020 - 15:27 Uhr Kommentieren
Niemand produziert so viel Nahrung wie Nestlé. Diese Marken solltest du kennen. Quelle: REUTERS
Wasser von Nestlé

Produkte von Nestlé gibt es auf der ganzen Welt. Der wichtigste Markt für Nestlé sind mit Abstand die USA, danach folgt China, Frankreich und Brasilien.

(Foto: REUTERS)

Dieser Artikel ist am 13. Februar 2020 bei Orange - dem jungen Portal des Handelsblatts - erschienen.

Begriffe wie „Gigant“, „Koloss“ oder „Riese“ werden häufig von Journalisten für große Unternehmen verwendet. Für diese Firma passt jedes dieser Worte perfekt. Denn das Schweizer Unternehmen ist der größte Nahrungsmittelhersteller der Welt – und hat damit die größte Macht aller Firmen weltweit, wenn es um unsere Ernährung geht.

Nestlé-Marken: Das sind die wichtigsten Produkte

291.000 Mitarbeiter beschäftigt Nestlé nach eigenen Angaben auf der ganzen Welt, das entspricht etwa der Einwohnerzahl Augsburgs. Ungefähr die Hälfte der Belegschaft arbeitet in der Produktion der andere Teil kümmert sich um den Verkauf und die Verwaltung. In Deutschland arbeiten nach jüngsten Angaben 10.300 Menschen für Nestlé, der Sitz ist in Frankfurt. Deutschlandweit hat Nestlé 14 Fabriken, weltweit sind es mehr als 400. Die meisten davon stehen in Nord- und Südamerika sowie in China.

An der Börse ist das Unternehmen knapp 270 Milliarden Euro wert (Stand: Februar 2020) – das ist mehr als doppelt so viel wie die deutschen Unternehmen Volkswagen und Daimler zusammen. So riesig Nestlé ist, so groß ist auch die Kritik an Nestle.

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    Der wichtigste Markt für Nestlé sind mit Abstand die USA, danach folgt China, Frankreich und Brasilien. In Deutschland machte Nestlé 2018 einen Umsatz von 2,5 Milliarden Euro. Das entspricht nicht mal drei Prozent der gesamten Einnahmen des Konzerns. Damit zählt die Bundesrepublik gerade noch so zu den Top 8 der wichtigsten Märkte für Nestlé. Seit Januar 2017 steht allerdings ein Deutscher an der Spitze des Lebensmittel-Giganten: Ulf Mark Schneider. Sein Büro ist im Hauptsitz des Konzerns in der Schweiz.

    Nestlé steigert Umsatz und Gewinn 2019

    Insgesamt hat Nestlé 2019 rund 92,6 Milliarden Schweizer Franken (rund 87 Milliarden Euro) eingenommen - ein Prozent mehr als im Vorjahr. Rechnet man heraus, dass der Konzern einzelne Geschäfte verkauft hat, legte der Umsatz sogar um 3,5 Prozent zu. Vor allem in den USA hat der Konzern seinen Umsatz gesteigert. Im Gegensatz dazu nahm Nestlé in Deutschland weniger Geld ein.

    Unterm Strich machte das Unternehmen knapp 13 Milliarden Franken Gewinn - 23 Prozent mehr als im Vorjahr. Für den riesigen Zuwachs sorgten allerdings vor allem Sondererträge durch Verkäufe von Tochterfirmen.

    Die aktuellen Geschäftszahlen von Nestlé sind der Anlass für diesen Artikel. Nestlé teilt seinen Konzern in sieben Segmente ein.
    Die Tochterunternehmen, Firmen, Produkte und Marken von Nestlé teilen sich in folgende Bereiche:

    • lösliche Getränke: Nescafé, Nespresso, Nestea, Nesquik
    • Wasser: Nestlé Pure Life, San Pellegrino, Vittel, Perrier, Poland Spring
    • Milchprodukte und Eis: Nestlé LC1, Häagen-Dazs, Mövenpick, Schöller
    • Fertiggerichte: Maggi, Wagner, Buitoni, Herta, Thomy
    • Gesundheitsnahrung und Babyprodukte: NAN Optipro, Bübchen, Meritene Mobilis
    • Schokolade und Süßigkeiten: Kitkat, Choco Crossies, Cini Minis, After Eight, Smarties
    • Tiernahrung: Dentalife, Purina, Felix.

    Nestlé Marken: (lösliche) Getränke

    Die Kaffeemarke gilt weltweit als führend. Quelle: AP
    Nescafe

    Die Kaffeemarke gilt weltweit als führend.

    (Foto: AP)

    Mit löslichen Getränken macht Nestlé am meisten Umsatz. 2019 nahm der Konzern mehr als 23,2 Milliarden Schweizer Franken ein, das sind umgerechnet rund 22 Milliarden Euro. Etwa die Hälfte davon brachte der Verkauf von Kaffee. In diesem Bereich bleiben mehr als 21 Prozent des Umsatzes als Gewinn übrig. Im gesamten Konzern liegt die so genannte Marge im Schnitt bei 17,5 Prozent.

