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Lebensmittelhandel Edeka könnte im Ketchup-Streit mit Heinz einknicken

Im Streit der Supermarktkette mit dem US-Giganten Kraft Heinz bahnt sich doch noch eine Lösung an. Für beide Seiten wäre das eine gute Nachricht.
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Jede zweite Ketchup-Flasche, die bei Edeka verkauft wird, soll von Kraft Heinz kommen. Quelle: AP
Tomaten-Ketchup von Kraft Heinz

Jede zweite Ketchup-Flasche, die bei Edeka verkauft wird, soll von Kraft Heinz kommen.

(Foto: AP)

DüsseldorfIm Streit zwischen Edeka und dem für Ketchup bekannten US-Konzern Kraft Heinz könnte es bald eine Einigung geben. Der Grund dafür soll dominante Marktposition des Ketchup-Produzenten sein. Das berichtet die „Lebensmittelzeitung“.

Ein Sprecher von Kraft Heinz bestätigte, das Unternehmen sei weiterhin an einer „partnerschaftlichen Lösung“ interessiert. Edeka hatte bereits in der vergangenen Woche erklärt, sich nicht zu Details des Streits zu äußern.

Laut dem Bericht kommt fast jede zweite bei Edeka verkaufte Ketchup-Flasche von Kraft Heinz. Vor der in wenigen Monaten beginnenden Grillsaison stehe für Deutschlands größten Lebensmittelhändler mit seinen bundesweit 11.500 Läden viel auf dem Spiel. Edeka habe zwar versucht, die Löcher mit Produkten anderer Lieferanten wie Hela, Knorr, Kühne und Eigenmarken zu füllen, die Lücken in den Regalen seien aber unübersehbar.

Zuletzt setzte Edeka auf eine eigene neue Saucen-Marke namens „Papa Joe's“, die bald auf den Markt kommen soll. Selbständige Edeka-Märkte sollen aber skeptisch sein, ob Papa Joe's pünktlich zur Grillsaison in ausreichender Menge verfügbar sei. Diese Bedenken sollen in der Edeka-Führung zum Umdenken geführt haben.

Der US-Konzern hatte zuvor die Belieferung Edekas mit seinen Produkten eingestellt. Auslöser für den Schritt war ein Streit um die künftigen Lieferpreise. Kraft Heinz habe Preiserhöhungen durchsetzen wollen, Edeka dagegen auf Preissenkungen bestanden. Alle Verständigungsversuche waren zunächst gescheitert und die Gespräche ergebnislos abgebrochen worden.

Auch für Kraft Heinz käme eine Einigung zu einem guten Zeitpunkt. Das Unternehmen hat auf dem US-Heimatmarkt zurzeit mit größeren Problemen zu kämpfen. Der Nahrungsmittelkonzern musste für 2018 wegen einer 16 Milliarden US-Dollar hohen Abschreibung auf den Wert von Marken und Sparten unter dem Strich einen Verlust von 10,3 Milliarden Dollar (rund 9,1 Milliarden Euro) ausweisen – nach einem Gewinn von knapp elf Milliarden Dollar im Vorjahr.

Kraft Heinz verfügt beim Tomatenketchup in Deutschland mittlerweile über einen Marktanteil von fast 50 Prozent. 2017 verzeichnete die Ketchup-Branche einen Umsatz von 561 Millionen Euro, wie Zahlen des Statistischen Bundesamts zeigen. 2021 soll der Umsatz bei 604 Millionen Euro liegen.

Mehr: Der Fall Kraft Heinz zeigt, dass Konzerne um Markenpflege nicht herum kommen.

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