    Nescafé ist die führende Kaffeemarke weltweit und sie kann in 180 Ländern gekauft werden. Nach Angaben von Nestlé werden pro Sekunde weltweit 5.500 Tassen Nescafé getrunken. Zu Nestlés Kaffeeimperium gehören auch die Kapselmarken Nescafé Dolce Gusto und Nespresso. Nespresso, bekannt durch die Werbung mit Schauspieler George Clooney, führt etwa 600 Boutiquen auf der ganzen Welt.

    Die intensiv bedruckten, teilweise beschichteten Kartons, die unter anderem viele Einlagen aus Kunststoff enthalten, sind nicht gerade umweltfreundlich. 2018 wurden in Deutschland rund 3,5 Milliarden Kaffeekapseln verbraucht, das entspricht etwa 85 Kapseln pro Haushalt. Nespresso macht zu den eigenen Verkaufszahlen keine Angaben, sagt jedoch, dass der Umsatz des Konzerns schneller als der Markt wachse, schreibt die „Bild“-Zeitung.

    Eine weitere wichtige Nestlé-Getränkemarke ist Nesquik, bekannt vor allem für Kakaotrinkpäckchen. Ende 2016 stellte der spanische Fußballklub FC Barcelona Nesquik als neuen Sponsor vor. In Deutschland zählt außerdem Nestea zu den beliebtesten Eisteesorten, zusammen mit Pfanner, Lipton Ice und Volvic Tea.

    Nestlé-Wasser: die größte Wassermarke der Welt

    Nestlé-Boykott macht Getränkehändler Grözinger berühmt
    S.Pellegrino

    Ein Wasser aus dem Angebot von Nestlé.

    Quelle: Imago

    Weltweit kauft Nestlé Wasserrechte von staatlichen Wasserbehörden. Das erlaubt dem Unternehmen, Wasser direkt aus dem Grundwasser abzupumpen. Dieses Wasser reinigt Nestlé und verkauft es dann als abgefülltes „Tafelwasser“ in Plastikflaschen, zum Beispiel unter der Marke „Nestlé Pure Life“.

    Allein mit dem Verkauf von abgefülltem Wasser machte Nestlé 2018 einen Umsatz von umgerechnet sieben Milliarden Euro. Nestlé Pure Life ist die größte Wassermarke der Welt. Der für das Geschäft zuständige Bereich „Nestlé Waters“ hat 48 Wasser- und zwei Tee-Marken.

    Die Wassermarken S.Pellegrino und Perrier sind laut eines Quartalsberichts aus dem Jahr 2018 für Nestlé die „wichtigsten weltweit“. Außerdem gehört die Marke Vittel zu Nestlé.

    Nestlés Topmarken aus der Molkerei- und Eisabteilung

    Ein bekannter Vertreter von Mövenpicks Eisprodukten. Quelle: Nestlé Deutschland AG
    Mövenpick

    Ein bekannter Vertreter von Mövenpicks Eisprodukten.

    Quelle: Nestlé Deutschland AG

    Verbraucher kennen die Marken Häagen-Dasz, Mövenpick und Schöller. Diese Marken gehören alle zum Sortiment von Nestlé. Im Supermarkt im Jogurt-Kühlfach ist außerdem die Marke LC1 vertreten, bekannt für Naturjogurts von Nestlé.

    Nestlé-Produkte für Babys und für die Gesundheit

    Nestle bietet mit Bübchen auch Pflegeprodukte für Kinder und Schwangere an. Quelle: Nestlé Deutschland AG
    Bübchen

    Nestle bietet mit Bübchen auch Pflegeprodukte für Kinder und Schwangere an.

    Quelle: Nestlé Deutschland AG

    Nach eigenen Angaben will Nestlé mit diesen Produkten die „Lebensqualität von Müttern und Neugeborenen in den ersten 1000 Tagen“ steigern. Die Sparte ist die zweitgrößte nach dem Getränkebereich. Dafür bietet Nestlé ein Ersatzprodukt für Muttermilch an: NAN Optipro, Milchpulver.

    Ein Bericht der Organisation „Changing Markets Foundation“ untersuchte Anfang 2018 die Babynahrung von Nestlé. Mit keinem wirklich guten Ergebnis. Besonders in der Kritik: Nestlés Werbeslogan „am nächsten an der Muttermilch“. Der Slogan werde weltweit verwendet, obwohl die Zusammensetzung der Produkte überall auf der Welt sehr unterschiedlich sei, kritisieren die Verbraucherschützer.

    Über 70 Produkte für Babys aus 40 Ländern haben sie untersucht. Das zentrale Ergebnis des Berichts: Nestlés Produkte basierten nicht auf Ernährungswissenschaften, sondern seien vor allem auf Profit und Wachstum auf Kosten von Säuglingen ausgerichtet.

    Außerdem gehört die deutsche Firma Bübchen zu Nestlé, die Marke ist bekannt für Körperpflegeprodukte wie zum Beispiel Öl für Babys. Dazu hat Nestlé Getränkepulver der Marke Meritene Mobilis im Programm, um die Fitness von älteren Menschen zu verbessern.

    Nestlé-Marken: Fertiggerichte

    Die Marke ist bekannt für ihre Fertiggerichte. Quelle: Reuters
    Maggi

    Die Marke ist bekannt für ihre Fertiggerichte.

    (Foto: Reuters)

    Es gibt wohl kaum einen Küchenschrank in Deutschland, in dem sie nicht steht: Maggi. Schon seit mehr als 70 Jahren gehört der Hersteller von Flüssigewürzen, Brühwürfeln und Fertigsaucen zu Nestlé.

    Außerdem ist Nestlé in der Kühltruhe im Bereich Fertigpizzen zu finden. Die Marke Wagner ist einer der größten europäischen Hersteller von Tiefkühlpizza und gehört seit Anfang 2013 zu 100 Prozent zur Nestlé Deutschland AG.

    Spaghetti, Tomatensauce, Pesto unter der Marke Buitoni gehören ebenfalls zu Nestlé. Für Aufschnitt von Nestlé, wie zum Beispeil Fleischwurst oder Schinken sorgt die deutsche Marke Herta, die seit mehr als 30 Jahren als Tochtergesellschaft des Konzerns besteht. Vielleicht noch etwas Mayonnaise, Senf oder Grillsauce dazu? Dafür stellt Nestlé die Marke Thomy auf den Tisch.

    Nestlé-Produkte: Schokolade und Süßigkeiten

    Der Schokoriegel mit dem
    Kitkat

    Der Schokoriegel mit dem "Big Break".

    (Foto: AP)

    An der Kasse noch schnell nach einem Lion greifen oder für die Geburtstagsfeier Choco Crossies, Kitkat, After Eight, Rolo oder Smarties besorgen? All die geschützten Originale stammen von dem Schweizer Unternehmen, die unter dem Namen „Milchprodukte und Desserts“ laufen.

    Schon bei der Frühstückswahl neigen viele zum Kauf von Nestlé-Produkten. Für diejenigen, die es morgens etwas süßer mögen, sind es die Cornflakes namens „Cini Minis“, die in der Fernsehwerbung lachend umhertanzen, oder die „Cookie Crisps“, die wie Mini-Schokokekse aussehen.

    Während das Unternehmen bei den Frühstücks-Flakes damit wirbt, 34 von 100 Gramm Vollkorn zu verwenden, erwähnt es auf der Website nicht: In den süßen Flakes steckt auch fast genau so viel Zucker: nämlich 35,1 Gramm! Außerdem verkauft das Schweizer Unternehmen unter der Marke „Nestlé Fitness“ Cornflakesriegel.

    Nestlé-Produkte: Tiernahrung

    Die Haustiermarke für Hundefutter. Quelle: Nestlé Deutschland AG
    Beneful

    Die Haustiermarke für Hundefutter.

    Quelle: Nestlé Deutschland AG

    Mit Zahnpflege für den Hund (Dentalife), Tiernahrung (Purina) und Katzenfutter (Felix) macht Nestlé ebenfalls tierisch gute Geschäfte. Außerdem ist die deutsche Firma Terra Canis (Hundefutter) ein hundertprozentiges Tochterunternehmen der Nestlé-Gruppe.

    Die Nestlé Purina PetCare Deutschland GmbH ist eine Tochtergesellschaft von Nestlé mit Sitz in Euskirchen. Das Unternehmen ist durch diverse Übernahmen und Vereinigungen von Unternehmen entstanden. Heute ist es weltweit einer der größten Hersteller von Haustiernahrung. Vor allem für Katzen: Denn das Tier lebt in mehr als jedem fünften deutschen Haushalt.

    Einer aktuellen Erhebung zufolge sollen etwa 13,5 Millionen Haustier-Katzen in Deutschland leben. Im Futterregal kommt man an der Marke Felix kaum vorbei: Auch sie ist eine Produktion der Purina Pet Care. Mehr als 18.000 Mitarbeiter arbeiten weltweit für diese Marke,schreibt Nestlé.

    Nestlé und L'Oréal

    Nestle hält Teile an dem Kosmetikhersteller.
    L'Oreal

    Nestle hält Teile an dem Kosmetikhersteller.

    Die bisherigen Marken sind in Verbindung mit Nestlé vermutlich bekannt. Aber wussten Sie, dass der Schweizer Konzern auch Anteile am weltgrößten Kosmetikhersteller hält? Aktuell (Stand: Ende 2019) sind es genau 23,3 Prozent der Aktien von L’Oréal, die Nestlé besitzt.

    Das entspricht derzeit einem Marktwert von fast 35 Milliarden Euro (Stand: Februar 2019). Und das bedeutet, dass beim Kauf von diesen Pflegeprodukten Nestlé jedes Mal mitverdient.

    Mehr: Nestlé traut sich nach Wachstumsschub im dritten Quartal mehr zu

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